11. September 2018 / 17:12 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf: Carlos Ortega adelt „Joker“ Brozovic

TSV Hannover-Burgdorf: Carlos Ortega adelt „Joker“ Brozovic

Simon Lange
Recken-Coach Carlos Ortega lobte das Gemüt sowie die professionelle Einstellung seines Kreisläufers Ilija Brozovic.
Recken-Coach Carlos Ortega lobte das Gemüt sowie die professionelle Einstellung seines Kreisläufers Ilija Brozovic. © Jürgen Augst
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Recken-Coach Carlos Ortega lobt seinen Kreisläufer Ilija Brozovic in den höchsten Tönen. Der Kroate, der seit neuestem erster Strafwurf-Schütze ist, sei ein Spieler, den sich ein Trainer wünscht.

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Trainer Carlos Ortega fragte ihn knapp, Ilija Brozovic nickte, stand auf und ging Richtung Siebenmeterlinie. Der Kroate saß eigentlich seit zehn Minuten auf der Bank, Ortega hatte den überragenden Recken zeitig aus dem Spiel genommen und ihm Ruhe gegönnt. Jetzt, in der letzten Sekunde, beim Stand von 30:25 gegen Minden schickte er ihn extra wegen eines Siebenmeters noch einmal zurück aufs Feld, obwohl mit Lars Lehnhoff ein Schütze noch warm auf der Platte stand und den Ball in der Hand hatte. Die Aktion missglückte, Brozovic verwarf. Ausgerechnet.

Es ändert jedoch nichts an der neuen Strafwurf-Hackordnung bei den Recken. Brozovic ist die neue Nummer 1 an der Linie. Ungewöhnlich für einen Kreis-Koloss. Üblicherweise übernehmen den Spezial-Job die Au­ßen. Bei den Recken also Timo Kastening und Lars Lehnhoff. Die beiden verballerten allerdings in den ersten drei Spielen häufig. Zu häufig aus Sicht des Trainers. Die Zahlen lügen nicht – sieben von 14 Versuchen gingen nicht rein. Eine miese Quote. Brozovic durfte schon gegen Göppingen einmal ran (und traf), weil Lehnhoff (2/4) und Kastening (0/1) nicht zuverlässig eingenetzt hatten.

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Brozovic setzt sich im Wurf-Wettbewerb durch

Ortega führte spontan einen Wurf-Wettbewerb im Training ein. „Wir wollten eine Drucksituation schaffen“, erklärt der Spanier, „wer gewinnt, darf mit den Siebenmetern im Spiel beginnen.“ Die gängige Praxis-Regel: Verwirft ein Spieler, ist beim nächsten Mal ein anderer dran.

Neben ein paar anderen nahmen natürlich auch Lehnhoff und Kastening am Wettbewerb teil – doch Brozovic gewann. „Er wirft im Training schon seit einem Jahr mit den Siebenmeterschützen“, verrät Sven-Sören Christo­phersen, der Sportliche Leiter der Recken. „Wir brauchten einen Spieler, der sich zeigt und sagt: Trainer, hier bin ich. Ich stehe zur Verfügung. Einer, der Verantwortung übernimmt“, erklärt Ortega. In Brozovic will er ihn gefunden haben. Am Donnerstag in Berlin (19 Uhr) kann der 27-Jährige sich erneut beweisen.

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​"Er ist immer gut drauf und top-motiviert. Er ist der Spieler, den sich ein Trainer wünscht.“

Der kroatische Nationalspieler war letzten Sommer aus Kiel gekommen. Er schlug sofort ein, aus dem Abwehrzentrum ist er nicht mehr wegzudenken. Und auch in der Offensive ist er immer anspielbar. Bei der 26:27-Niederlage in Göppingen war Brozovic bester Mann und glänzte mit sechs Toren bei sechs Wurfversuchen – inklusive des Siebenmeters. Auch gegen Minden netzte er fünfmal ein – zweimal per Strafwurf. Wenn man ihn nach seiner Leistung fragt, winkt er fast schüchtern ab, vergisst aber nicht zu erwähnen, dass er vergangene Saison auch schon gut gespielt habe. Stimmt.

„Er ist unser Joker, besonders in der Defensive“, adelt Ortega ihn, „in der Abwehr kann er im Innenblock und auf den Halbpositionen spielen. Er ist immer gut drauf und top-motiviert. Er ist der Spieler, den sich ein Trainer wünscht.“ Er habe einen guten Lauf, bekäme viele Bälle, sagt Brozovic, betont aber: „Scheißegal, wie viele Tore ich werfe, Hauptsache, wir gewinnen.“

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