07. August 2018 / 10:51 Uhr

Trainer des SV Atlas II im Interview: "Ich weiß, worauf es ankommt"

Trainer des SV Atlas II im Interview: "Ich weiß, worauf es ankommt"

Michael Kerzel
Daniel von Seggern trainiert ab dieser Saison die Reserve des SV Atlas Delmenhorst in der Kreisliga.
Daniel von Seggern trainiert ab dieser Saison die Reserve des SV Atlas Delmenhorst in der Kreisliga. © INGO MOELLERS
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Daniel von Seggern spricht über Trainerinstinkt, Teamgeist und die Ziele in der Kreisliga

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Daniel von Seggern trainiert seit dieser Saison die Reserve des SV Atlas Delmenhorst in der Kreisliga. Bei den Blau-Gelben feierte er als Kapitän den Aufstieg in die Oberliga und spielte zuletzt bei der zweiten Herren in der Kreisliga. In der Region Oldenburg Land/Delmenhorst lief er in der Jugend für den Delmenhorster TB, TuS Heidkrug und TV Jahn auf, bei den Herren trug er das Trikot des VfL Stenum, bevor er zu Atlas wechselte. Im Interview spricht Daniel von Seggern über seine neue Aufgabe.

Herr von Seggern, wie haben Sie Ihr erstes Pflichtspiel als Trainer erlebt?

Daniel von Seggern: Es war natürlich etwas Besonders. Eine gewisse Aufregung war auf jeden Fall da. Keine Nervosität, sondern eher Vorfreude.

Der Auftakt verlief beim 5:1 gegen den Harpstedter TB gut.

Wir waren gut eingestellt und kannten deren Stärken. In der ersten Halbzeit haben wir uns ein-, zweimal mit leichten Bällen überspielen lassen, weil wir im Mittelfeld nicht griffig genug waren. Aber wir sind schon in der ersten Hälfte spielbestimmend aufgetreten und hatten einen guten Plan für den Spielaufbau. Harpstedt hat gut verteidigt und auf Konter gelauert, unser Torwart Marvin Schmidt hielt stark. Die individuelle Klasse unserer Spieler hat sich am Ende bezahlt gemacht.

Welchen Spielstil soll die Atlas-Reserve an den Tag legen?

Wir wollen Dominanz ausstrahlen und viel Ballbesitz haben. Aber es ist nach einem Spiel natürlich schwierig vorherzusagen, wie die Saison​verlaufen wird. Wir haben viele Neuzugänge. Auch wenn einige davon vereinsintern sind, muss sich das erst mal finden.

Wovon hängt eine erfolgreiche Saison ab?

Am wichtigsten ist der Teamspirit, der Zusammenhalt. Und der ist jetzt schon super. Darüber gewinnt man die Spiele, wenn es mal knapp ist. Wichtig ist auch, dass man mit einem guten Teamgeist Rückschläge überwinden kann. Natürlich kommt es auch auf die individuelle Qualität an und die haben wir.

Wie lautet das Saisonziel?

Wenn alles gut läuft, der Kader so zusammenbleibt, wir keine Verletzungssorgen haben und kaum Spieler an die Oberligamannschaft abgeben müssen, ist der Aufstieg machbar. Dafür müssen wir konstant unsere Leistung bringen. Wir können also aufsteigen, müssen aber nicht.

Welche Teams sind Aufstiegskonkurrenten?

Bis auf den FC Hude war letztes Jahr keine Mannschaft konstant. Der TuS Heidkrug hat eine Bombenhinserie gespielt und ist dann eingebrochen. Beim TV Dötlingen war es genau andersrum, auch der Harpstedter TB hat eine starke Rückrunde gespielt. Da die Leistungen der Mannschaften so schwankend waren, sind es reine Vermutungen, wie sie dieses Jahr auftreten. Bei uns ist es ähnlich: Wir könnten durch die Liga marschieren, aber eben auch Rückschläge kassieren.

Sie sind vor einigen Jahren mit Atlas aus der Kreisliga aufgestiegen, haben vergangene Saison für die Reserve in der Liga gespielt. Wie schätzen Sie die Qualität insgesamt ein?

Im Aufstiegsjahr haben der TSV Ganderkesee und wir die Liga dominiert, jetzt ist es viel ausgeglichener. Ob die Qualität aber höher ist, kann ich nicht sagen.

Sie haben in der ersten Mannschaft beispielsweise mit Florian Knipping, Hanno Hartmann und Dominik Entelmann zusammengespielt, die Sie jetzt trainieren, und kennen auch die zweite Mannschaft. Wie passen diese Spieler zusammen?

Die Jungs, die aus der Ersten dazugekommen sind, sind schon lange im Verein und können Eckpfeiler sein. Ich kenne sie gut, sie unterstützen mich bei meiner Arbeit. Der bisherige Kader war ohnehin schon gut. Das passt zusammen.

Hatten Sie bereits den Plan, Trainer zu werden, als Sie vergangenes Jahr als Spieler in die Zweite gegangen sind?

Nein, da hatte ich noch nicht im Kopf, das Traineramt zu übernehmen. Das ist eher spontan entstanden. Teammanager Bastian Fuhrken hat mit den Trainern Sven Schlundt und Steven Herrmann gesprochen und daraus hat sich ergeben, dass sie nicht weitermachen. Fuhrken hat mich dann gefragt. Ich habe mir ein paar Tage lang Gedanken gemacht und dann gesagt, unter welchen Bedingungen ich es machen würde.

Welche waren das?

Es war mir wichtig, das Trainerteam frei zu gestalten und meine Leute dazu zu holen. Das hat mit Co-Trainer Rouven Heidemann geklappt. Darüber freue ich mich. Zudem ist mir wichtig, dass ich mich aufs Sportliche konzentrieren kann. Für das Organisatorische ist Norbert Klar als Betreuer zuständig.

Spielen Sie selber weiter?

Wenn eine Ü32 zustande kommt, mache ich da mit. Aber in der Kreisliga spiele ich nicht mehr. Es ist für mich keine Lösung, das Training unter der Woche zu leiten und dann am Wochenende selber zu spielen. Das halte ich auch für unfair gegenüber der Mannschaft.

Sind Sie denn mit dem Kader zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden, gerade für die kurze Zeit.

Wie haben Sie sich auf die Trainertätigkeit vorbereitet?

Ich hatte jetzt noch nicht die große Zeit, Kurse oder Lehrgänge zu machen. Ich habe einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und will in der Zeit auch meinen Trainerschein machen. Ich weiß aber, worauf es ankommt. Ich habe einige Trainer mitbekommen und konnte mir da viel abschauen. Für das Traineramt ist auch viel Instinkt gefragt. Bisher mache ich viel mit Instinkt. Ich spreche mich mit Rouven ab und bereite die Trainingseinheiten vor. Beim Training bekommt beispielsweise ein Spieler die Aufgabe, sich um das Einlaufen zu kümmern, Rouven macht dann mit Kraft-, Koordinations- oder Schnelligkeitsübungen weiter, bevor dann beispielsweise Spielformen dran sind.

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