13. Juni 2018 / 10:04 Uhr

SuS Sehnde verpasst den Bezirksliga-Aufstieg - trotz Riesenchance und Traumtor

SuS Sehnde verpasst den Bezirksliga-Aufstieg - trotz Riesenchance und Traumtor

Sascha Priesemann
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Alle zusammen beim SuS Sehnde - trotz der klaren Niederlage.
Alle zusammen beim SuS Sehnde - trotz der klaren Niederlage. © Sascha Priesemann
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Nach einer klaren 1:4-Niederlage gegen den TuS Kirchdorf bleibt SuS Sehnde auch in der kommenden Saison in der Kreisliga. Besonders bitter: Nach der Kirchdorfer Führung hatten die Sehnder eine Riesenchance zum Ausgleich, doch Daniel Neitzke traf das nehezu leere Tor nicht.

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Wäre der Bezirksliga-Aufstiegstraum des SuS Sehnde bei der 1:4-Niederlage im zweiten Relegationsspiel gegen den TuS Kirchdorf nicht geplatzt, dann wäre über dieses Spiel im Waldparkstadion wahrscheinlich noch lange gesprochen worden.

Kuriose Szene nach der Kirchdorfer Führung

Die Sätze in zehn Jahren hätten womöglich mit folgenden Worten begonnen. „Weißt du noch damals im entscheidenden Spiel um den Aufstieg, als die gesamte Kirchdorfer Mannschaft das 1:0 in der eigenen Hälfte bei der Trainerbank feierte und keiner auf seiner Position stand, als die Sehnder Anstoß hatten“. Dann wäre die Geschichte – unterbrochen vom hämischen Lachen – auf Timo Janizki zu sprechen gekommen, der in seinem letzten Spiel für den SuS den Schiedsrichter wild fuchtelnd darauf hinwies, dass er bereits wieder anpfeifen darf. Denn die Gäste waren ja bereits alle in ihrer Hälfte.

Neitzke verpasst den Ausgleich

Anschließend wäre es weitergegangen mit Sehndern, die den Ball eilig nach vorne spielten und Kirchdorfern, die wie von der Tarantel gestochen zurück aufs Spielfeld liefen. Und einem Daniel Neitzke der aus etwa 30 Metern auf das nahezu leere Tore schoss – und eben nicht die Latte traf.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga-Relegation zwischen SuS Sehnde und dem TuS Kirchdorf

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​"Hätten wir da den Ausgleich gemacht, dann wäre das Spiel anders gelaufen"

Doch genau das machte der schon früh mit Gelb verwarnte 24-Jährige an diesem verhängnisvollen Dienstagabend. Und dies führte eben dazu, dass in zehn Jahren in Sehnde wohl keiner mehr über dieses Spiel sprechen wird. SuS-Trainer Süleyman Karakaya sollte diese Szene nach Abpfiff als Knackpunkt bezeichnen. „Hätten wir da den Ausgleich gemacht, wäre das Spiel bestimmt vielleicht anders gelaufen.“ Doch er fiel eben nicht.

Mit der Folge, dass die Sehnder nahezu für den Rest der Partie schockiert waren und eben nicht mehr so spielten wie noch in den ersten 20 Minuten, als Timo Janizki einmal per Kopf und einmal nach guter Ablage von David Bruns die Führung hätte erzielen können.

Kirchdorf trifft überraschend

Der Bezirksligist war in der Anfangsphase hingegen abgemeldet und wirkte in allen Mannschaftsteilen zunächst ein bisschen stümperhaft – alles deutete auf einen Sehnder Erfolg hin. Doch die Kirchdorfer fingen sich und sie konnten vor allem schnell und gradlinig nach vorne spielen. Nach einem Konter machte Christoph Albers die überraschende Führung für den TuS (35.) – und Neitzke danach nicht den Ausgleich.

Noch vor der Pause legte Ive Van-Daalen (42.) erneut nach einem schnellen Gegenstoß das 0:2 nach. Das Spiel war auf den Kopf gestellt. „Die Kirchdorfer waren einfach abgezockter als wir und wir standen in den Zweikämpfen zu weit von den Gegenspielern weg“, kritisierte Karakaya.Der nächste Nackenschlag folgte kurz nach Wiederanpfiff – wieder war es Albers (47.).

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Albers sorgt für die Entscheidung

Anders als noch in den ersten Minuten waren die Sehnder danach ideenlos, nervös und schlossen viele Angriffe überhastet sowie ohne Zug zum Tor ab. Der Anschluss schien ganz weit weg. Nach dem dritten Tor von Albers (74.) gegen eine inzwischen aufgelöste SuS-Defensive war der Verbleib der Sehnder in der Kreisliga klar. Julian Kaffka gelang mit einem Traumtor nur noch der Ehrentreffer (90.+2.).

​"Da wollen wir dann richtig angreifen"

Der Frust beim SuS war zunächst groß, doch nach wenigen Minuten rafften sich die Spieler auf und hielten die Köpfe wieder nach oben. „Wir können stolz auf unsere Leistung in dieser Saison sein“, machte Karakaya deutlich. Seine Mannschaft verlor in der Kreisliga nur zwei Spiele, darf aber dennoch nicht hoch. Doch genau das soll nun aber Mut für die kommende Saison geben. „Da wollen wir dann richtig angreifen“, kündigte Karakaya an. Und das wohl auch noch mit Timo Janizki, der nach dem Spiel beim Gang in die Kabine sagte: „Nach so einem Spiel kann ich eigentlich nicht aufhören.“ Vielleicht gibt es dann in einem Jahr die Szenen, von der die SuS-Anhänger noch in zehn Jahren sprechen werden.

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