05. November 2018 / 16:23 Uhr

TSV Okel erweist sich im Topspiel als Partycrasher

TSV Okel erweist sich im Topspiel als Partycrasher

SVEN HERMANN
MATHEIS HEIKOOP (17, Nordwohlde) und Thimo Eggers(6, Okel)
Packende Zweikämpfe lieferten sich nicht nur Matheis Heikoop (mi) und Okels Tom Holthusen (re). © Jonas Kako
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Die Okeler bezwingen den TVE Nordwohlde vor dessen "Schwarz-Weißer Nacht" mit 3:1 im Kreisliga-Topspiel

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Eigentlich hatten sich die Kreisliga-Fußballer des TVE Nordwohlde fest vorgenommen, mit einem Sieg im Gepäck bei ihrem Vereins- und Sportlerball "Schwarz-Weiße Nacht", der am Abend nach der Partie gegen den TSV Okel im Nordwohlder Gasthaus "Zum Hombachtal" stieg, zu erscheinen. Doch die bärenstarken Gäste aus Okel machten dem Neuling, der im Saisonverlauf bislang so überzeugend aufgetreten war, einen dicken Strich durch die Rechnung. In einem Spiel, das beste Unterhaltung sowie intensive Zweikämpfe und rassige Torszenen bot, siegte die Elf von Trainer Lutz Schröder mit 3:1 (0:0) und zog in der Tabelle am Gegner vorbei. TSV schob sich auf den vierten Rang vor und tauschte mit dem TVE die Plätze.

Beide Trainer zeigten sich nach der Begegnung angetan vom Duell der Verfolger. "Das war ein gutes Kreisligaspiel mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Beide Teams haben ihr Heil in der Flucht nach vorn gesucht", schwärmte TSV-Coach Lutz Schröder. "Das Spiel war rassig. Alle Optionen waren in Sachen Spielausgang möglich", hatte auch TVE-Übungsleiter Martin Werner eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe gesehen. "Ärgerlich, dass wir jetzt mit einer Niederlage zur 'Schwarz-Weißen Nacht' gehen müssen. Leider haben wir durch die Pleite zudem die Tuchfühlung zu den oberen Plätzen etwas verloren", bedauerte Werner außerdem.

Bereits im torlosen ersten Abschnitt boten sich den zahlreichen Zuschauern packende Torszenen, wobei die Okeler den besseren Auftakt erwischten. Bei einer Doppelchance scheiterte der umtriebige TSV-Angreifer Marvin Zwiebler, der als alleinige Spitze agierte, an Nordwohldes Schlussmann Alexander Finn Brockhoff. Den zweiten Versuch setzte Rico Volkmann neben das Tor (2.). Volkmann und Zwiebler (beide 9.) zielten danach ebenfalls vorbei, Ahmed Khatib beförderte die Kugel knapp über den Querbalken (18.). Jetzt fanden auch die Platzherren in die Partie. Manuel Hopp rettete vor Nordwohldes Matheis Heikoop. Die anschließende Ecke von Felix Kattau köpfte Stefan Bründer knapp über das Tor (21.). Der Nordwohlder Innenverteidiger musste kurze Zeit später aufgrund einer Innenbandverletzung das Feld verlassen (34.).

Vor den Toren ging es weiter hoch her. Zwiebler konnte Brockhoff zweimal nicht überwinden (27., 38.), ebenso verfehlte auf der Gegenseite Heikoop (40.). Dann lenkte Okels Torhüter Lucas Feldmann einen immer länger werdenden Freistoß von Melvin Majowski um den Pfosten (43.). Nach anschließender Ecke beförderte Marven Schwenke den Ball an den Okeler Pfosten, von dem der Ball an die Hand des TSV-Verteidigers Thiemo Eggers sprang – Strafstoß. Doch Feldmann sprang beim Elfmeter von Kattau in die richtige Ecke und parierte (44.).

Volkmann trifft

Rico Volkmann war es dann, der nach Zuspiel von Zwiebler die Ruhe behielt und zur Okeler Führung einschob (57.). "Das Tor hat Marcel Köster mit einem schlimmen individuellen Fehler eingeleitet. Das war noch mehr ein Knackpunkt als der vergebene Strafstoß", kritisierte Werner den Patzer des Rechtsverteidigers. Dann die nächste brenzlige Szene vor dem TVE-Tor: Hasan Sabehaioun rutschte nach einer Hereingabe von Zwiebler aus, beförderte das Leder jedoch im Fallen an die Latte. Den Nachschuss setzte Tom Holthusen an den Pfosten und einen weiteren Versuch jagte Volkmann über den Querbalken (69.).

Drei Minuten später wieder Okeler Jubel: Manic Alms köpfte nach einem wilden Durcheinander im Strafraum zum 0:2 ein. Nordwohlde war um eine schnelle Antwort bemüht und gab sie auch: Der eingewechselte Bastian Ohlendieck zog in der 76. Minute ab, hinter Feldmann schlug das Geschoss ein – 1:2. Vier Minuten später vergaben Kattau, der an Feldmann scheiterte, und dann Pascal Matz, der beim Nachschussversuch verstolperte, die Großchancen zum Ausgleich. Nicht so auf der anderen Seite Okels Sabehaioun, der im Gegenzug nach Vorlage von Zwiebler die packende Auseinandersetzung entschied (81.). "Ich habe Okel etwas bissiger in den Zweikämpfen gesehen", sah Werner den entscheidenden Vorteil aufseiten der Gäste.

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