RB Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl ist die Erleichterung nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover deutlich anzusehen.  RB Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl ist die Erleichterung nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover deutlich anzusehen.  © Imago
RB Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl ist die Erleichterung nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover deutlich anzusehen. 

Trotz Spitzenspielen und Rückschlägen: RB Leipzig etabliert sich hinter Bayern

In der Bundesliga entwickelt sich RB Leipzig immer mehr zur Spitzenmannschaft, zeigen die zweiten englischen Wochen dieser Saison. Lehrgeld musste der Vizemeister dafür an anderer Stelle zahlen.

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Leipzig. Aus im DFB-Pokal, Rückschlag im Kampf ums Achtelfinale der Champions League – doch im Fußball-Oberhaus ist RB Leipzig auch in seiner zweiten Saison wieder ganz oben dabei. Denn im Tagesgeschäft der Bundesliga konnte zuletzt nur Rekordmeister Bayern München die Leipziger stoppen. Der Lohn zur Länderspielpause und nach dem 2:1-Sieg der Moral gegen Hannover 96: Zwei Wochen Tabellenplatz zwei und ein paar freie Tage.

Wer hätte das vor diesem Abschnitt der Saison gedacht? Trotz drei Spitzenspielen gegen Dortmund, Bayern und Hannover sowie den mentalen Nackenschlägen dazwischen im Pokal und der Königsklasse arbeitete sich das Hasenhüttl-Team von Platz vier auf Rang zwei der Tabelle. „Es ist schon überragend, was wir in den letzten sechs Spielen in der Bundesliga gespielt haben“, bilanzierte dann auch der RB-Coach, denn fünfmal siegte seine Mannschaft, nur in München nicht.

Deshalb steht das Hasenhüttl-Team in der Bundesliga trotz Mehrfachbelastung so gut da:

Mentalität

In den letzten vier Partien drehten die Leipziger zwei 0:1-Rückstände, in Dortmund und gegen Hannover, noch zu Siegen. „Man sieht, dass manchmal nicht nur 100 Prozent, sondern auch der Wille da sein müssen, um Spiele zu gewinnen. Der war heute von allen da“, sagte Torschütze Timo Werner nach dem Erfolg gegen Hannover. Dabei war die Siegesmoral alles andere als selbstverständlich. 96-Keeper Philipp Tschauner meinte: „Ich glaube man hat gesehen, dass Leipzig ein bisschen Muffensausen hatte.“ RB-Spieler Marcel Sabitzer gab nach den drei Niederlagen im Vorfeld gegen Bayern und Porto zu: „Da stehst du schon unter Druck, aber wir haben uns nicht beeinflussen lassen.“ Lob gab es anschließend auch vom Trainer: „Nach drei mental so schweren Spielen nochmal zurück zu kommen, ist nicht selbstverständlich.“ Mit insgesamt drei gedrehten Rückständen in elf Bundesligaspielen steht sein Team in dieser Statistik übrigens an der Spitze.

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Kader

Sportdirektor Ralf Rangnick hat gut eingekauft. Vor allem Bruma, Augustin und Kampl beleben den Konkurrenzkampf. Doch auch Konrad Laimer und Ibrahima Konate bekommen immer mehr Einsatzzeiten. In den zweiten englischen Wochen der Saison funktionierte die Rotation besser. Die Neuzugänge sind inzwischen so integriert, dass der Trainer guten Gewissens viel wechseln kann. Beim 3:2-Sieg in Dortmund saßen Emil Forsberg und Timo Werner, bester Vorlagengeber der Bundesliga und bester RB-Torschütze der vergangenen Saison, komplett draußen.
Beim Erfolg gegen Hannover brachte Hasenhüttl sechs Neue im Vergleich zum Champions-Legaue-Spiel in Porto und schickte die jüngste Startelf der Bundesliga-Saison auf den Platz. Das im Schnitt 22,8 Jahre junge Team war sogar das jüngste der Leipziger seit dem Aufstieg in die Dritte Liga. Mit Stefan Ilsanker, Willi Orban und Jean-Kevin Augustin fehlten zudem drei Stammkräfte verletzt beziehungsweise gesperrt. Zusätzlich ließ Hasenhüttl seine Stars Forsberg und Naby Keita erst einmal auf der Bank. Der Guineer blieb am Samstag übrigens nicht wegen seiner Führerschein-Affäre draußen, wie der RB-Coach erklärte: „Er hätte auch so nicht von Beginn an gespielt. Das war schon im Training entschieden, da kannte ich die Schlagzeile noch nicht.“

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Variabilität

RB Leipzig erweitert seine Facetten in den Spielen immer mehr. Die Idee am Samstag gegen Hannover: Als der Gegner nach etwa einer Stunde müde wurde, wechselte Hasenhüttl seine Ausnahmespieler Keita und Forsberg ein: „Es war schon so ein bisschen der Plan, in der zweiten Halbzeit Qualität nachzulegen. Gott sei Dank wurden wir diesmal auch belohnt“, erklärte der RB-Coach. In Dortmund setzte Hasenhüttl hingegen auf absolute Offensive, mit Kevin Kampl neben Naby Keita, Bruma und Jean-Kevin Augustin. Mit diesem Mut und viel Power nach vorn fügte RBL dem BVB die erste Heimniederlage in der Bundesliga nach zweieinhalb Jahren zu. Defensiver und gebremster traten die Leipziger eine Woche später gegen den Aufsteiger aus Stuttgart an. Es reichte für einen „dreckigen“ und kräfteschonenden 1:0-Sieg. Der 18-jährige Innenverteidiger Konate durfte erstmals 90 Minuten spielen – die Null stand. Drei Siege, drei unterschiedliche Herangehensweisen.

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) Hannover 96 Hannover 96 (Herren) RB Leipzig-Hannover 96 (04/11/2017 15:30) Fussball Bundesliga

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