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TSV Hannover-Burgdorf spielt wieder in der Swiss-Life-Hall - zumindest am Sonntag

Carsten Schmidt
Recken-Fans jubeln der Swiss-Life Hall © Sielski-Press

Es wird weiterhin Erstliga-Handball in der Swiss-Life-Hall zu sehen sein. Vier der 17 Heimspiele werden im einstigen Wohnzimmer der Recken ausgetragen - so auch am Sonntag gegen den Bergischen HC.

Der Heimstart am Sonntag führt die Handball-Recken zurück zu ihren Wurzeln. Um 16 Uhr wird die Bundesliga-Partie gegen den Bergischen HC angepfiffen – in der Swiss-Life-Hall. Dort begann vor gut einem Jahrzehnt der Aufschwung des damaligen Zweitligisten TSV Hannover-Burgdorf.

​Zwei Spielstätten wegen Terminplan notwendig

„Viele unserer Fans haben diese Halle liebgewonnen“, sagt auch Eike Korsen, der Recken-Geschäftsführer, und spielt damit auf die At­mosphäre in dem 1964 in Betrieb genommenen engen Bauwerk mit Tribünen an nur zwei Seiten an. Die lautstarke Unterstützung in der Arena im Sportpark hat mitgeholfen, den Ruf der „Recken-Festung“ zu begründen.

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Die zweite Heimspielstätte der Recken: Tui-Arena. ©Flo Petrow

Nostalgie spielt nicht die Hauptrolle, dass die TSV-Handballer auch nach der Orientierung in Richtung Tui-Arena – dort ist auch die Geschäftsstelle angesiedelt – der Swiss-Life-Hall treu bleiben. Vier von 17 Erstligaheimspielen werden auch in der aktuellen Spielzeit in der einstigen Stadionsporthalle ausgetragen, die 4100 Besucher fasst.

„Es nicht immer einfach, jeden Termin des Rahmenspielplans in nur einem Spielort freizuschaufeln“, sagte Korsen. Sowohl die Tui-Arena auf dem früheren Messegelände als auch die Swiss-Life-Hall sind für zahlreiche andere Veranstaltungen wie Konzerte, Shows oder Messen gebucht, teilweise Monate im Voraus. Der Recken-Spielplan erweitert sich aber in dieser Saison um weitere Begegnungen im EHF-Pokal, für den sich die Hannoveraner zum zweiten Mal in ihrer Clubgeschichte qualifizieren konnten. Daher ist es für den Verein notwendig, auf einen zweiten Spielort zurückgreifen zu können.

Mehr zu den Recken

Fest vergeben in die Swiss-Life-Hall ist auch das Recken-Heimspiel in der Bundesliga gegen GWD Minden (9. September, 13.30 Uhr). Die übrigen sechs Partien in Hannover bis zum Jahreswechsel finden in der Tui-Arena mit einem Fassungsvermögen von 10 000 Besuchern statt – das ist eine sinnvolle Aufteilung, weil der Ticketverkauf den zweitgrößten Haushaltsposten bei den Recken ausmacht.

​Zuschauer-Schnitt gestiegen

Den Schritt in die Multifunktionshalle auf dem früheren Expo-Gelände sieht Korsen durch Zahlen bestätigt: „Wir haben unseren Schnitt trotz neuer Spieltage und Anwurfzeiten sogar leicht steigern können, da­rauf dürfen wir stolz sein“, sagte er.

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Bilder vom Handballspiel der 1. Bundesliga zwischen dem VfL Gummersbach und der TSV Hannover-Burgdorf

Hannovers Morten Olsen versucht abzuschließen, wird aber heftig von einem Gummersbacher attackiert. © Jürgen Augst
Carlos Ortega, Trainer der TSV Hannover-Burgdorf, blickt nicht gerade zufrieden drein. © Jürgen Augst
Ilja Brozovic, Kreisläufer der TSV Hannover-Burgdorf, sucht den Abschluss. © Jürgen Augst
Kaum ein Durchkommen: Hannovers Morten Olsen passt den Ball weiter. © Jürgen Augst
Er ist der Matchwinner: Timo Kastening lässt die Recken jubeln. © Jürgen Augst
Freudentänzchen nach dem Siegtreffer in letzter Sekunde bei der TSV Hannover-Burgdorf. © Jürgen Augst

Das finanzielle Fundament der TSV-Handballer (Etat: geschätzte fünf bis sechs Millionen Euro, genaue Zahlen geben die Recken traditionell nicht preis) ist solide: „Wir haben eine sehr hohe Quote von treuen Partnern. In Zahlen reden wir von einem Netzwerk aus etwa 200 Partnern und circa 250 Kleinsponsoren“, sagte Korsen.

Um sich der Bundesliga-Spitzengruppe weiter zu nähern, brauchen die Recken weitere größere Unterstützer, ergänzte der Geschäftsführer. „Wir arbeiten intensiv daran, die Recken dafür als Begegnungs-, Werbe- und Marketingplattform weiterzuentwickeln“, sagte er.

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