Sandro Wagner traf am Donnerstag gegen Nordirland zum 2:0. Der Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim kann sich Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen. Sandro Wagner traf am Donnerstag gegen Nordirland zum 2:0. Der Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim kann sich Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen. © imago
Sandro Wagner traf am Donnerstag gegen Nordirland zum 2:0. Der Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim kann sich Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen.

Trotz sicherer WM-Qualifikation: Wie gut ist Deutschland wirklich?

Nach der souveränen Qualifikation für die WM stellt sich die T-Frage: Wie steht der Titelverteidiger Deutschland acht Monate vor der Endrunde in Russland im internationalen Vergleich da? 

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Champagner gab es keinen - auch keine Bierdusche.

Nicht mal Jubelgesänge waren aus der deutschen Kabine im Belfaster Windsor-Park zu hören. „Natürlich haben wir uns gefreut“, sagte Thomas Müller. „Aber die ganze große Euphorie ist jetzt nicht ausgebrochen. Außerdem haben wir ja am Sonntag noch ein Spiel.“

Dann geht es für die DFB-Auswahl im letzten Qualifikationsspiel in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan. Auch danach wird es mit Sicherheit keine ausgelassene Party geben. „Aber wir wollen die perfekte Quali schaffen“, kündigte Müller an. Perfekt würde bedeuten: zehn Siege aus zehn Spielen – eine Bilanz, wie es sie noch nie zuvor in der DFB-Historie gab. Erst einmal marschierte eine deutsche Nationalmannschaft ohne Punktverlust zur Weltmeisterschaft: das war 1984, damals mit acht Siegen in acht Partien.

Hier lesen: Das sagten die Spieler nach dem Spiel gegen Nordirland!

Diese makellose Serie und der souveräne Auftritt beim 3:1 gegen die zuvor daheim vier Jahre ungeschlagenen Nordiren, sind der Grund dafür, warum Team-Manager Oliver Bierhoff meinte: „Ich glaube schon, dass die Welt auf uns schaut. Während andere große Nationen auch mal ihre Probleme hatten oder haben, sind wir souverän durch die gesamte Quali gekommen.“

Internationale Pressestimmen: Deutschland schlägt Nordirland

Klinsmann warnt DFB-Team

251 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in Moskau ist die spannendste Frage, wie gut die Truppe von Joachim Löw wirklich ist und wie sie im Vergleich zu den anderen Top-Teams da steht. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte in dieser Woche in einem Interview mit der Sport Bild gewarnt: „Es wird sehr schwer, wieder Weltmeister zu werden. Den gleichen Hunger und Willen bei der darauffolgenden WM zu entwickeln, ist fast unmenschlich – auch wenn die Mannschaft durch einige neue Spieler frisches Blut erhalten hat.“ Löw antwortete darauf: „Da gebe ich dem Jürgen völlig Recht. Wenn man sieht, wie viele tolle Spieler auch andere Nationen haben und wie schwer es ist, diesen Willen und diese Gier so lange hochzuhalten, wird es sehr schwierig. Dessen müssen wir uns bewusst sein und da müssen wir uns auch nichts vormachen.“

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Insgesamt 42 Spieler setzte Löw in der Quali bisher ein, für das vorzeitige Erreichen der Endrunde kassierte jeder 20 000 Euro pro Einsatz. Die Auswahl an Top-Spielern ist wahrscheinlich so hoch wie noch nie – auch in der Breite ist der Weltmeister wohl noch besser besetzt als vor dem Turnier in Brasilien. Allerdings haben sich auch andere Nationen stärker geworden. Allen voran die Franzosen, die mit Kylian Mbappé und Ousmané Dembelé zwei neue Offensiv-Superstars in ihren ohnehin schon top besetzten Reihen haben. Aber auch Spanien und Brasilien sind wieder erstarkt und wollen im nächsten Sommer ein gehöriges Wörtchen um den Titel mitreden.

Deutschland in der Einzelkritik: Die Noten gegen Nordirland

Große Nationen straucheln in der Quali

Die Engländer, ebenfalls mit einer talentierten Truppe vorzeitig qualifiziert, reden sich wieder mal selbst die Hoffnung ein: „Als Pep Guardiola Trainer in Spanien war, wurde Spanien Weltmeister. Als er in Deutschland war, wurde Deutschland Weltmeister – jetzt ist er in England…“, schrieben einige Medien. Allerdings ist das Abschneiden der „Three Lions“ bei den letzten Turnieren hinlänglich bekannt.

Holland, Italien, Argentinien und Portugal müssen den letzten Schritt zur WM erst noch schaffen und möglicherweise durch die gefährlichen Playoffs. Der amtierende Europameister und die Südamerikaner haben aber noch ein Motivations-Ass im Ärmel. Für die Superstars Cristiano Ronaldo (32) und Lionel Messi (30) ist es vermutlich die letzte Gelegenheit, sich erstmals den größten Titel im Weltfußball zu schnappen.

Allerdings dürften sie ebenfalls wissen: Der Weg dorthin führt auch im nächsten Jahr wieder nur über Deutschland.

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