05. Juni 2018 / 16:16 Uhr

Nach Rekord-Saison: So geht es weiter für die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf

Nach Rekord-Saison: So geht es weiter für die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf

Simon Lange
Nach oben, nach links? Die Richtung der TSV Hannover-Burgdorf zur neuen Saison ist noch nicht ganz klar.
Nach oben, nach links? Die Richtung der TSV Hannover-Burgdorf zur neuen Saison ist noch nicht ganz klar. © imago/Eibner
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In der besten Saison aller Zeiten sammeln die Recken Bestmarken. Mit Casper Mortensen wird der erfolgreichste Torjäger der Bundesliga die TSV Hannover-Burgdorf verlassen - auch Manager Chatton hört auf. Wer kommt, wer geht? Wann geht es wieder los? Der Recken-Fahrplan für die neue Saison.

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Rekord-Heimbilanz, Rekord-Punkteausbeute, beste Platzierung seit 2013, Vize-Pokalsieger, EHF-Cup-Qualifikation, obendrein den besten Torschützen der Liga – diese Recken-Saison geht in die Geschichte ein. Wir blicken zurück und schauen voraus.

Die Heimstärke: Der Umzug in die Tui-Arena hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hannover ist zu Hause eine Macht. Auch die alte Spielstätte Swiss-Life-Hall wurde noch genutzt. Fünf Partien fanden dort statt. Die Recken stellten mit 31:3 Punkten aus 17 Heimspielen (13 davon in der Tui-Arena) einen Heimrekord auf. Nur gegen die Rhein-Neckar Löwen gab’s eine Pleite. Insgesamt kamen 90 774 Zuschauer, im Schnitt mehr als 5300 pro Partie – auch das ist eine Bestmarke. In der kommenden Saison soll die Aufteilung bleiben: 13 Spiele in der Tui-Arena, fünf in der Swiss-Life-Hall.

Die Gesamtbilanz: Einzug ins Final Four, Vize-Pokalsieger, Platz sechs in der Liga, EHF-Cup-Teilnahme, zwischendurch sogar einige Zeit auf Platz eins und auf Champions-League-Kurs – die Saison war bis auf eine Schwächephase zu Frühjahrsbeginn für die Recken nach der fürchterlichen Rückrunde der vergangenen Spielzeit ein einziger Traum. 47:21 Punkte bedeuten am Ende die beste Punkteausbeute seit dem Bundesliga-Aufstieg 2009. Einen Zähler besser als 2013, als sich die Recken erstmals für den EHF-Pokal qualifizieren konnten.

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Der Ballerkönig: 230 Tore, davon 98 per Siebenmeter – Casper Mortensen sicherte sich die Torjägerkrone der Liga knapp vor Melsungens Julius Kühn (224). Ohne seine 14 Tore am letzten Spieltag gegen Gummersbach hätte es für Linksaußen Mortensen fast nicht gereicht.

Der Kader: Mortensen wechselt zum FC Barcelona. Die Katalanen mussten 100 000 Euro Ablöse zahlen, um den Dänen aus dem langfristigen Vertrag zu kaufen. Als Ersatz kommt der Spanier Cristian Ugalde vom ungarischen Top-Club Vesz­prem. Er kennt Trainer Carlos Ortega bestens aus der Vergangenheit (Veszprem und Barcelona). Torwart Malte Semisch wechselt zum Liga-Konkurrenten Füchse Berlin, für ihn kommt der Slowene Urban Lesjak aus Celje. Für den rechten Rückraumspieler Runar Karason (nach Esbjerg) kommt der Slowene Nejc Cehte aus Velenje. Auch Kreislauftalent Dominik Kalafut verlässt den Verein. Abwehrchef Sven-Sören Christophersen beendet seine Karriere und wechselt ins Management der Recken. Er muss nun Ersatz für sich selber suchen.

Das Management: Völlig überraschend beendet Geschäftsführer Benjamin Chatton Ende des Monats sein langjähriges Engagement vorzeitig bei den Recken. Auch als Manager der Tui-Arena hört er auf. Seit einem Jahr hatte er die zwei Jobs gehabt – am Ende rieb er sich daran auf. Als Ersatz installieren die Recken eine Doppelspitze: Ex-Spieler Christophersen wird Sportlicher Leiter, der bisherige Marketingchef Eike Korsen wird nun neuer Geschäftsführer.

Die Reaktionen zum Chatton-Abgang

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Der Trainingsstart: Chefcoach Carlos Ortega bittet seine Spieler am 12. Juli zum Trainingsauftakt.

Der Saisonstart: Laut Rahmenplan der HBL für die Spielzeit 2018/19 ist für den 23. und 26. August der erste Spieltag angesetzt. Ein Wochenende zuvor (18. und 19. August) wird die erste Runde des DHB-Pokals ausgetragen.

Der Europapokal: Die Recken haben sich als Vize-Pokalsieger für den EHF-Cup qualifiziert. Sieger Mannheim startet als Vize-Meister in der Champions League. Als deutscher Club sind die Recken gesetzt, sie steigen wohl erst im November in der dritten Quali-Runde zur Gruppenphase ein.

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