12. Juni 2018 / 11:46 Uhr

Trotz Niederlage in der Relegation: Sparta Langenhagen feiert Landesliga-Aufstieg

Trotz Niederlage in der Relegation: Sparta Langenhagen feiert Landesliga-Aufstieg

Redaktion Sportbuzzer
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Großer Jubel bei Sparta Langenhagen.
Großer Jubel bei Sparta Langenhagen. © Priesemann
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Die Frauen von Sparta Langehagen haben das Relegationspiel gegen den 1. FFC Hannover knapp verloren - und konnten trotzdem feiern. Nachdem sich das Team um Trainer Ingo Schmeißer schon fast mit dem Verbleib in der Bezirksliga abgefunden hatte, sorgte ein Anruf des Staffelleiters für großen Jubel.

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Etwas später am Abend, als die Tränen nach dem mit 2:3 (2:1) verlorenen Entscheidungsspiel gegen den 1. FFC Hannover getrocknet waren, erhielt Langenhagens Trainer Ingo Schmeißer einen Anruf vom Staffelleiter.

In der Frauen-Landesliga sei für Sparta Langenhagen noch ein Platz frei geworden, ob er denn mit seiner Mannschaft nachrücken wolle. Zunächst Ungläubigkeit beim Trainer des Bezirksliga-Vizemeisters, dann jedoch Freude pur: Sparta hat es doch geschafft! Die frohe Kunde verbreitete sich in Windeseile. „In kurzer Zeit hatten wir wohl 250 Nachrichten in unserem Chat“, erzählte Schmeißer mit leicht zittriger Stimme. Ein Wechselbad der Gefühle sei das gewesen.

1. FFC Hannover jubelt in der Schlussphase

Wenige Stunden zuvor hatte sich auf der Anlage des TSV Godshorn noch ein ganz anderes Bild geboten. Ein feiernder 1. FFC, der das Entscheidungsspiel durch ein Strafstoßtor in der 88. Minute gewonnen hatte, und traurige Langenhagenerinnen. „Das war sehr bitter, zumal keines unserer Gegentore herausgespielt war“, meinte Schmeißer. „Zur Halbzeit war ich mir noch sicher, dass wir es schaffen. Aber der 1. FFC war nach der Pause besser drin im Spiel als wir. Wir haben den Faden verloren.“

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Sparta verspielt 2:1-Führung nach der Pause

Die Führung, die Sparta durch Tore von Melina Froböse nach Vorlage von Michelle Krüger und einen von Laura-Aliki Georgiadous verwandelten Foulelfmeter - bei einem Gegentreffer von Yvonne Harms - mit in die Kabine genommen hatte, konnte der Drittletzte der Landesliga durch Doppelpackerin Katharina Haar noch drehen.

Trotz der Niederlage saßen die Langenhagenerinnen anschließend im Sparta-Clubheim noch zusammen, verdauten das vermeintliche Aus im Aufstiegskampf gemeinsam. „Wir versuchen dann eben nächstes Jahr, Meister zu werden und direkt aufzusteigen“, war Schmeißers erste Reaktion. „Jetzt drehen wir halt eine Ehrenrunde.“

Rückzug von Oberligist sorgt doch noch für Aufstieg

Nicht mehr nötig. "Dadurch, dass der BSC Acosta aus der Oberliga Ost zurückgezogen hat und kein Team aus der Regionalliga in diese Staffel absteigt, dürfen die eigentlichen Oberliga-Absteiger FC Pfeil Broistedt und SV Hastenbeck in der Liga bleiben. Das gibt die Ausschreibung so vor", erklärt der NFV-Beauftragte für Frauenfußball Thomas Eilers. Der eigentlich für den Oberliga-Absteiger vorgesehene Platz in der Landesliga Hannover bleibt damit frei und wird nun durch Sparta Langenhagen besetzt.

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Für großes Aufsehen dürfte der Rückzug des BSC Acosta aber nicht nur bei Sparta Langenhagen sorgen. Auch für die Teams in der Oberliga, darunter der TSV Bemerode und Aufsteiger Hannover 96, hat die Abmeldung Acostas erhebliche Folgen.

"Hoffen, dass sich das 2019/20 von alleine reguliert"

Eigentlich sollten in der kommenden Saison nur zwölf Mannschaften in der Oberliga Ost spielen, jetzt sind es wie im vergangenen Jahr 13. "Wir lassen das jetzt erstmal so und hoffen, dass sich das für die Saison 2019/20 von alleine reguliert. Aufgrund der zu langen Fahrtzeiten können wir aktuell kein Team aus der Oberliga West, in der jetzt leider wieder nur elf Mannschaften spielen, in die andere Staffel versetzen", erläutert Eilers. Zufrieden sei er mit dieser Situation allerdings nicht.

von Dirk Herrmann und Corinna Melzer

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