04. November 2018 / 20:49 Uhr

Mit Spaß und viel Gefühl: Beim zweiten Training des Sportbuzzer Lauftreffs ist die Uhr am Handgelenk verboten 

Mit Spaß und viel Gefühl: Beim zweiten Training des Sportbuzzer Lauftreffs ist die Uhr am Handgelenk verboten 

Norbert Fettback
Ein bisschen wie Sirtaki: Beim Lauf-Abc ist gute Koordination gefragt.
Ein bisschen wie Sirtaki: Beim Lauf-Abc ist gute Koordination gefragt. © Maximilian Pingpank
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Beim Sportbuzzer Lauftreff steht ein Zeitschätzlauf am Lindener Berg auf dem Programm. Trainer Markus Pingpank will das Zeitgefühl der Teilnehmer schulen - und verbietet ihnen aus diesem Grund das Tragen von Uhren am Handgelenk. 

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Das ist ja mal eine Ansage! „Wer heute mit einer Uhr läuft, der wird disqualifiziert!“ Die klaren Worte von Trainer Markus Pingpank verheißen nichts Gutes. Oder doch? Auf dem Programm des SPORTBUZZER Lauftreffs steht dieses Mal ein Zeitschätzlauf am Lindener Berg.

Lauf-Abc zum Aufwärmen

Was im Klartext bedeutet: Ehe es nach dem Aufwärmen mit Lauf-Abc-Übungen zur Sache geht, muss jeder seine erhoffte Zielzeit nennen. Nach diesen Richtwerten werden kleine Teams gebildet, deren Mitglieder im gleichen Tempo unterwegs sind. Und das ohne Uhr am Handgelenk, sonst ist man raus. Schummeln verboten! Sieger ist nicht die Gruppe, die als Erste wieder zurück ist am Lindener Turm, sondern jene, die ihrer Voraussage am Nächsten kommt.

Bilder von der zweiten gemeinsamen Trainingseinheit des Sportbuzzer-Lauftreffs Anfang November

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Am Ende haben Regine, Karl und Olaf gut lachen. Nur um fünf Sekunden haben die drei, zu denen sich auf der Strecke noch Gruppenleiter Dieter Geyer gesellt hat, ihr selbst gestecktes Ziel von 28 Minuten verpasst. In einem Wettkampf hätten sie damit keinen Blumentopf gewonnen, aber darum geht es diesmal auch nicht. „Wir wollen das Laufgefühl schulen“, sagt Trainer Markus Pingpank. „Jeder soll so besser einschätzen können, wie schnell oder wie langsam er unterwegs ist.“

Kein ständiger Blick aufs Handgelenk

Und das ohne den ständigen Blick aufs Handgelenk, wo trendige Zeitmesser mit GPS und sonstigem Schnickschnack alle möglichen Informationen liefern. Das sei gerade für den Marathon wichtig, auf den sich die 40 Mitglieder des SPORTBUZZER Lauftreffs vorbereiten, sagt Pingpank. Am 7. April wird es für sie in Hannover ernst.

Lauf-ABC beim Sportbuzzer Lauftreff

Diesmal geht es den 89 Meter hohen Lindener Berg hoch und runter. Der Trainer steht an der Strecke und macht schon bei Kilometer eins große Augen. Denn er hat ausnahmsweise eine Uhr dabei. „Fast alle sind schneller, als sie vorausgesagt haben“, stellt Pingpank fest. Eine bis eineinhalb Minuten pro Team sind es letztlich im Durchschnitt, mit denen die selbst formulierten Ziele unterboten werden.

Mehr aufs Gefühl verlassen

Und das hat nicht allein mit einer bereits guten Form und dem herrlichen Herbstwetter zu tun. Oder damit, sich zu wenig zugetraut zu haben. „So mancher wird ansonsten anscheinend von der Technik ausgebremst“, meint Pingpank. „Wenn man sich beim Laufen mehr auf sein Gefühl verlassen würde, könnte man wahrscheinlich flotter unterwegs sein.“ Zum Marathon also ohne Uhr antreten? Das dürfte die Ausnahme bleiben. Aber „dieser und jener wäre am Ende wohl überrascht, wie gut es für ihn ohne diese Art von Unterstützung gelaufen ist“, sagt der Trainer.

Mehr über den Sportbuzzer Lauftreff

Für Johannes Katzan ist an diesem Tag auch noch etwas anderes wichtig. „Wir haben es in der Gruppe ganz gut hingekriegt und dabei auch noch unseren Spaß gehabt“, sagt der 47-Jährige. Zuvor habe er schon gegrübelt, wie es wohl um sein aktuelles Laufvermögen bestellt ist. Um rund 90 Sekunden ist er am Lindener Berg unter der eigenen Vorgabe geblieben, auch mithilfe der anderen. „Das ist das Schönste überhaupt: gemeinsam zu laufen und dabei Leute kennenzulernen“, sagt er.

Ziel: zweiten Marathon bewältigen

Für Katzan ist es das erste Mal, dass er „richtiges Training macht“, wie er sagt. „Wie ich beim Laufen meine Leistung verbessern kann, darüber habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht.“ Das ist nun anders. Der SPORTBUZZER Lauftreff, da ist er sich sicher, helfe ihm dabei, am 7. April bei seinem zweiten Marathon überhaupt gut ins Ziel zu kommen. Und das in einer Zeit um vier Stunden. Mit oder ohne Uhr am Handgelenk – das steht ihm dann frei.

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