26. August 2018 / 15:44 Uhr

Spannung pur bis zum Schluss: Die "Recken" starten mit einem Sieg in Gummersbach

Spannung pur bis zum Schluss: Die "Recken" starten mit einem Sieg in Gummersbach

Simon Lange
Freudentänzchen nach dem Siegtreffer in letzter Sekunde bei der TSV Hannover-Burgdorf.
Freudentänzchen nach dem Siegtreffer in letzter Sekunde bei der TSV Hannover-Burgdorf. © Jürgen Augst
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Na, das geht ja gut los: Die TSV Hannover-Burgdorf gewinnt am 1. Spieltag beim VfL Gummersbach mit 26:25. Timo Kastening ist der Matchwinner. Die Moral stimmt, beim Spielerischen hapert es noch ein wenig.

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Irgendwie landete der Ball bei Timo Kastening. Hannovers Rechtsaußen zögerte keinen Augenblick, hob ab und hämmerte das Spielgerät Gummersbachs Torwart Matthias Puhle durch die Beine in die Maschen. 26:25 – Siegtreffer für die Recken mit der Schlusssirene. Kastening macht das Ding!

Sofort bildete sich eine hüpfende Jubeltraube um den Siegtorschützen. Die Recken feierten den Auftaktsieg hochemotional. Jeder der rund 20 mitgereisten Fans wurde persönlich abgeklatscht. „Es war keine Zeit zum Nachdenken, ich hab ihn einfach rein gemacht“, erklärte Kastening seinen Wurf ins Glück. „Es war eine brutale Energieleistung, dass wir es noch geschafft haben. Wir alle hatten nie das Gefühl aufzugeben.“

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Ja, die Recken kämpften bis zum Ende. Auch Trainer Carlos Ortega war damit glücklich: „Es war aber auch das einzige, womit ich zufrieden war.“ Ortega sah sein Team „45 Minuten lang nicht auf unserem Level, weder in Abwehr noch in Angriff“. Die Recken mussten ohne Kapitän Kai Häfner (immer noch Bauchmuskelprobleme) und Torge Johannsen (nach Ellenbogen-OP noch nicht fit) auskommen. Im Tor stand zunächst Urban Lesjak. Der slowenische Ballfänger lief sofort heiß, hatte schon nach fünf Minuten fünf Paraden auf dem Konto. Doch die Recken konnten sich nicht absetzen. Ab dem 6:6 war Gummersbach am Drücker und ging mit einer 14:11-Führung in die Pause. Hannover spielte erschreckend „behäbig und langsam“, wie Kastening zugab. Spielmacher Morten Olsen fehlten Dynamik und Ideen. Zudem ergab sich kein einziger Gegenstoß.

Morten Olsen dreht auf

Auch nach der Halbzeit (Ziemer löste Lesjak ab) wurde es nicht wirklich besser. Zwar robbten sich die Recken nach 11:15 auf 15:16 ran, auch dank einer doppelten Überzahl. Der Auftritt blieb aber rostig-rumpelig. Erst zehn Minuten vor Schluss begann das Spiel zugunsten der Recken zu kippen.Gummersbach wurde müde und zunehmend nervös – den Sieg vor Augen, die Recken im Nacken. Zwei Lattentreffer signalisierten: Jetzt kommt auch noch Pech dazu. Und den Recken spielte das Glück in die Hände. Bälle sprangen vom Innenpfosten ins Netz, dazu zwei Siebenmeter in der Endphase. Kastening blieb zum 23:23 und 24:24 eiskalt. Und Olsen drehte doch noch auf.

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Ortega stellte nochmal entscheidend um. Mit der 5-1-Abwehrvariante nahm er diesmal Gummersbachs überragenden Mann Pouya Gharehlou aus dem Spiel. Schon fehlten dem VfL die Möglichkeiten – und das Selbstvertrauen. Für den finalen Angriff nahm Ortega Ziemer raus und brachte einen weiteren Feldspieler. Der Rest war Jubel. „Das war ein Sieg der Duselrecken“, gab Ziemer zu. „Glücklich“, nannte Sportchef Sven-Sören Christophersen den Auftakterfolg. Bis zum Heimspiel gegen den BHC bleibt den Recken noch viel Arbeit.

Hier könnt ihr das Spiel im Liveticker nachlesen:

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