04. Dezember 2018 / 15:11 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf: Wer wirft sich zur Heim-WM? Vier deutsche Recken im Check

TSV Hannover-Burgdorf: Wer wirft sich zur Heim-WM? Vier deutsche Recken im Check

Simon Lange und Sascha Priesemann
Fabian Böhm (vorn) steht im Kader der deutschen Handballnationalmannschaft für den ersten WM-Test gegen Polen am 12. Dezember. Wie die Chancen seiner deutschen Mitspieler um Kai Häfner und Timo Kastening stehen, verrät der SPORTBUZZER.
Fabian Böhm (vorn) steht im Kader der deutschen Handballnationalmannschaft für den ersten WM-Test gegen Polen am 12. Dezember. Wie die Chancen seiner deutschen Mitspieler um Kai Häfner und Timo Kastening stehen, verrät der SPORTBUZZER. © Florian Petrow
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Kommenden Montag wird Bundestrainer Christian Prokop sein vorläufiges Aufgebot für die WM in Deutschland und Dänemark verkünden. 28 Mann dürfen auf der Liste stehen. Infrage kommen auch vier deutsche Recken.

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Kommenden Montag, den 10. Dezember, wird Handball-Bundestrainer Christian Prokop sein vorläufiges Aufgebot für die WM in Deutschland und Dänemark verkünden. 28 Mann dürfen auf der Liste stehen. Infrage kommen auch vier deutsche Recken. Aber nur zwei haben beste Chancen, bei der Heim-WM vom 10. bis 27. Januar tatsächlich dabei zu sein. Denn kurz vor dem Turnier muss Prokop seinen Kader auf 16 Spieler reduzieren. Der SPORTBUZZER nimmt die vier möglichen Kandidaten unter die Lupe und schätzt deren Chancen ein.

Das sind die nächsten Partien der TSV Hannover-Burgdorf in der HBL bis zur Handball-EM 2019

Sonntag, 9. Dezember 2018, 13.30 oder 16.00 Uhr: <b>HSG Wetzlar</b> - TSV Hannover-Burgdorf Zur Galerie
Sonntag, 9. Dezember 2018, 13.30 oder 16.00 Uhr: HSG Wetzlar - TSV Hannover-Burgdorf ©
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Die WM-Chancen der deutschen Recken im Check

Fabian Böhm: Der 29-Jährige ist in Hannover Führungsspieler. Auch Bundestrainer Christian Prokop möchte nicht auf Böhm verzichten. „Er ist ein absoluter Krieger“, setzte er am Wochenende in einem Interview mit dem TV-Sender Sky ein Loblied auf Böhm an. „Einer, der die Außen einsetzen kann, der mit den Kreisläufern hervorragend spielen kann und für Spielwitz steht.“ Böhm ist nach dem Ausfall von Melsungens Julius Kühn (Kreuzbandriss) weit vorn im linken Rückraum. „Das hört man natürlich gern, das ist eine besondere Auszeichnung“, freut sich Böhm über Prokops Aussagen und verrät: „In Gesprächen mit mir hat er gesagt, dass er mir vertraut und was er von mir erwartet. Das zeigt mir, dass ich ein wichtiger Teil der Mannschaft sein kann.“ Böhm hatte sich durch eine gute Recken-Saison wieder in den Fokus der Nationalmannschaft gespielt. Im Sommer gab er bei der Japan-Reise sein Comeback im A-Team. Seitdem ist er fest dabei. Und mit gutem Selbstvertrauen ausgestattet. „Natürlich will ich wie jeder von uns Weltmeister werden. Aber unser erstes Ziel ist das Halbfinale in Hamburg, um dann um die Medaillen zu spielen.“ Böhm soll dabei eine tragende Rolle spielen. Verletzt er sich nicht, hat er beste Chancen dabei zu sein. Er wurde am Dienstag bereits für das erste Testspiel vor der Heim-Weltmeisterschaft gegen Polen in Rostock (12. Dezember) nominiert.

WM-Chance: 90 Prozent

Kai Häfner: Einen Freifahrtschein hat der EM-Held von 2016 sicher nicht. Seine Heldentaten sind schließlich eine Weile her. Dennoch ist der Recken-Kapitän aus der Nationalmannschaft im halbrechten Rückraum kaum wegzudenken. Nach seiner langen Verletzungspause von mehr als drei Monaten wegen Bauchmuskelproblemen muss Häfner jedoch konstant beweisen, dass er fit ist. Das klappt bisher recht gut. Vor allem in der Offensive. Nach seinem Comeback gehört Häfner stetig zu den besten Recken-Schützen. Nur zuletzt gegen Kiel klappte es krankheitsbedingt nicht. Ist er gesund, stehen Häfners WM-Chancen sehr gut. Prokop wird sich neben Kiels Steffen Weinhold wohl zwischen Häfner und Leipzigs Franz Semper entscheiden müssen. Für das Testspiel gegen Polen entschied sich Nationaltrainer Prokop zunächst für Weinhold und Semper, Recken-Kapitän Häfner steht als Reserve-Spieler jedoch im erweiterten Aufgebot.

WM-Chance: 85 Prozent

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Timo Kastening: Der Rechtsaußen spielt eine sehr konstante Saison. Das ist auch dem Bundestrainer aufgefallen. Christian Prokop lud Kastening Mitte September zum DHB-Regionallehrgang nach Mannheim ein. Der Junioren-Nationalspieler durfte erstmals die A-Kader-Luft schnuppern. Bei einem Länderspiel war er allerdings noch nicht dabei. Doch sein Name steht weiter dick auf Prokops Zettel. Problem: Vor Kastening stehen noch andere Namen. Patrick Groetzki (Mannheim) und Tobias Reichmann (Melsungen) sind auf der rechten Außenbahn gesetzt. Tim Hornke (Lemgo) wird für den Polen-Test der erste Ersatz für die beiden sein. Doch dann kommt auch schon Kastening. „Natürlich“ würde er gerne zur WM. „Aber wenn Reichmann und Groetzki fit bleiben, wird das schwer. Und dann gibt es auch noch andere auf der Position“, weiß Kastening. „Das kann heute so und morgen so aussehen. Da mache ich mir keine Gedanken.“ Gegen Kiel zeigte er erneut, dass ihm die Zukunft gehört. Doch der 23-Jährige hofft, „dass der Bundestrainer sowas nicht an einem Spiel festmacht. Der hat seinen Plan.“ Jede Wette: Kastening ist künftig Teil des Plans, hat gute Chancen auf den 28er-Kader, aber die WM kommt wohl zu früh.

WM-Chance: 5 Prozent

Evgeni Pevnov: Der Kreisläufer der Recken schnupperte im Sommer nach langer Zeit mal wieder bei der Nationalmannschaft rein. Wie Böhm und Häfner nahm er an der Reise nach Japan teil. Im September verletzte er sich jedoch am Knie und verpasste die nächste Nationalmannschaftsmaßnahme. Mit Patrick Wienczek, Hendrik Pekeler (beide Kiel) und Jannik Kohlschreiber (Mannheim) hat er ohnehin ein gesetztes Trio vor sich. Und selbst wenn sich noch jemand verletzt, ist Pevnov dann nicht erste Wahl. Er wird die WM wohl auf dem heimischen Sofa in Hannover verbringen.

WM-Chance: 1 Prozent.

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