13. März 2018 / 16:05 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf: Timo Kastening wird mehr und mehr zum X-Faktor

TSV Hannover-Burgdorf: Timo Kastening wird mehr und mehr zum X-Faktor

Carsten Bergmann
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Timo Kastening machte gegen Lübbecke ein starkes Spiel.
Timo Kastening machte gegen Lübbecke ein starkes Spiel. © Sielski (Archiv)
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Ein Handballfest ist der 28:26-Arbeitssieg der Handball-Recken gegen Kellerkind Lübbecke wahrlich nicht gewesen. Und doch brachte die Partie Trainer Carlos Ortega wichtige Erkenntnisse. Timo Kastening zeigte sich in der TUI-Arena besonders stark.

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Leistungsträger Morten Olsen wurde komplett ge­schont, Toptorschütze Casper Mortensen bekam nur wenige Spielminuten. Dafür auf der Platte: der Langzeitverletzte Pavel Atman. Dazu bekamen Fabian Böhm und Mait Patrail mehr Zeit, und auch Außenflitzer Timo Kastening nutzte die Bühne der Tui-Arena, um sich mehr und mehr aus dem Schatten Torge Johannsens zu lösen. Bärenstark von der Siebenmeter-Linie, konsequent im Ab­schluss und mit seinem Tor zum 28:26-Endstand der Matchwinner.

Auf 50 Tore bringt es der Rechtsaußen und steht im internen Team-Ranking auf Rang sechs. „Es gibt Selbstvertrauen, das entscheidende Tor geworfen zu haben. Das freut mich sehr“, sagt der 22-Jährige bescheiden, der bereits seit 2008 das Recken-Trikot trägt. Kastening ist kein Mann der großen Worte. Das hannoversche Eigengewächs beweist lieber auf dem Feld seine absolute Bundesliga-Klasse und wird so auch für Carlos Ortega immer häufiger zum X-Faktor. Der spanische Trainer kann sich auf seinen Rechtsaußen absolut verlassen, auf seine Nervenstärke und auf seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

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Recken auf Europa-Kurs

„Es ist eine Freude, Timo spielen zu sehen. Talent ha­ben viele, Ehrgeiz auch“, sagt Recken-Manager Benjamin Chatton, der Kastening von Dienstantritt von vor rund sieben Jahren eng begleitet hat: „Diese Fokussiertheit und dieser Realismus: Was kann ich? Was kann ich noch nicht? Das haben nur sehr wenige. Timo hat das alles.“

Kastening bewahrt Bodenhaftung im Recken-Höhenflug mit aktuell Platz vier in der Liga und dem Final-Four-Halbfinalticket im Kampf um den DHB-Pokal. Hannover steht direkt vor den Toren Europas. „Es geht immer mehr. Auch in diesem Spiel hätte ich mich mehr einbringen können, besser hinterherlaufen können. Ich gehe zufrieden nach Hause, ja“, sagt er, „ich weiß aber auch, was ich besser machen muss.“

Erstaunliche Worte eines 22-Jährigen, der mit seinen sechs Toren und seiner 100-Prozent-Quote aus sieben Metern maßgeblichen Anteil am Sieg gegen Lübbecke hatte. „Für sein Alter hat er das überragend gemacht. Seine Entwicklung ist beeindruckend“, sagt Chatton. Er kann seinen Youngster so deutlich loben. Er weiß: Kastening weiß die Worte einzuschätzen.

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​"Wir haben anstrengende Wochen vor uns"

Und die Teamkollegen wissen, was sie an „Times“, so sein Spitzname, haben: Leistungsträger wie Mortensen, mit seinen 157 Saisontoren überragender Recke in dieser Saison, dürfen sich auch eine Auszeit nehmen. Das nimmt Druck. „Das war nicht mein bestes Spiel“, sagte Mortensen nach dem Lübbecke-Spiel und seinen null Toren, „meine Teamkollegen haben dafür das Spiel gewonnen.“ Kollegen wie Kastening. Und wie geht es jetzt weiter? „Wir haben anstrengende Wochen vor uns. So eine Leistung wie gegen Lübbecke macht uns nachdenklich. Wir hatten den Gegner sicher im Griff“, sagt der 22-Jährige, „aber sehen wir es mal so: In der letzten Saison hätten wir diese Partie noch verloren.“ Wohl wahr.

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