08. März 2018 / 23:00 Uhr

Trotz Minuskulisse: RB Leipzig öffnet die Tür fürs Viertelfinale der Euro League

Trotz Minuskulisse: RB Leipzig öffnet die Tür fürs Viertelfinale der Euro League

Anne Grimm
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Kolletktiver Jubel nach dem wunderbar herausgespielten 1:0 durch Bruma © dpa
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Ein dominanter Auftritt von RB Leipzig im Hinspiel des Achtelfinals gegen Zenit St. Petersburg. Doch kurz vor Schluss kassiert das Hasenhüttl-Team per Freistoß einen unnötigen Gegentreffer.

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Leipzig. Rosige Aussichten aufs Viertelfinale der Europa League: RB Leipzig bezwingt Zenit St. Petersburg im Achtelfinal-Hinspiel mit einer überzeugenden Vorstellung 2:1 (0:0). Ärgerlich ist allerdings das Gegentor vier Minuten vor dem Ende, denn bis dato ist vom stärksten Offensivteam der Europa League wenig zu sehen. Zenits Kapitän Domenico Criscito verwandelt einen Freistoß in der 86. Minute.

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Bruma hatte den Gastgeber nach 56 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht. Timo Werner mit einem Lupfer auf 2:0 erhöht (77.). Wenn sich die Leipziger außer dem späten Gegentreffer an diesem Abend über etwas ärgern müssen, dann ist es die Chancenverwertung. Ein schöner Nebeneffekt: Die sieglose Serie von vier Spielen ist beendet.

Trainer Ralph Hasenhüttl war nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, sind mit dem richtigen Maß an Risiko ins Spiel gegangen. Umgekehrt haben wir nicht viel zugelassen. Am Ende haben fünf Minuten zum absoluten Wunschergebnis gefehlt. Wir haben nichts zugelassen und bekommen trotzdem ein Tor. Das ist bitter. Aber das Positive überwiegt. Wir haben in St. Petersburg alle Chancen weiter zu kommen.“

Sein Gegenüber Roberto Mancini war sauer: „Wir haben die ersten 25 Minuten gut gespielt. Was dann passiert ist, kann ich nicht glauben. Ich kann nicht glauben, wie schlecht wir gespielt haben. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir noch nicht einmal das geschossene Tor verdient haben. Aber das macht die Ausgangslage für das Rückspiel vielbesser. Das Rückspiel wird ein ganz anderes sein.“

Schweigeminute vor dem Anpfiff

In dem mit 19.877 Zuschauer nur sehr spärlich besetzten Stadion, so wenig Fans kamen seit mehr als zwei Jahren nicht, wird vor dem Anpfiff eine Schweigeminute eingelegt. Sie gilt dem im Alter von 31 Jahren plötzlich verstorbenen italienischen Fußballer Davide Astori, Kapitän des AC Florenz.

Im Vergleich zum 1:1 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag stellt Ralph Hasenhüttl auf zwei Positionen um: Statt des angeschlagenen Kevin Kampl (muskuläre Probleme) beginnt Diego Demme. Auf der Zehn darf Bruma für Marcel Sabitzer (Bank) ran.

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Nach zehn Minuten sind die Leipziger im bis dato höhepunktarmen Spiel angekommen. Bruma trifft mit seinem abgefälschten Schuss das Außennetz, Werner nach einer Ecke den Ball suboptimal. Es ist auch der Weckruf für die Gäste. Auf der Gegenseite kann Orban eine gefährliche Hereingabe in letzter Sekunde klären.

Forsberg trifft den Pfosten

Es hat angefangen zu regnen. Die Leipziger kontrollieren das Spiel, sind passsicher und überlegen. Werner lässt nach 25 Minuten und schöner Kombination seine Chance aus der zweiten Reihe zur Führung ungenutzt. Die Stimmung ist trotzdem gut, im halbleeren Stadion hüpfen und singen die RB-Fans lautstark.

Zenit rührt mit zwei Viererreihen Beton vorm eigenen Strafraum an. Da helfen nur Standards. Forsberg trifft bei seinem Freistoß aus 23 Metern den Innenpfosten. Vor der Pause noch einmal der schwedische Nationalspieler und der ruhende Ball. Mit einer unkonventionellen Variante wandert die Kugel zu Demme, der auf Werner passt, doch der Nationalspieler ist erneut glücklos.

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Laimer muss angeschlagen in der Halbzeit raus

Laimer bleibt nach der Pause mit Oberschenkelproblemen in der Kabine, Bernardo nimmt in der zweiten Halbzeit die linke Abwehrseite ein. Die Leipziger beginnen dort, wo sie im ersten Durchgang aufgehört haben: Forsberg versucht es aus spitzem Winkel, Upamecano scheitert nach der anschließenden Ecke mit seinem Kopfball am russischen Nationalkeeper Lunev. Augustin trifft nach 50 Minuten das Außennetz.

Dann fällt das längst überfällige 1:0. Nach einem Doppelpass mit Werner ist Bruma auf der linken Seite durch, schlenzt den Ball ins Petersburger Netz zur Leipziger Führung (56.). Nur zwei Minuten später taucht Werner nach schöner Vorarbeit von Keita alleine vor dem Zenit-Kasten auf – doch der Nationalstürmer schießt dem Keeper direkt in die Arme.

Werner mit viel Gefühl

Eine Viertelstunde vor Schluss darf der Torschütze vom Rasen. Marcel Sabitzer soll nun dabei helfen, den Sieg über die Zeit zu bringen. Nach einem genialen Pass von Keita kommt Werner erneut frei zum Abschluss. Diesmal behält er die Nerven, lupft den Ball mit viel Gefühl über Torhüter Lunev zum 2:0 ins Zenit-Tor.

Kurzer Schock, als RB-Keeper Gulacsi mit krummen und zittrigem Finger Richtung RB-Bank läuft und der dritte Wechsel, Poulsen kommt für Augustin, bereits beim Schiedsrichter angemeldet worden ist. Doch der Ungar lässt sich tapen, kann weiter spielen. Kurz vor Schluss gelingt den Gästen doch noch ein wichtiges Auswärtstor. Criscito dreht einen Freistoß aus etwa 20 Metern unhaltbar ins linke Eck.

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Statistik

RBL: Gulacsi – Laimer (46. Bernardo), Orban (C), Upamecano, Klostermann – Demme, Keita – Forsberg, Bruma (74. Sabitzer) – Augustin (78. Poulsen), Werner

Zenit: Lunev – Ivanović, Mevlja, Mammana, Criscito (C) – Kranevitter – Kuzyaev, Erokhin – Rigoni, Kokorin - Zabolotny

Tore: 1:0 Bruma (56.), 2:0 Werner (77.), 2:1 Criscito (86.)

Zuschauer: 19.877

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