12. September 2018 / 11:38 Uhr

Trainer schlägt Spieler: Zoff bei den Hannover Spartans wegen Coach Robinson

Trainer schlägt Spieler: Zoff bei den Hannover Spartans wegen Coach Robinson

Jonas Szemkus
Spartans-Coach Willie J. Robinson Jr. sorgt für negative Schlagzeilen.
Spartans-Coach Willie J. Robinson Jr. sorgt für negative Schlagzeilen. © Oliver Vosshage
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"Es gibt nichts, das den Schlag an den Hinterkopf rechtfertigen könnte": Eine handfeste Streitigkeit trübt die Aufstiegsfreude bei den Hannover Spartans. Trainer Willie J. Robinson Jr. sorgte für den Ärger, weil er einen Spieler attackierte.

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Eigentlich sollen Footballer nur auf dem Feld aggressiv zur Sache gehen, der Sport gilt trotz harter Tackles eigentlich als sehr fair. Beim Sieg in Kiel (48:9) machten die Hannover Spartans aber nicht nur den Aufstieg in die 2. Liga perfekt. Cheftrainer Willie J. Robinson Jr. sorgte auch für einen negativen Höhepunkt – und ging einen eigenen Spieler körperlich an.

Die Hannover Spartans bejubeln den Aufstieg.
Die Hannover Spartans bejubeln den Aufstieg. © Glenn Walter
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"Das war heimtückisch und feige."

Die mitgereisten Hannover-Fans sahen es, sogar die Kieler Trainer auf der anderen Seite brüllten nach der unnötigen Aktion Kommentare über den Platz. „Das war heimtückisch und feige“, berichtet ein Spartans-Spieler, der mitten im Geschehen dabei war – aber lieber anonym bleiben möchte: „Er hat ihm von hinten mit beiden Händen gegen den Hinterkopf geschlagen.“ Die emotionale Entgleisung eines Trainers.

Vorangegangen war zu­nächst eine verbale Auseinandersetzung. Spartans-Coach Robinson hatte den Spieler nach einer misslungenen Aktion auf dem Feld ausgewechselt und brüllte auf dessen Weg zur Seitenlinie. Die Emotionalität ist eigentlich eine Stärke des US-Amerikaners, der die Spartans in dieser Saison zum Aufstieg führte. Doch beim Brüllen blieb es nicht.

Missverständnis oder Respektlosigkeit?

Der Spieler wedelte beim Weg zur Seitenlinie mit der Hand in Richtung des Trainers. Die Darstellung des Spartans-Spielers: Sein Teamkollege habe abgewunken und den Coach schlicht und einfach ignoriert. Die Darstellung des Trainers: Er sei beleidigt und respektlos behandelt worden. Die Attacke: eine Mischung aus Schubsen und Schlagen. Mitspieler gingen dazwischen.

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Entschuldigt und versöhnt

„Er hat abgewunken, mir zu verstehen gegeben, dass ich mich verpissen soll. Zweimal“, sagt Robinson, „da habe ich ihn geschubst. Mehr ist nicht passiert. Ich habe ihn nicht angegriffen. Natürlich bin ich Trainer, aber es gibt ein Level an Respekt, das Spieler haben müssen. Er hat diese Linie übertreten.“

Positiv immerhin: Robinson hat noch auf der Heimreise das Gespräch mit dem Spieler gesucht und sich auch entschuldigt. „Wir ha­ben uns ausgesprochen. Al­les ist wieder gut, das ist das Wichtigste“, sagt Robinson. Und: „Er hat sich auch für seine Aktion entschuldigt.“

Der gut informierte Spartans-Mitspieler kommentiert: „Ich weiß, dass er sich beim Trainer entschuldigt hat – dafür, dass er nicht respektlos rüberkommen wollte. Es gibt aber nichts, dass den Schlag an den Hinterkopf rechtfertigen könnte ...“

Nicht zu stoppen: Die Spartans
 und Runningback Jerome Morris überrennen die Kieler, siegen 48:9 und steigen in die 2. Liga auf.
Nicht zu stoppen: Die Spartans und Runningback Jerome Morris überrennen die Kieler, siegen 48:9 und steigen in die 2. Liga auf. © Glenn Walter

Keine Konsequenzen für Coach Robinson

Die Verantwortlichen des Drittligameisters kennen den Vorfall. „Die Emotionen sind übergekocht, bei beiden Beteiligten. Das kann in einer so angespannten Situation passieren“, sagt Spartans-Chefin Inna Lempert auf Nachfrage dem SPORTBUZZER. Sie habe den Vorfall nicht selbst gesehen, ihn sich aber schildern lassen. Auch von der vermeintlichen abschließenden Aussprache hat sie gehört: „Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit da­mit erledigt ist.“

Der Zwischenfall habe aber keine Auswirkungen auf die Verhandlungen „mit dem Headcoach über ein Engagement in der nächsten Saison“, betont Lempert.

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