Schilksees Yannik Jakubowski (rechts) stoppte nicht nur VfR-Angreifer Beytullah Bilgen (Bildmitte), sondern erzielte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich. Schilksees Yannik Jakubowski (rechts) stoppte nicht nur VfR-Angreifer Beytullah Bilgen (Bildmitte), sondern erzielte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich. © Jan-Phillip Wottge
Schilksees Yannik Jakubowski (rechts) stoppte nicht nur VfR-Angreifer Beytullah Bilgen (Bildmitte), sondern erzielte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich.

TSV Schilksee gelingt später, taktischer Coup

Holstein Kiel II verteidigt die Tabellenspitze

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Wo Holstein steht, ist oben. Sowohl in der Zweiten Liga als auch in der Flens-Oberliga: Mit einem 8:0 gegen den TSV Lägerdorf verteidigte Holsteins II seine Spitzenposition. Der TSV Schilksee trotzte dem VfR Neumünster im Verfolgerduell ein Last-Minute-Remis ab. Hingegen mussten die Aufsteiger TSV Wankendorf und Inter Türkspor Kiel erneut Lehrgeld zahlen.

Dornbreite Lübeck - TSV Wankendorf 4:1

Das Warten der Wankendorfer auf den ersten Oberligapunkt geht weiter. Beim FC Dornbreite hielt der Aufsteiger einen viertelstündigen Tiefschlaf. Als der TSV erwachte, lag er bereits mit 0:3 zurück. Piet Behrens hatte nach einem Worreschck-Pfostenknaller zum 1:0 (8.) abgestaubt. Lübecks Jonathan Marschner traf nach einem Freistoß aus dem Gewühl zum 2:0 (15.), ehe Maximilian Leischner knapp 40 Sekunden später per Konter zur 3:0-Vorentscheidung einnetzte. Erst die Umstellung vom 4-5-1- auf ein 4-4-2-System brachte mehr Ordnung ins Wankendorfer Gefüge. Kolja Schlichte erhöhte in der zweiten Halbzeit auf 4:0 (58.), ehe Philipp Dittkuhn immerhin der erste TSV-Oberliga-Treffer auf fremden Platz gelang (59.). „Wir waren anfangs unsortiert und unkonzentriert. Die Schlafmützigkeit wurde von Dornbreite ausgenutzt“, kommentierte TSV-Coach Olaf Weick die achte Niederlage in Folge.

PSV Neumünster - TSV Friedrichsberg 5:2

Die Polizisten waren sofort in Alarmbereitschaft. Mit hohem Pressing zwangen sie den Aufsteiger zu einem unkontrollierten Spielaufbau. Die Folge waren rasche Ballgewinne, aus denen Chancen im Minutentakt entsprangen. Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe Marc Barck die Gastgeber nach einer Kombination über Björn Schmidt und Patrick Nagel jubeln ließ. Barck erlebte einen Sieben-Minuten-Rausch, vergaß bisweilen bei seinen Hochkarätern (24./25./28.) jedoch das Tore schießen. Nach Schmidt-Steilpass gelang Barck dann doch das zweite PSV-Tor (26.). Als Merlin Höckendorff nach Blöcker-Ablage auf 3:0 (35.) erhöhte, hatte kaum noch einer Zweifel am ersten PSV-Heimsieg. Daran konnte auch Cedric Nielsens Freistoßtor zum 3:1 (37.) nichts ändern. „Wir haben nur für drei, vier Minuten die Linie verloren. Danach haben wir weiter durchgezogen“, lobte PSV-Coach Maik Gabriel, der zwei weitere PSV-Treffer durch Lasse Blöcker (60.) und Torben Czekay (82.) auf dem Weg zum 5:2-Sieg notieren durfte.

