04. Januar 2019 / 17:38 Uhr

TSV Okel: Unbekümmert in die zweite Saisonhälfte

TSV Okel: Unbekümmert in die zweite Saisonhälfte

SVEN HERMANN
Wertvolle Verstärkung für den TSV Okel: Hasan Sabehaioun (vorne).
Wertvolle Verstärkung für den TSV Okel: Hasan Sabehaioun (vorne). © Viola Heinzen
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Der Diepholzer Kreisligist kann die Winterpause auf Tabellenplatz fünf  genießen

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Die Marschroute des Trainergespanns Rico Volkmann und Lutz Schröder vom Diepholzer Kreisligisten TSV Okel war vor Saisonbeginn klar: „Wir möchten die Serie zwischen Platz fünf und acht beenden“, hatte Volkmann gefordert. Nach 16 Spieltagen – die Okeler haben noch ein Nachholspiel gegen den FC Sulingen II in der Hinterhand, das vermutlich im Februar ausgetragen wird – belegt der TSV den fünften Tabellenplatz und ist damit voll im Soll. Bei einem Sieg über die Sulinger könnten die Okeler sogar am TVE Nordwohlde vorbeiziehen und auf Platz vier vorrücken.

Aus der vom Abstiegskampf geprägten Saison 2017/18 haben die Verantwortlichen des TSV ihre Schlüsse gezogen. „Die Voraussetzungen in dieser Serie waren besser als in der vergangenen. Wir haben uns gut verstärkt. Die Hinserie lief aus unserer Sicht perfekt und hat unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Volkmann, der als spielender Coach mit 17 Treffern zudem der erfolgreichste Okeler Torschütze war, über die gute Platzierung vor dem Gang in die lange Winterpause. „In der Breite waren wir in der vergangenen Saison nicht so gut aufgestellt. In dieser Halbserie hatten wir jetzt ganz andere Möglichkeiten. Da waren in den Trainingseinheiten immer zwischen zwölf und 15 Spieler anwesend“, schildert Volkmann. Mit Lucas Feldmann fanden die Okeler eine gute Verstärkung auf der Torhüterposition. Feldmann hatte zuvor beim TuS Syke gespielt, aber auch schon Erfahrungen im Oberliga-Kader des TB Uphusen gesammelt.

Gute Optionen im Mittelfeld waren auf Anhieb die Zugänge Hasan Sabehaioun und Ahmed Khatib, die beide zuvor beim FC Syke 15 tätig waren. Dazu stieß auch noch Offensivkraft Kenneth Lange, zuvor beim TuS Sudweyhe aktiv. „Kenneth ist im Offensivbereich universal einsetzbar, kommt viel über die Flügel. Insgesamt sind sie alle gute Verstärkungen und haben sich als Stammspieler etabliert“, freut sich Volkmann über das glückliche Händchen bei den Neuzugängen. „Wir haben einen Kreis von 14 bis 15 Stammspielern, da immer mal einer berufs- oder studienbedingt ausfällt“, ergänzt der 27-Jährige. In der Restrunde dürfen sich die Okeler zudem über zwei weitere personelle Alternativen freuen: Zum einen kehrt Rico Volkmanns Bruder Kevin zurück, der nach seinem Kreuzbandriss zu Beginn der Vorbereitung mit dem Aufbautraining beginnen wird. Der defensive Mittelfeldakteur wird zunächst einmal individuelle Einheiten absolvieren. Auch der offensive Mittelfeldspieler Marlon Reyher, der sich lange Zeit mit Oberschenkelproblemen herumplagte und sich zurzeit noch auf einer Weltreise befindet, wird Ende März wieder zur Verfügung stehen. „Das wird unsere Kompaktheit weiter stärken. Wir galten immer schon als sehr kompakt, kommen übers Kollektiv. In diesem Bereich sind wir im vergangenen Halbjahr noch stärker geworden“, beobachtete Volkmann. Verzichten müssen er und Schröder im Verlauf der Restrunde allerdings auf Mittelfeldspieler Leon Helmke, den eine hartnäckige Schambeinentzündung außer Gefecht setzt und dem jetzt eine Operation ins Haus steht. Verlassen wird die Okeler zudem Torhüter Daniel Schumacher, den es zu seinem Heimatverein MTV Riede zieht.

