08. März 2018 / 19:59 Uhr

Trotz Rückendeckung vom Geschäftsführer: Rebbe-Zukunft beim VfL Wolfsburg weiter offen

Trotz Rückendeckung vom Geschäftsführer: Rebbe-Zukunft beim VfL Wolfsburg weiter offen

Andreas Pahlmann
Geschäftsführer Wolfgang Hotze nimmt beim VfL Wolfsburg Sportdirektor Rebbe aus der Schusslinie
Geschäftsführer Wolfgang Hotze nimmt beim VfL Wolfsburg Sportdirektor Rebbe aus der Schusslinie
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Der VfL Wolfsburg sucht bis zu drei neue Geschäftsführer, die Kandidaten Schmadtke und Heldt sind wohl aus dem Rennen

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Wolfgang Hotze, Geschäftsführer des VfL, hat sich hinter seinen Sportdirektor Olaf Rebbe gestellt. „Es gibt derzeit keine Diskussionen um Olaf Rebbe. Es sucht auch niemand einen neuen Sportverantwortlichen“, sagte Hotze am Donnerstag. Das Wörtchen „derzeit“ ist allerdings interpretierbar – und Rebbes Zukunft beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten über das Saisonende hinaus weiter fraglich, auch wenn mit Jörg Schmadtke und Horst Heldt zwei bisher heiß gehandelte Kandidaten für den Posten des Sport-Geschäftsführers aus dem Rennen zu sein scheinen.

Hotze wechselt in den Aufsichtsrat

Klar ist: Hotze, aktuell einer von zwei VfL-Geschäftsführern und unter anderem zuständig für Sport, wechselt im Sommer in den Aufsichtsrat. Tim Schumacher, aktuell ebenfalls Geschäftsführer, soll bleiben – und nach WAZ-Informationen bis zu drei neue Kollegen bekommen, von denen einer für Sport zuständig sein wird. „Noch vor zwei Jahren wurde die Geschäftsführung bewusst auf vier Geschäftsführer erweitert, um die Vielzahl von Themen seriös bearbeiten zu können“, so Hotze. „Zwei davon sind heute noch übrig, Tim Schumacher, der die Hauptlast der Arbeit trägt, und ich. Und es ist kein Geheimnis, dass ich mich Mitte des Jahres endgültig aus der operativen Tätigkeit zurückziehen werde. Deshalb ist es auch nur logisch und folgerichtig, dass unsere Gremien über die zukünftigen Strukturen und die zukünftige Aufgabenverteilung beraten.“

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"Jeder hat Martin Schmidt als beste Wahl empfunden"

Zukünftige Strukturen und zukünftige Aufgabenverteilung sind offen – und damit automatisch auch die Rolle von Rebbe. Dass der wegen der Kaderzusammenstellung in die Kritik geratene Sportdirektor in die Geschäftsführung aufsteigt, erscheint zumindest kurzfristig ausgeschlossen, auch wenn Hotze, der auch Sprecher der Geschäftsführung ist, betont: „Olaf Rebbe wird mir persönlich zu hart gescholten für Dinge, die sich nicht so entwickelt haben wie geplant. Er hat zwar die sportliche Verantwortung, aber er hat nie Alleingänge unternommen. Wenn Fehlentscheidungen getroffen worden sein sollten, haben wir diese gemeinsam getroffen und letztlich stehe ich als für den Sport zuständiger Geschäftsführer dafür auch gerade.“ Die Verpflichtung von Martin Schmidt als Trainer, die sich im Nachhinein als fragwürdig herausstellte, sei ein Beispiel. Hotze: „Jeder hat Martin Schmidt als beste Wahl empfunden.“

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Schmadtke hat bei VW zu wenig Befürworter

Klar ist: Vor der Frage, was aus Rebbe wird, steht die Frage, wer in der neu strukturierten Geschäftsführung für Sport zuständig sein wird – denn der Neue muss dann entscheiden, ob er Kompetenzen und Aufgaben mit Rebbe teilen will. „Wir reden in den Gremien grundsätzlich nicht über Namen oder den Austausch von Verantwortlichen, sondern darüber, wie wir den VfL strukturell ab Sommer ausrichten müssen – losgelöst von Personen“, sagt Hotze, wohl wissend, dass entsprechende Spekulationen nicht vermeidbar sind. Zuletzt wurde Ex-Köln-Manager Schmadtke gehandelt, diese Lösung hat aber nach WAZ-Informationen bei VW zu wenig Befürworter. Und Horst Heldt, ebenfalls für den VfL gehandelt, wird bei Hannover 96 bleiben und dort Geschäftsführer werden. Dass fast täglich neue Namen in der Gerüchteküche auftauchen – auch Michael Meeske, Geschäftsführer von Zweitligist 1. FC Nürnberg, war intern schon ein Thema –, macht die aktuelle Aufgabe für Rebbe nicht leichter. Auch darum wünscht sich Hotze schnelle Entscheidungen – nicht unbedingt bei den Namen, aber zumindest in Strukturfragen. Denn „damit können wir auch nicht bis nach Saisonende warten, diese Überlegungen müssen deutlich vorher abgeschlossen sein.“

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