Lotto-Pokal28 Ungewohnte Höhenluft für Rolf Dubiel: Der Trainer des TSV Hasenbüren steht mit seinem Team auf Platz eins. © Mats Vogt
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TSV Hasenbüren: Plötzlich Aufstiegsaspirant

Der Bezirksliga-Tabellenführer muss mit seiner Situation erst noch richtig umgehen

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Die Situation ist neu für den TSV Hasenbüren. Dem Spitzenreiter der Bezirksliga Bremen fehlt in gewisser Weise die Übung, wie er mit dem bisherigen Abschneiden umgehen soll. So gut wie zurzeit stand die Mannschaft von Trainer-Urgestein Rolf Dubiel eben noch nie da. Schließlich rankten sich die Gedanken zu dieser Zeit wie jetzt in der Wintervorbereitung stets um den Klassenerhalt. Selbst während der vergangenen Saison, in der der Verein mit dem siebten Platz die beste Platzierung seit dem Aufstieg erreichte, war dies so. Aber jetzt? Jetzt würde sich Coach Dubiel unglaubwürdig machen, wenn er den Klassenerhalt als oberste Maxime ausgeben würde.

Also muss ein neues Ziel her. Aber welches? Der erste Platz lässt eigentlich kein anderes Ziel zu, als um den Aufstieg zu spielen. So sieht es jedenfalls die Mannschaft, in der sich bereits eine gewisse Euphorie breit gemacht hat. Trainer Rolf Dubiel ist da vorsichtiger. Einerseits will er seinen Spielern diese Euphorie nicht nehmen, andererseits bezweifelt er, ob sie sich bewusst darüber sind, was es heißt, den Platz zu verteidigen. "Den zweiten Schritt müssen wir erst noch gehen und uns bewusst darüber werden. Ich bin gerade dabei, das zu vermitteln", sagt Hasenbürens Trainer. Außerdem sei sein Team ja nicht das einzige, das für den Aufstieg infrage käme. Das Besondere in dieser Spielzeit ist es, dass der Kampf um die ersten beiden Ränge sehr ausgeprägt ist. Neben dem TSV Hasenbüren sind noch mindestens vier weitere Mannschaften involviert. "Das kommt noch dazu", findet Dubiel.

Die bisherigen Testspielergebnisse, ein 1:3 gegen den TV Jahn Delmenhorst und ein 0:8 gegen den Habenhauser FV, waren nicht einmal schlecht, um die Mannschaft wieder zu erden. Die Resultate waren aber auch Ausdruck der erst begonnenen Vorbereitung, die bis dahin komplett ohne Ball stattfand, sondern aus vier Laufeinheiten bestand. Es gibt aber auch in personeller Hinsicht berechtigte Gründe, erst einmal Vorsicht walten zu lassen. Denn mit Sven Paesler (Schulter), Stefan Frost (Fuß) und Kai Finke (Sprunggelenk) müssen die Hasenbürer drei Langzeitverletzte ersetzen. Mit Andre Stellmann (eigene Reserve) und Torben Gebbert (Auszeit) haben zwei weitere Spieler ihren Rückzug angekündigt. Das sind in der Summe fünf Akteure, auf die Trainer Rolf Dubiel nicht wird zurückgreifen können. Das Team dagegen verstärken wird: niemand. Gleichwohl gab es Versuche, neue Spieler nach Hasenbüren zu locken. Aber die schlugen fehl. Also muss Rolf Dubiel mit dem Personal wie bisher auskommen. Auch wird er wieder auf seinen Goalgetter Malte Fastje setzen können, der seine Kniebeschwerden fast überwunden hat.

Dem Kader des TSV Hasenbüren darf also nicht viel passieren, wenn er die Pole-Position halten will. Aber was passiert eigentlich, wenn es für den Bezirksligisten weiterhin so gut läuft, er am Ende tatsächlich den Aufstieg in die Landesliga (in der der Verein noch nie war) schaffen sollte? "Ich weiß gar nicht, ob der Verein dies auch wollen würde", hatte Rolf Dubiel schon in der vergangenen Saison seine Bedenken geäußert. Heute lässt er die Frage offen. "Ich kann sie nicht beantworten", erklärt Rolf Dubiel. Der mögliche Aufstieg sei noch kein Thema gewesen, außerdem glaubt er kaum, dass das gute Abschneiden der ersten Fußball-Herren im Gesamtverein sonderlich realisiert worden ist. Aber das Thema hätte sich ohnehin schnell erledigt, wenn die Mannschaft nicht ihre Leistung aus der ersten Saisonhälfte bestätigen würden, meint er. "Es hängt viel vom Start ab", weiß Dubiel. Und im ersten Spiel trifft sein Team ausgerechnet auf den FC Roland, gegen den die Hasenbürer noch nie wirklich gut ausgesehen haben.

Die verbleibende Vorbereitungszeit werden die Hasenbürer demnach noch intensiv nutzen müssen, wenngleich sie in diesem Jahr nicht die Möglichkeiten haben wie zuletzt. In den vergangenen beiden Jahren durften die Hasenbürer auf den Kustrasenplatz des SV Lemwerder mittrainieren, in diesem Jahr hat dies nicht geklappt. Also muss der Bezirksligist auf den eigenen Schlackeplatz ausweichen. "Die Bedingungen sind nicht so gut. Aber das ist bloß eine Feststellung, kein Gemecker", so Dubiel. Dafür gibt es ja eigentlich auch keinen Grund.

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