Eine wesentliche Veränderung gab es vor Saisonbeginn auch auf der Trainerposition: Mit Lutz Schröder, der zuvor beim TuS Sudweyhe und beim TSV Schwarme als Coach tätig war, wurde Rico Volkmann ein gleichberechtigter Partner an die Seite gestellt. Eine große Hilfe für den im Schichtdienst tätigen Volkmann, der in der Vorsaison die Last der Trainerbürde zumeist allein auf seinen Schultern getragen hatte. „Lutz ist für die Trainingsgestaltung und die Ansprache vor dem Spiel zuständig. So kann ich mich komplett aufs Spiel konzentrieren. In Sachen Aufstellung und Organisation wirken wir zusammen. Manchmal sehe ich etwas, was Lutz nicht sieht oder umgekehrt. Wir sind schon ein perfektes Duo. Ich bin mit Lutz sowohl als Kollege als auch als Trainer hundertprozentig zufrieden“, beschrieb Volkmann die Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit. Die Okeler Mannschaft startete gut in die Serie 2018/19, siegte zum Auftakt beim FC Sulingen II (2:1), feierte danach einen Punktgewinn gegen den Wintermeister TuS Wagenfeld (2:2), gewann anschließend beim TuS Sudweyhe II (1:0) und gegen den SV Jura Eydelstedt (6:2). Mit dem 0:8 beim TSV Weyhe-Lahausen folgte am fünften Spieltag das erste Negativerlebnis.

„Das war ein Ausreißer. Wir haben dort einen rabenschwarzen Tag erwischt und uns viele individuelle Fehler geleistet. Danach haben wir jedoch eine richtig gute Reaktion gezeigt. Zuvor gegen die Kracher und auch später gegen die vermeintlich Kleinen haben wir ansonsten gut gepunktet“, berichtet Volkmann, für den der 3:1-Erfolg im Spitzenspiel beim TVE Nordwohlde einer der Höhepunkte der Hinserie war. „Da waren ja fast mehr Okeler als Nordwohlder Zuschauer. Die Unterstützung ist weiterhin phänomenal und viel Wert“, lobt Volkmann die treue Anhängerschaft. Doch auch die hohen Heimsiege über Eydelstedt (6:2) und TuS St. Hülfe-Heede (7:2) betrachtete Volkmann als Highlights. 

Fokus liegt auf der Defensive

In der Vorbereitung zur Restrunde möchte der Spielertrainer besonders am Defensivverhalten feilen. „Das Verhalten gegen den Ball innerhalb der gesamten Mannschaft, sodass jeder gegen den Ball arbeitet, ist noch verbesserungswürdig. Da können wir den Hebel ansetzen. Offensiv sind wir immer in der Lage, ein Tor zu machen“, weiß Volkmann, der sich in Sachen Verstärkungen in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten befindet.

„Alles ist gut, wie es momentan ist. Der Puffer zu den Mittelfeldplätzen ist punktemäßig schon relativ groß. Wir gehen ganz ohne Druck und unbekümmert die Restrunde an. Wir wollen weiter Punkte sammeln und dann sehen, wo wir stehen, wir wollen weiter oben dran bleiben. Über einen möglichen Aufstieg redet bei uns keiner. Wagenfeld und Lahausen sehe ich da mehr unter Zugzwang. Viel hängt auch davon ab, ob unsere Spieler verletzungsfrei den Winter und wir die Spiele auch bei schlechten Platzverhältnissen überstehen“, bilanziert Volkmann.

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