Stefan Schnoor wird Sportdirektor beim VfB Lübeck. Stefan Schnoor wird Sportdirektor beim VfB Lübeck. © dpa
Stefan Schnoor wird Sportdirektor beim VfB Lübeck.

Transferhammer: VfB Lübeck holt Stefan Schnoor

VfB professionalisiert sich weiter und holt den Ex-HSV- und Wolfsburg-Profi

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Kurz vor Ende der Wechselfrist hat der VfB Lübeck nochmal hochkarätig auf dem Transfermarkt zugeschlagen – allerdings handelt es sich nicht um eine Personalie für die Mannschaft auf dem Platz, sondern für das „Team hinter dem Team“. Der VfB wird den Posten des Sportdirektors besetzen – und konnte dafür den langjährigen Profi Stefan Schnoor gewinnen.

„Ja es stimmt“, bestätigte der 46-Jährige heute den LN auf Nachfrage. „Es ist ein spannendes Projekt, der VfB will in die Dritte Liga, ich liebäugele schon länger damit, einen solchen Posten zu bekleiden. Noch sind ein paar Details zu klären, aber grundsätzlich sind wir uns einig. Ich freue mich sehr auf Lübeck und den VfB.“ Der ehemalige Abwehrspieler mit der markanten Frisur war zuletzt häufiger auf der Lohmühle gesichtet worden – immer als Gast in der Loge von Aufsichtsrat Oliver Bruss. Schnoor: „Ich kenne Olli schon länger, über ihn kam dann auch der Kontakt zustande - und aus einer Idee wurde tatsächlich ernst.“

Stefan Schnoor als Experte bei Sport 1 Stefan Schnoor als Experte bei Sport 1 © imago

Vorstandssprecher Thomas Schikorra erklärt: „Mit der Personalie beschäftigen wir uns schon seit ein paar Monaten. Und wir denken, es ist jetzt an der Zeit, diesen Schritt zu machen. Wir sind uns einig, dass beide Seiten profitieren werden.“ Finanzielle Klimmzüge werden laut Schikorra nicht gemacht: „Wenn wir gemeinsam unsere Ziele erreichen, wird es sich auch für alle lohnen.“

Schnoor, der als Profi für den HSV und den VfL Wolfsburg 277 Mal (15 Tore) in der Bundesliga gespielt hat, zudem 60 Einsätze für Derby County in der Premier League nachweisen kann, ist bestens vernetzt. Nicht nur durch seine aktive Profikarriere, sondern auch durch seine Tätigkeit als Spielerberater und als TV-Experte bei Sport1. Schnoor: „Dadurch habe ich natürlich gute Drähte in die Szene, aber meine Arbeit beim VfB wird das nicht beeinträchtigen. Die Beratungsagentur gibt es nicht mehr und seit Sport1 keine Zweitligarechte mehr hat, bin ich auch dort nicht mehr unter Vertrag.“ Allerdings wird es ein Wiedersehen mit den alten Kollegen geben. Denn der Sender überträgt das Montagspiel des VfB live von der Lohmühle – und Schnoor wird natürlich ebenfalls im Stadion sein.

Stefan Schnoor verteidigt hier gegen Hamburgs Sergej Barbarez Stefan Schnoor verteidigt hier gegen Hamburgs Sergej Barbarez © Marcus Brandt

Der gebürtige Neumünsteraner, der in Rellingen bei Hamburg wohnt, hat sich bereits intensiv mit dem VfB beschäftigt, seit der Gedanke einer Zusammenarbeit aufkam. „Ich habe mir nicht nur Spiele in Lübeck angesehen, sondern auch auswärts. Das ist von Hamburg aus ja elles kein Problem“, sagt Schnoor. Und auch mit Trainer Rolf Landerl hat er sich ausgetauscht, in der vergangenen Woche gab es ein erstes Treffen der beiden, gestern nach dem Training informierte der Coach die Mannschaft.
Und an die soll Schnoor künftig ganz eng heranrücken. Schikorra erklärt: „Er soll Bindeglied zwischen dem gesamten Team und dem Vorstand sein. Natürlich soll er auch Wolf Müller entlasten, der ja bisher als Sportvorstand ehrenamtlich sehr viel auf diesem Gebiet arbeiten musste.“ Angedacht ist auch, dass Schnoor, der Trainerscheine besitzt, Landerl auf dem Platz unterstützt, wenn dies erforderlich ist. Schnoor: „Die Praxis wird zeigen, wie und wo ich gebraucht werde. Ich habe jedenfalls große Lust und viel Zeit.“

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