16. Mai 2018 / 21:48 Uhr

TSV Havelse lässt den SC Weiche Flensburg um Meisterschaft zittern

TSV Havelse lässt den SC Weiche Flensburg um Meisterschaft zittern

Mark Bode
Havelses Yannik Jaeschke (rechts) im Zweikampf mit Flensburgs Jonas Walter.
Havelses Yannik Jaeschke (rechts) im Zweikampf mit Flensburgs Jonas Walter. © Christian Hanke
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Lange sah es danach aus das der SC Weiche Flensburg der sichere Sieger der Partie und Meister der Regionalliga Nord sein würde. Doch der TSV Havelse machte es in der Schlussphase noch einmal spannend.

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Am Ende waren beide Seiten mit dem 1:1 (0:1) zufrieden: Der TSV Havelse hat sich mit dem Erfolgserlebnis einen Punkt gegen Weiche Flensburg erkämpft und der Kontrahent aus dem hohen Norden ist durch den Punktgewinn Meister der Regionalliga geworden und durfte sich im Wilhelm-Langrehr-Stadion vor 534 Zuschauern ordentlich feiern lassen.

Havelse tut Weiche keinen Gefallen

Flensburgs Trainer Daniel Jurgeleit, der von seinen Spielern eine ordentliche Wasserdusche erhielt, lobte anschließend den TSV: „Havelse hat uns mit den Leistungen gegen die anderen Topteams einen Gefallen getan. Uns heute allerdings nicht so.“ Denn die Gastgeber sorgten dafür, dass Weiche bis zum Schlusspfiff um die Meisterschaft bangen musste. Denn ein weiterer Havelser Treffer hätte nur Rang zwei hinter dem HSV II bedeutet.

Für Havelses Trainer Christian Benbennek war dieser Erfolg „ein toller Abschluss“. Denn er kam unter widrigen Umständen zustande. Gleich zwölf Spieler haben verletzt gefehlt. Beim Aufwärmen brach sich Ersatztorwart Oliver Lassoff den Daumen der rechten Hand. Benbennek befahl daraufhin A-Jugend-Torwart Lars Holm, der als Zuschauer im Stadion war: „Umziehen, Junge!“

Das sind die Bilder zur Partie TSV Havelse gegen SC Weiche Flensburg:

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Tasky und Cicek sorgen für Gefahr

Es war sicherlich kein grandioses Fußballfest, das beide Seiten zelebrierten. Die Begegnung lebte von der Spannung. Und die Havelserhätten das Duell sogar für sich entscheiden können. Genügend Chancen waren da. Für die erste Unruhe sorgte Niklas Tasky mit einem Kopfball nach einer Ecke. Die Flensburger hatten Mühe, den Ball aus der Gefahrenzone zu klären (6.).

Dass der TSV auch am 34. Spieltag noch druckvoll nach vorne spielen und den Gegner frühzeitig attackieren kann, zeigte Deniz Cicek, der in der gegnerischen Hälfte den Ball eroberte, schnell auf Yannik Jaeschke steil spielte, dieser allerdings überhastet abschloss und freistehend weit das Tor verfehlte (28.).

"Wir haben richtig gut mitgespielt"

Mit einem überraschenden Schuss vom linken Flügel gelang Rene Guder die Gästeführung. TSV-Torwart Morten Jensen reckte sich vergebens (31.). Doch die Havelser ließen sich davon nicht entmutigen. „Wir haben richtig gut mitgespielt“, sagte Melvin Meyer, der in der 52. Minute den Ausgleich knapp verpasste. Sein Schuss aus 18 Metern strich am Tor vorbei (52.). Torraumszenen waren in der Folge eher selten. Aber eine entscheidende Szene gab es noch. Der eingewechselte Tobias Fölster, der nach seinem Ellbogenbruch erstmals wieder zum Einsatz kam, fungierte als Mittelstürmer und sorgte für Unruhe. Nach einer Hereingabe von links von Cicek vollendete er aus kurzer Distanz zum 1:1 (88.).

Flensburg freut sich auf Cottbus

Die Schlussminuten bangten die Flensburger, einige Zuschauer mochten gar nicht mehr das Spielgeschehen verfolgen. Dann der erlösende Schlusspfiff – Jubel, Wasserspritzen, Jubelgesänge und die Übergabe der Meisterschale folgten. „Über Garbsen fahren wir nach Cottbus“, stimmten die Gäste-Anhänger an. In zwei Duellen mit dem Nordost-Meister entscheidet sich, wer zukünftig in der Dritten Liga spielen darf. Die Havelser haben nun Sommerpause. „Das tut auch gut. Die letzten Wochen haben schon an uns gezehrt“, so Meyer.

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