08. August 2018 / 18:58 Uhr

Trotz Aus des EHC Timmendorf: Politik will  Eishalle

Trotz Aus des EHC Timmendorf: Politik will  Eishalle

Redaktion Sportbuzzer
Die Timmendorfer Eishalle im Februar 2018 vor dem Oberligaspiel EHC Timmendorfer Strand gegen den EC Harzer Falken Braunlage.
Die Timmendorfer Eishalle im Februar 2018 vor dem Oberligaspiel EHC Timmendorfer Strand gegen den EC Harzer Falken Braunlage. © JOHN GARVE/54°
Anzeige

Insolvenz des Eishockeyklubs überraschte – Neubau wahrscheinlich – Sondersitzung am 16. August

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Das Aus für den EHC Timmendorf 06 steht fest. Die Schulden waren zu hoch. Für den Eishockeyverein steht der Gang zum Insolvenzgericht bevor. Die Nachricht des Scheiterns kam für die Gemeinde als Hallenbetreiber und die Timmendorfer Politik überraschend.

Stephan Muuss (WUB), Vorsitzendes Tourismusausschusses, erfuhr am Frühstückstisch aus den LN von der Insolvenz. „Nichts ist vom Verein zur Politik durchgedrungen. Das ist traurig. Zumal wir in den letzten Wochen oft zusammengesessen haben.“ Die Nachricht kam auch für Julian Bachert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, überraschend. „Ich hatte die Hoffnung, dass der EHCT noch mit einem blauen Auge davon kommt“, sagte Bachert. Christian Freitag (CDU) findet die Entwicklung bedauerlich. „Ich sehe die Insolvenz mit einem weinenden Auge, aber auch als Chance, einen neuen Verein zu gründen“, betonte der Bauausschussvorsitzende.

Neuer Verein in den Startlöchern


Obwohl die Insolvenz beim Amtsgericht Eutin noch nicht gemeldet ist, steht ein neuer Verein bereits in den Startlöchern. Den Vorsitz des Nachfolge-Klubs übernimmt Michael Weissin, 2. Vorsitzender wird Eishockey-Urgestein Jörg „Jocki“ Dittrich, Schatzmeisterin Monika Hager-Linow. Dazu zwei Jugendwarte, die sich intensiv um die Nachwuchsarbeit kümmern werden. Und Weissin ist überzeugt, „dass wir kommende Saison am Ligaspielbetrieb teilnehmen werden, auch wenn die Zeit knapp ist“.

Der neue Klub muss mit der Gemeinde, die die Halle betreibt, über die Nutzung verhandeln. Die GemeindeTimmendorfer Strand, die die Eis- und Tennishalle betreibt,Gemeinde habe vom Aus des EHCT bisher nur aus den sozialen Netzwerken erfahren, sagte Kurbetriebsleiterin Gesine Muus am gestrigen Mittag. „Der Verein hat sich noch nicht bei uns gemeldet“, erklärte sie. Also wisse man offiziell noch nichts von der Insolvenz. Aus Fairnessgründen gegenüber dem Verein gebe es dazu auch noch nicht viel zu sagen, so Muus weiter.

Neubau oder Sanierung?


Die Insolvenz wird vor allem die Sondersitzung des Bau- und Tourismusausschusses am Donnerstag, 16. August, dominieren. Um 18 Uhr debattieren die Ausschussmitglieder über die Zukunft der Halle – Neubau oder doch Sanierung? Trotz der prekären Lage des Klubs seien die Beratungen völlig offen, sagte Gesine Muus. Um 18 Uhr debattieren die Ausschussmitglieder über die Zukunft der Halle – Neubau oder doch Sanierung?Es gehe um das Angebot Eis und Tennis in Timmendorfer Strand, „die Halle ist nicht nur für den Verein da“, sagte Muus über vom EHCT unabhängige Entscheidung am 16. August. Im Blick hat die Kurbetriebsleiterin dabei den Bürgerentscheid aus dem Februar 2017 mit einem klaren Bekenntnis für das Eishockey- und Tenniscentrum. „Der Bürger hat entschieden, dass die Halle erhalten bleiben soll“, betonte Muus. Das Votum müsse umgesetzt werden, das Vertrauen der Bürger dürfe nicht in Frage gestellt werden, sagte auch Stephan Muuss mit Blick auf die schnelle Umsetzung. „Es muss am 16. August eine Grundsatzentscheidung getroffen werden.“ Dabei müsse der Verein völlig ausgeklammert werden, so Muuss. Die Insolvenz habe keinen Einfluss auf die Eishalle, meinte auch Christian Freitag. Egal was nun passiere, die Eishalle müsse her und das Tennis gesichert werden.

„Egal was passiert, die Eishalle muss her und das Tennis gesichert werden.“


Für Michael Strümpell (BBNP) sei wichtig, dass der Sport erhalten bleibe. Entscheidend sei, dass die Jugend und die Kinder Sport treiben könnten. Innerhalb eines Jahres muss der Bürgerentscheid umgesetzt werden. „Es wäre schlimm, wenn die Diskussion über Sanierung und Neubau über den Februar hinaus geht. Mit mir wäre das nicht möglich“, betont Muuß. Christian Freitag ist zunächst gespannt auf die Vorlage für die Sondersitzung. Timmendorfs Bürgermeister Robert Wagner (parteilos) habe versucht, Investoren für einen Neubau zu finden, erklärt Freitag. „Mit einem Neubau entstehen neue Möglichkeiten“, sagte Muuss. Michael Strümpell erklärte, dass das BBNP sich für einen Neubau ausspreche. Auch die SPD halte einen Neubau in Form einer Mehrzweckhalle für sinnvoller, sagte Bachert und ergänzte: Die SPD empfehle Robert Wagner, zu prüfen, ob ein Neubau dem Bürgerentscheid gerecht werde. „Eine moderne Eishalle hat touristischen Mehrwert und einen Mehrwert für die Sportvereine.“ Die SPD empfehle Robert Wagner zu prüfen, ob ein Neubau dem Bürgerentscheid gerecht werde. Falls nicht, droht dann ein neuer Bürgerentscheid? „Möglich ist das“, sagte Muuss zurückhaltend. Eine moderne Eishalle habe einen touristischen Mehrwert und einen Mehrwert für die Sportvereine.“, sagt Bachert. „Egal was passiert, die Eishalle muss her und das Tennis gesichert werden“, sagt Freitag.

Eishockey in Timmendorfer Strand

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Lübeck
Sport aus aller Welt