06. Februar 2018 / 00:00 Uhr

Trotz Testspiel-Erfolgs sind Probleme offensichtlich

Trotz Testspiel-Erfolgs sind Probleme offensichtlich

Detlef Spiller
Lieferten sich viele gute Zweikämpfe: FCU-Spieler Krzysztof Hus (l.) und Prohns Malte Schumann.
Lieferten sich viele gute Zweikämpfe: FCU-Spieler Krzysztof Hus (l.) und Prohns Malte Schumann. © Detlef Spiller
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FC Insel Usedom besiegt Prohn mit 5:2 / Chancenverwertung bleibt Manko

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Nach dem starken Auftritt beim polnischen Fünftligisten Flota Swinemünde (0:1) folgte für den FC Insel Usedom (Vierter der Landesklasse II) der nächste Test gegen den SV Prohner Wiek (Platz 15 in der Landesklasse I). Gespielt wurde auf dem Ahlbecker Kunstrasenplatz.

Der 5:2-Erfolg fiel eher zu niedrig aus, angesichts der hohen Überlegenheit der Inselmannschaft. Doch für Roman Maaßen, der statt des Cheftrainers Hagen Reeck (Urlaub) das Sagen hatte, war das Resultat zweitrangig: „Ich habe trotz des Fehlens zahlreicher Stammspieler viele gute spielerische Ansätze gesehen“, konstatierte er. „Es gab aber aufstellungsbedingt auch einigen Leerlauf in bestimmten Situationen“, fügte der Ex-Berliner hinzu.

Angetan war Maaßen von der Leistung seiner „Doppel-Sechs“ – Krzysztof Hus und Pawel Wozny. „Pawel war der beste Mann auf dem Platz“, lobte der Bansiner Coach. Aber auch Hus war von den Gästen kaum zu stellen Der Pole schoss zwei Tore, vergab danach jedoch noch etliche weitere Möglichkeiten.

„Ein super Spieler“, bemerkte Prohns Trainer Robin Baarhs, der recht beeindruckt vom Auftritt des FCU war. Die Prohner (bei Stralsund) hatten noch mehr Probleme mit dem harten und glatten Kunstrasen als der Gastgeber. In einem sehr fairen Spiel mussten sie jedoch drei verletzte Spieler tauschen.

Der FCU wollte die von Reeck geforderte „Feinjustierung“ fortsetzen, doch dafür fehlten zu viele Stammkräfte. Mit dem 47-jährigen Torjäger Steffen Benthin, der seine erste Chance prompt nutzte, Christian Gassner und Andreas Bartl, füllten die Bansiner den dezimierten Kader mit gestandenen Kreisligaspielern auf.

"Der Aufstieg muss unser Ziel bleiben." (Paul Zerbe, FC Insel Usedom)

Die Spielphilosophie, viel Ballbesitz, oder aus der Konterstellung überfallartig anzugreifen, war jedoch nicht zu übersehen. „Dass unser Training intensiver wurde, auch eine bessere Kommunikation untereinander herrscht, macht sich bemerkbar“, äußert sich Wozny lobend über das Trainerduo. Dem schloss sich Offensivspieler Paul Zerbe an: „Wir setzen die Vorgaben immer besser um. Wir sind auf einem guten Weg. Der Aufstieg muss unser Ziel bleiben.“

Keine Viertelstunde war vergangen, da deuteten die drei Treffer auf ein Torfestival hin. Die Usedomer bestimmten das Spiel, doch Hus (Latte und Nachschuss) vergab eine Doppelchance (17.).

Anschließend stellte sich Prohn besser auf die Verhältnisse und den Gegner ein. Es entwickelte sich viel Mittelfeldgeplänkel. Steilpässe erwiesen sich als untauglich auf diesem Platz.

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Maaßen stellte nach der Pause auf Dreierkette um. Hus, Bartel und Karaman hatten Pech im Abschluss, ehe Kwiatkowski einen krassen Torwartpatzer bestrafte. Das „Vollenden“ blieb weiterhin ein Problem für den Klub. Phasenweise wirkten die Angriffe wie ein „Katz und Maus“-Spiel, statt den konsequenten Zug zum Tor zu suchen. Die sympathischen Prohner, die am Vormittag schon hart trainiert hatten, bewiesen auch in Unterzahl hohe Moral. Nach einem sehenswerten Distanzschuss (76.) wurden sie mit einem zweiten Tor belohnt.

„Das Spiel wird nicht überbewertet. Einige Akteure bekamen die Möglichkeit, sich zu empfehlen. In Pflichtspielen wird so eine mangelnde Chancenverwertung bestraft. Wichtig war aber auch, dass sich keiner unserer Spieler verletzte“, war Maaßen mit seinem Team ansonsten zufrieden.

FCU: Fica – Gassner (46. Bartl), Schmidt, Bahr, Kwiatkowski – Wozny, Hus – Karaman, Zerbe, Liebmann – Benthin.

Tore: 1:0 Hus (5.), 1:1 Schabacker (9.), 2:1 Benthin (13.), 3:1 Hus (23.), 4:1, 5:1 Kwiatkowski (70./78.), 5:2 Henke (89.).

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