04. Juli 2018 / 14:04 Uhr

TSV 1860 Stralsund: Fünf Spieler verlassen den Verein

TSV 1860 Stralsund: Fünf Spieler verlassen den Verein

Wenke Büssow-Krämer
Kapitän Philipp Lorenz geht beim TSV 1860 Stralsund von Bord.
Kapitän Philipp Lorenz geht beim TSV 1860 Stralsund von Bord. © Wenke Büssow-Krämer
Anzeige

Unter anderem kehrt Kapitän Philipp Lorenz dem Team den Rücken.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Der TSV 1860 Stralsund muss nicht nur sein Trainergespann (Karsten Dabergott/Uwe Kutz) ersetzen, auch einige Spieler kehren dem neuen Team den Rücken. Philipp Lorenz nahm nach dem Testspiel gegen den FC Hansa (0:7) zum letzten Mal die Kapitänsbinde ab. Er wird das Team verlassen. „Mit Frau und kleiner Tochter und dreimal pro Woche Training wird der Aufwand für mich einfach zu groß. Ich werde künftig mehr Zeit mit der Familie verbringen“, erklärte der 29-Jährige.

Schon in der Jugendzeit war er für den FC Pommern am Ball. „Ich hatte hier jahrelang eine schöne Zeit. Das Spiel war ein toller Abschluss. Ich wünsche dem Team weiterhin viel Erfolg und hoffe auf mehr Punkte in der kommenden Saison.“ Für ihn wird der Fußball vorerst keine Rolle mehr spielen. „Aber wer weiß, vielleicht juckt es ja später noch mal in den Füßen“, lässt sich Lorenz eine Rückkehr offen.

Auch Torwart Marcel Nierstenhöfer, der in Greifswald lebt und arbeitet, wird künftig nicht mehr für Pommern auf dem Platz stehen. „Es wurde zeitlich immer anstrengender neben dem Job. Auch die Entwicklung war enttäuschend. Eine Trainingsbeteiligung von sechs, sieben Leuten stelle ich mir nicht unter einem Mannschaftssport vor“, begründet der Keeper seine Entscheidung. Der Schlussmann hat noch keine neue Fußballverpflichtung. „Es war hier eine gute Truppe. Mit mehr Ehrgeiz so mancher Spieler kann man nächstes Jahr besser dastehen.“ Die Fusion zum TSV 1860 sieht Nierstenhöfer positiv. „Das hat auch woanders schon gut geklappt. Auf diese Weise könnte das fußballerische Niveau in Stralsund angehoben werden“, hofft Nierstenhöfer.

Mehr zur Verbandsliga

Neben dem Kapitän und dem Torhüter verlassen auch Benny Metzentin, Felix Klein und Hendrik Schulenberg die Hanseaten. Metzentin, der als Fünfjähriger zu Pommern kam, steht der Fusion skeptisch gegenüber. Er hat sich daher gegen den TSV 1860 entschieden. „Ich denke, wir hätten es auch weiterhin als FC Pommern geschafft“, ist sich der 23-Jährige sicher und gibt die sportliche Situation als weiteren Grund für seinen Abgang an: „Es war nicht einfach die vergangenen vier Jahre. Die ständigen Abstiegskämpfe zerren an der Substanz. Ich werde mir die sportliche Entwicklung erst mal von außen anschauen.“ Eine neue fußballerische Heimat hat er aber noch nicht fest im Blick.

Klein kehrt nach abgeschlossenem BWL-Studium zurück in seine Heimatstadt Hamburg. „Es war toll, hier Erfahrungen zu sammeln. Auch wenn es sportlich nicht immer geklappt hat, nehme ich schöne Erinnerungen mit. Für den nächsten Abschnitt wünsche ich dem Verein alles Gute und viel Erfolg“, sagt der 21-Jährige.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt