29. Juni 2018 / 10:51 Uhr

TSV Eintracht Bückeberge steigt nun doch auf

TSV Eintracht Bückeberge steigt nun doch auf

Uwe Kläfker
TSV Eintracht Bückeberge
Im Wendthäger Mühlenbachstadion geht es nach oben, der TSV Eintracht Bückeberge kehrt in die 1. Kreisklasse zurück. © uk
Anzeige

Schaumburger Sportgericht hebt Beschluss des Spielausschusses auf

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Die Hängepartie um Auf- oder Abstieg ist in die nächste Runde gegangen: Das Sportgericht des Fußballkreises Schaumburg hat den Beschluss des  Spielausschusses aufgehoben und den TSV Eintracht Bückeberge zum Aufsteiger in die 1. Kreisklasse gemacht. Im Umkehrschluss heißt das für die TuSG Wiedensahl, doch den Gang in die 2. Kreisklasse antreten zu müssen.

Zur Erklärung

Durch den Zusammenschluss der SG Liekwegen-Sülbeck mit dem TuS Südhorsten war es zur unklaren Rechtslage gekommen (wir berichteten). Da beide Mannschaften bislang in der 1. Kreisklasse angesiedelt waren, war der Spielausschuss in seiner Auslegung der Paragrafen 34 und 18 der NFV-Spielordnung davon ausgegangen, dass die neue Spielgemeinschaft zwei Mannschaften für die 1. Kreisklasse gemeldet hat. Das ist laut Spielordnung nicht zulässig. Die Zweitvertretung wurde auf das Abstiegskontingent angerechnet und zum zweiten Absteiger in der 1. Kreisklasse. Dadurch entgingen die Wiedensahler als Vorletzter dem Regelabstieg. Dem TSV Eintracht Bückeberge als Tabellenviertem der 2. Kreisklasse wurde der Aufstieg verwehrt.

Nun also die Wende: „Wir haben dem Einspruch des TSV Eintracht Bückeberge stattgegeben und die Entscheidung des Spielausschusses verworfen“, sagt Volker Müller, Vorsitzender des Gremiums, das den Vorgang schriftlich verhandelt hat. „Nach unserer Meinung greift der Paragraf 34 (4) d der NFVSpielordnung nicht, da kein Rückzug der neuen SG stattgefunden hat“, erklärt Müller und fügt an: „Das Problem ist, dass so etwas nicht hundertprozentig geregelt ist.“ Man habe lange diskutiert und sich die Entscheidung nicht einfach gemacht, so der Vorsitzende, der die betroffenen Vereine in einer Kurzversion vorab über das Urteil informiert hat. „Das schriftliche Urteil soll bis zum Wochenende folgen“, so der Obernkirchner.

Der Kreis wusste doch Bescheid, jetzt wird wieder alles umgeworfen. Das kann doch nicht sein.

Sven Sölter, Spartenleiter TuSG Wiedensahl

Bei der TuSG Wiedensahl ist man natürlich alles andere als begeistert. „Das ist alles ein bisschen komisch“, erklärt Spartenleiter Sven Sölter. Er plane den Gang vor die nächste Instanz – das Bezirkssportgericht –, wolle aber erst das schriftliche Urteil abwarten: „Wir werden aber alles ausschöpfen.“ Die TuSG war nach  Signalen des Fußballkreises davon ausgegangen, in der 1. Kreisklasse zu bleiben. „Der Kreis wusste doch Bescheid, jetzt wird wieder alles umgeworfen. Das kann doch nicht sein.“ Vor allem die Planung für die neue Serie ist schwierig, weil potenzielle Neuzugänge naturgemäß wissen wollen, in welcher Klasse  gespielt wird. „Natürlich sind wir sportlich abgestiegen, das ist keine Frage“, gibt Sölter zu. Aber man befände sich jetzt auch aus zeitlichen Gründen in einer prekären Situation, „vielleicht ist es besser, wenn die Eintracht und wir in der 1. Kreisklasse spielen dürfen.“ In der vergangenen Saison waren nach dem frühen  Rückzug des VfL Bückeburg III in der 1. Kreisklasse 15 Teams am Start, „warum nicht jetzt 17?“, fragt sich Sölter.

Wir sehen uns jetzt in der 1. Kreisklasse.

Thomas Serinek, Spartenleiter TSV Eintracht Bückeberge

„Wir sehen uns jetzt in der 1. Kreisklasse“, erklärt Thomas Serinek als Spartenleiter des TSV Eintracht Bückeberge. Man habe mit dem Urteil gerechnet, müsse nun aber wieder abwarten. Der Vorgang hatte sich lange hingezogen, was die Saisonplanung erschwert hat, „ich mache den Gremien im Kreis oder der TuSG aber keinen Vorwurf“, so Serinek: „Man versucht als Verein halt immer alles.“ Im Wendthäger Mühlenbachstadion geht es also wieder aufwärts, zumindest vorerst.

Mehr zur Aufstiegs-Diskussion

Frank Fahlbusch als Vorsitzender des Spielausschusses kann mit der Kritik aus Wiedensahl nichts anfangen. „Jeder Verein hat seine Meldungen zu machen. Und wenn dann so eine Situation auftritt, muss der Spielausschuss damit umgehen. Das haben wir getan.“

Fahlbusch ist dabei, den Spielplan für die neue Saison zu erstellen. „Ich kann jetzt nicht darauf warten, ob es einen erneuten Einspruch gibt. Die Zeit drängt, es ist keine Luft mehr.“ In der Erstellung des Planes halte er sich an die Vorgaben des Schaumburger Sportgerichtes.

So sieht die 1. Kreisklasse nach dem Urteil des Schaumburger Sportgerichts aus

  1. TSV Ahnsen
  2. SG Riehe-Bad Nenndorf
  3. TuS SW Enzen II (N)
  4. VfR Evesen II
  5. TSV Hagenburg II
  6. FC Hevesen II (N)
  7. SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten
  8. TuS Jahn Lindhorst
  9. TuS Niedernwöhren II
  10. SV Obernkirchen II
  11. MTV Rehren A.R. II
  12. SC Rinteln II
  13. SG Rodenberg
  14. SC Stadthagen (A)
  15. ETSV Haste (N)
  16. TSV Eintracht Bückeberge (N)
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt