H1006776 Für Sven Gudegast, Trainer des TSV Thedinghausen, endete die Vorsaison mit einer Enttäuschung. In der Aufstiegsrelegation scheiterte das Team an Bothel. Jetzt will der TSV einen neuen Anlauf nehmen. © Björn Hake
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TSV Thedinghausen: Der Vize-Meister eröffnet die Saison

Kreisliga Verden: Thedinghausen muss zum Auftakt nach Uphusen – Rot-Weiß Achim will zurück in die Bezirksliga

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Mit der Partie TB Uphusen II gegen den Vize-Meister TSV Thedinghausen wird am Freitag die Saison in der Fußball-Kreisliga Verden eröffnet. Als erster Anwärter auf den Titel gilt der 1. FC Rot-Weiß Achim, dersich noch einmal ordentlich verstärkte. Gleich vier neue Übungsleiter sitzen zukünftig auf den Trainerbänken. Es sind Andreas Krtschal (TSV Bierden), Lars Krooß (TSV Uesen), Oliver Rozehnal (FC Verden 04 II) und Hartmut Schwolow (TSV Ottersberg II).

„Unser Ziel ist der Aufstieg“, redet Amer Miry, Kapitän des 1. FC Rot-Weiß Achim, Klartext. „Wir haben eine tolle Truppe, mit der wir beste Chancen auf den Titel haben.“ Coach Carsten Huning, der mit der Elf im Vorjahr knapp die Relegation verpasste, steht in seiner zweiten Saison also gleich unter Erfolgsdruck. Mit Bülent Kaksi und Catalin Varga hat Huning zwei Männer geholt, die über Oberliga-Erfahrung verfügen. Kaksi beim TB Uphusen und Varga beim VSK Osterholz-Scharmbeck. Zudem kamen Haris Nurkovic aus Hülsen sowie
mehrere talentierte Nachwuchsspieler.

bdoul Bouba hat bei der Reserve des TV Oyten gute Arbeit geleistet. Gleich in seinem ersten Jahr ist dem Coach als Kreisklasse-Vizemeister der Aufstieg gelungen. Dabei sah es zu Beginn nicht gut aus für sein Team. Aus den ersten drei Partien wurde nur ein Zähler geholt. Diesmal soll der Start besser werden: Denn mit Dennis Mahler und Michael Schneider wurden vom Konkurrenten Fischerhude zwei gestandene Spieler zurückgeholt. Zudem wird Dominik Grassee aus der Ersten fortan für die Reserve spielen, und Mahmoud Scheich-Mous kam von Rot-Weiß Achim. „Es macht wieder richtig Spaß in Oyten. Wir haben ein gutes Team, und ich denke, dass wir für eine Überraschung gut sind “, sagt Mahler.

Keine Angst vor dem Abstieg hat auch Aufsteiger TSV Bierden. Mit Andreas Krtschal kam ein neuer Coach, der das Gespann Stephan Bierstedt-Bruhn/Uwe Rechten ablöste. Krtschal coachte zuvor die U16 der Bierdener und bringt Erfahrung als Trainer aus Baden und Bassen mit. „Einen einstelligen Tabellenrang wollen wir erreichen. Wenn alles gut läuft, kann Rang vier herausspringen“, sagt Krtschal. Bis auf Jan Ohlmann, der zum Stadtrivalen Uesen ging, blieben alle Mann an Bord. Krtschal hat auch noch Verstärkung anlocken können. So kam Samet Akkurt von Rot-Weiß Achim, und mit Florian Id und Thorben Eibuschitz (FC Riensberg) kehrten zwei ehemalige Bierdener zurück. Herausragender Mann von Krtschal ist Torjäger Lüder Helms, dem 24 Treffer im vergangenen Spieljahr gelangen.

Einen solch herausragenden Mann hat auch Ralf Müller vom TSV Dauelsen. Der dritte Aufsteiger verfügt im 33-jährigen Sascha Hohl über einen eiskalten Torjäger, der ebenfalls 24 Tore erzielte und sich mit Helms die Torjägerkanone in der 1. Kreisklasse teilte. Müller, der seit seinem 17. Lebensjahr als Trainer arbeitet, hat eine junge Elf, die sich mit Lasse und Rouven Post, Daniel Scheerer und Kubilay Ucan aus der eigenen Jugend verstärkte. „Wir sind als Dritter nachgerückt und wollen die Klasse halten“, lautet Müllers Ziel.

Wie stark Dauelsen spielen kann, bekam zuletzt der TSV Achim zu spüren. Im Pokal reichte es nur zu einem 3:3, und im fälligen Elfmeterschießen schied der Favorit aus Achim aus. „Die Vorbereitung war bei uns schlecht“, verrät Jens Dreyer. Der Coach weiß daher auch nicht so richtig, wie er sein Team einschätzen soll. „Wenn es zu Beginn gut läuft, können wir nach oben schielen. Haben wir aber einen Fehlstart, kann es sein, dass es für uns um den Klassenerhalt geht.“ Personell hat sich einiges in Achim getan. So wechselte Timo Schöning zum Landesligisten Etelsen. Schöning zu ersetzen, fällt schwer. Aber mit Aykut Kaldirici und Deniz Ügdur hat Dreyer zwei starke Männer aus Ottersberg geholt. Auch Kai und Sven
Sedlasek aus der Etelser Zweiten können dem Team weiterhelfen. Mehrere Spieler aus der Reserve sowie der U18-Mann Jonas Gaulke komplettieren den TSV Achim, der bei der Vergabe des Titels eine Rolle mitspielen könnte.

Ganz vorn sieht nicht nur Dreyer Vize-Meister TSV Thedinghausen. Nach einer tollen Rückserie wurde die Elf von der Eyter erst im entscheidenden Relegationsspiel vor dem Einzug in die Bezirksliga gestoppt. Nun soll ein neuer Anlauf genommen werden. Das Trainertrio um Sven Gudegast muss dabei auf zwei starke Spieler verzichten. Verteidiger Rafael Möller und Offensivmann Mohamed Kone gingen zum TV Oyten. Es kamen neue Spieler hinzu, die die Lücken stopfen können: aus Schwarme Alexander Albrecht sowie Marcel Hunger (eigene A-Junioren) und Lennart Schröder (Reserve). „Wenn alle da sind, haben wir eine gute Qualität“, hofft Jan Steffens auf eine verletzungsfreie Serie.

Die ersten Spiele wird Thedinghausen in Emtinghausen austragen, weil das Vereinsheim erst Mitte September fertig wird. Thomas Cordes war vom Pokalauftritt des TSV Fischerhude-Quelkhorn in Hönisch enttäuscht. „Das war nichts“, sagte der TSV-Betreuer, dessen Elf nach einem 0:0 erst im Elfmeterschießen gewann. „Ich wünsche mir mehr Konstanz. Das fängt schon beim Training an. Alle sollen konsequent arbeiten und diszipliniert spielen. Ganz oben werden wir wohl nicht dabei sein.“ Schwer wiegen an der Wümme der Abgang von Jan-Luca Lange nach Etelsen und der von Pascal Schubert, der eine Pause einlegt. Mit Jan-Pascal Pongers (Etelsen II) und Michel Wülbers-Mindermann (Bassen II) kamen zwei gestandene Spieler. Ein solcher ist auch Felix Pinnow, der zuletzt kürzertrat. Artur Reitenbach kickte bislang in der Reserve, will nun aber in der ersten Mannschaft angreifen. Einen Platz im Team von Jens Lellek erhofft sich Hannes König, der zuletzt seine Stiefel für die Ottersberger U18 schnürte.

Beim TSV Uesen hat Lars Krooß das Zepter von Stefan Blasy übernommen. Krooß stieg mit Bassen II ab und hat nun eine reizvolle Aufgabe beim Kreispokalsieger. „Der Kader hat sich kaum verändert, wenngleich mit Daniel Janssen ein starker Spieler zum TSV Etelsen wechselte“, sagt Krooß. Das Ziel sei ein Platz unter den Top Drei. „Im Team ist viel Potenzial“, findet Krooß.

Der TSV Lohberg musste lange um den Klassenerhalt zittern. Henrik Dreyer, der das Traineramt vom langjährigen Coach Frank Walter während der Serie übernahm, hat es mit viel Arbeit im Endspurt geschafft. Auch in dieser Serie dürfte es Lohberg schwer haben. Die Elf lebt von ihrer Willenskraft und der guten Disziplin. Zudem versteht sie es, ihre Chancen eiskalt zu nutzten – wie beim 2:1-Pokalsieg gegen Thedinghausen. Auch der TSV Dörverden musste kämpfen, ehe der Klassenerhalt durch einen Erfolg gegen Absteiger Brunsbrock gefeiert wurde. Das Team aus dem Südkreis will sich nun besser präsentieren und frühzeitig die nötigen Punkte sammeln.

Beim SV Hönisch und beim TB Uphusen II wechselten sich Höhen und Tiefen ab. Mal enttäuschte der SVH, dann zeigte das Team wieder tolle Leistungen. Auch die Uphuser Oberliga-Reserve hat dieses Problem. Trainer Sven Zavelberg will mehr Kontinuität reinbringen und die Elf entwickeln, um den Anschluss zu den Spitzenteams herzustellen. Beim FC Verden 04 II und TSV Ottersberg II stehen neue Übungsleiter in der Verantwortung. In Verden übernahm Oliver Rozehnal von Patrick Brune (Pause).

Die Zweite der Ottersberger wird Hartmut Schwolow betreuen, weil Cord Clausen beim TSV Etelsen II eine neue Herausforderung gefunden hat. Der 55-jährige Schwolow war zuletzt im Kreis Rotenburg als Trainer aktiv. Besonders Schwolow hat eine knifflige Aufgabe: Er muss gemeinsam mit seinem Assistenten Kosta Papadopoulos eine neue Mannschaft aufbauen, die sich aus vielen Zugängen und wenigen verbliebenen Spielern zusammensetzt.

Region/Bremen Bezirk Lüneburg Kreis Verden Kreisliga Kreis Verden (Herren)

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