TSV Schilksee - VfR Neumünster 1:1

Bereits nach zwei Minuten hatten die Gastgeber eine Schrecksekunde zu überstehen, als ihr Keeper Jan-Eric Lorenzen gegen den frei vor ihm auftauchenden Neumünsteraner Rezan Acer abwehren musste. „Auch im weiteren Verlauf hatten wir die klareren Torchancen, haben uns für die hohe Ballpräsenz und das große Laufpensum aber leider nicht belohnt“, war VfR-Coach Sven Boy ansonsten mit seinem Team zufrieden. Bis auf eine Ausnahme: Nachdem Laurynas Kulikas die Gäste spät (83.) in Führung gebracht hatte, erzwangen die Schilkseer noch später durch Yannik Jakubowski (87.) den Ausgleich. „Ärgerlich, dass wir unsere Führung nicht besser verteidigt haben“, sagte Sven Boy. „In einem taktisch intensiv geführten Spiel haben sich beide Seiten nichts geschenkt“, lobte TSV-Co-Trainer Heiko Schäfer, der den erkrankten Coach Lars Dubau vertrat, die große mannschaftliche Geschlossenheit gegen das optische Übergewicht der Gäste. Schäfer freute sich über den gelungenen „geschickten Schachzug“ in den letzten Spielminuten: „Da haben wir Yannik Jakubowski von hinten nach vorne beordert“, erklärte er, als der Ex-VfR-Akteur eine Flanke von Kevin Perro von der Strafraumgrenze aus direkt zum 1:1 ins Gästenetz gedroschen hatte. Pech nur für die Heimelf, dass Chris Jastrzembski nach einem Foulspiel Gelb-Rot (90.) kassierte.

SC Weiche Flensburg 08 II - Inter Türkspor Kiel 4:1

Gegen das Spitzenteam aus Flensburg musste Inter erneut Lehrgeld zahlen und kassierte mit dem 1:4 die dritte Niederlage in Folge. Spielerisch jedoch wusste der Aufsteiger aus Kiel durchaus zu überzeugen. Allein die Gegentreffer fielen äußerst unglücklich. Erst stimmte nach einem langen Ball die Abstimmung der Inter-Abwehr nicht, so dass Sebastian Kiesbye unbedrängt einschieben konnte (40.), dann nutzte Flensburg gegen aufkommende Gäste die zweite gute Chance zum 2:0 (50.). „Wir haben vieles richtig gemacht. Wir waren am Drücker“, lobte Inter-Manager Harry Witt die Moral seines Teams. Spend Meshekrani erzielte den Anschluss (68.), ehe Erdogan Cumur nur die Latte traf (74.). Während Flensburg aus Abseits verdächtiger Position auf 3:1 erhöhte (80.), wurde ein Treffer von Cumur wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht anerkannt (85.). „Flensburg war gnadenlos effektiv. Wir hatten Pech im Abschluss und mit den Schiedsrichterentscheidungen. Auf unserer Leistung können wir aber aufbauen“, resümierte Witt.

Holstein Kiel II - TSV Lägerdorf 8:0

Die Jungstörche nisten sich an der Tabellenspitze ein. Gegen die Steinburger bestach die Werner-Elf erneut mit gnadenloser Effektivität. „Eigentlich war nach 13 Minuten alles entschieden. Der Gegner hat uns danach viele Räume gelassen“, analysierte KSV-Coach Ole Werner den 8:0-Kantersieg, bei dem die Lägerdorfer nicht eine Torchance verzeichneten. Timo Barendt zog dem TSV mit einem Doppelpack (9./13.) den Zahn. Als Barendt sein drittes Tor nachlegte (31.) und Miguel Fernandes (32.) den Doppelschlag perfekt machte, war Lägerdorf bereits geschlagen. Die Kieler hatten ihren Spaß. Für Barendt kam Joker Kevin Ferchen. Doch bevor der seinen Torhunger stillte, erzielte Jonas Seidel per Flachschuss das 5:0 (59.). Benötigte Barendt noch 22 Minuten für seinen Hattrick, erledigte Ferchen das gleiche binnen 17 Minuten (64./67./81.). „Das war heute sehr einfach“, stellte Werner fest.

Region/Kiel FC Dornbreite Lübeck (Herren) TSV Wankendorf (Herren) PSV Neumünster (Herren) TSV Friedrichsberg (Herren) TSV Schilksee (Herren) VfR Neumünster (Herren) Inter Türkspor Kiel (Herren) Holstein Kiel II (Herren) TSV Lägerdorf (Herren) Schleswig-Holstein-Liga (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige