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Zwei Gesichter der Recken: Mit Hang zum Last-Minute-Drama 

Carsten Schmidt
Ilija Brozovic und Mait Patrail hadern mit der Niederlage nach spannendem Schlussspurt gegen Göppingen.  © imago/Eibner

Christian Ugalde trifft die Latte und die Niederlage ist perfekt. Gegen Frisch Auf Göppingen konnten die Recken nichts Zählbares mitnehmen. Was der Zuschauer aus dem Auftakt aber mitnehmen kann: das Ortega-Team mag es nervenaufreibend. 

Der Blick zurück macht Mut. Mait Pa­trail saß vor dem Duell der TSV Hannover-Burgdorf mit GWD Minden (Sonntag, 13.30 Uhr, Swiss-Life-Hall) am Pressekonferenz-Tisch des Handball-Bundesligisten – als Glücksbringer?

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Recken-Stil: Hochspannende Schlussphasen

Patrail und Minden – da gab es vor neun Monaten die Energieleistung des Esten mit einem direkt verwandelten Freiwurf zum 29:29-Endstand bei den Ostwestfalen in letzter Sekunde. Und die Schlussphasen haben es auch jetzt in sich: Die Recken hatten in drei Punktspielen dieser Saison schon zweimal die Möglichkeit, ein Spiel zu drehen. Vor zwölf Tagen in Gummersbach (26:25) klappte es dank Rechtsaußen Timo Kastening. Am Mittwoch bei Frisch Auf Göppingen (26:27) dagegen traf Linksaußen Cristian Ugalde nur die Latte.

„So ist Sport“, sagte Pa­trail trocken zum Drama in Württemberg. Er trauerte wie auch Trainer Carlos Ortega den verpassten Zählern nicht nach – wohlwissend, dass unmittelbar vor Ugaldes Pech Göppingens Marcel Schiller freistehend vor TSV-Torwart Urban Lesjak das entscheidende 28:26 verpasst hatte.

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Zwei Recken-Gesichter - Ortega platzt

Patrail thematisierte vielmehr die beiden Recken-Gesichter, die Fans und Experten bisher in jeder Partie erlebten. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht richtig bewegt und hatten da­durch Schwächen in der Ab­wehr“, sagte der 30-jährige Rückraumspieler, „nach dem Wechsel haben wir das besser in den Griff bekommen.“ Patrail gab auch zu, dass Ortega in der Halbzeit eine „etwas lautere Ansprache“ gehalten habe. „Wir sind dann wach geworden“, sagte der Este.

Die Recken fahren auch in dieser Saison Berg-und-Tal-Bahn während der 60 Minuten Spielzeit. Dem Last-Minute-Sieg in Gummersbach folgte ein 29:26 über den Bergischen HC im ersten Heimspiel – dabei gab es die Zwischenstände 9:5, 11:12, 16:13 und 26:19. So viele Zwischenspurts, aber auch Tempopausen pflegen selbst die ausgebufftesten Lauf-Taktiker nicht einzulegen.

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Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf (27:26): Enttäuschung bei den Recken

Cristian Ugalde ( TSV Hannover-Burgdorf ) kann es nicht glauben. Göppingen jubelt unbändig.  © imago/Eibner
Recken-Keeper Martin Ziemer ist sichtlich geknickt.  © imago/Eibner
Ilija Brozovic und Mait Patrail sind konsterniert. Die Spiel hat gerade im Endspurt viel Ernegie gekostet.  © imago/Eibner
Recken-Co-Trainer Iker Romero Göppingens Coach Hartmut diskutieren. Carlos Ortega mit einer ratlosen Geste.  © imago/Eibner
Cristian Ugalde (TSV Hannover-Burgdorf) und Kollegen nach der Niederlage.  © imago/Eibner

"Wir haben uns drei technische Fehler und einen Wurf in den Himmel geleistet"

In Göppingen verschlief die TSV zur Abwechslung den Start. „Wir haben uns drei technische Fehler und einen Wurf in den Himmel geleistet“, sagte Ortega. Die Folge: 0:4 nach fünf Minuten, 13:18 zur Halbzeit und 18:24 eine Viertelstunde vor Schluss. Doch dann ging Ortega aufs Ganze und nahm bei eigenen Angriffen den Torwart zu­gunsten eines siebten Feldspielers heraus – die Recken glichen zum 24:24 aus. „Wir haben gekämpft“, sagte Pa­trail. Das ist derzeit das größte Pfund, mit dem die Recken wuchern können.

Trotz Belastung - Ortega mahnt und fordert

So veranlasst Ortega auch die aktuelle Verfassung seines Teams zu Warnungen: „Minden hat eine stabile 6:0-Deckung und gute Schützen aus dem Rückraum“, sagte der Spanier. Die Vorbereitung auf die Partie beginnt heute, gestern gab es frei für die Profis, die erst um fünf Uhr nach Hause zurückgekehrt waren. Doch die Belastung der englischen Woche lässt Ortega ebenso wenig als Entschuldigung gelten wie das Fehlen von Kapitän Kai Häfner (Bauchmuskelprobleme), dessen Comeback auch am Sonntag wohl ausbleibt: „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagte der Spanier.

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Zu Gast beim Maskottchen der Recken

Zu Gast beim Maskottchen der Recken © Katrin Kutter
Zu Gast beim Maskottchen der Recken © Katrin Kutter
Zu Gast beim Maskottchen der Recken © Katrin Kutter
Zu Gast beim Maskottchen der Recken © Katrin Kutter
Zu Gast beim Maskottchen der Recken © Katrin Kutter
Zu Gast beim Maskottchen der Recken
Dennis Lichtenberg ist nicht nur privat ein riesiger Recken-Fan, er hat sich auch einen Traum erfuellt. Seit anderthalb Jahren begeistert er die Fans als Maskottchen Hektor. Ein Hausbesuch. © Katrin Kutter
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