DSC_3889_print_FelixHampel_PatrickHirsch_LasseFehrmann Neue Spieler, neue Einheit? Beim TSV Wallhöfen muss sich ein extrem verjüngstes Team finden - auf und abseits des Fußballplatzes. © Tobias Dohr
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TSV Wallhöfen: Alles auf Anfang

Bezirksligist startet mit einem komplett umgebauten Team in die Saison

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Wie sich die Zeiten doch ändern. Vor exakt zwölf Monaten, da ging der TSV Wallhöfen noch als ein ganz heißer Titelaspirant in die Saison. Den Kader mit namhaften Akteuren verstärkt, das Saisonziel entsprechend ambitioniert. Am Ende durchlebte Trainer Oliver Schilling jedoch eine Saison voller Enttäuschungen. Es passte kaum was zusammen beim TSV.

Nun, ein Jahr später, ist alles anders im Wallhöfener Waldstadion. Schilling hat sein Team komplett umgebaut. Sozusagen auf links gedreht. Viele junge Spieler kamen dazu, mit Tobias Prigge, Boris Gerschkowitsch und Steffen Kaluza verließ ein erfahrenes Trio den Verein Richtung Hambergen. Der Ortsnachbar aus der Samtgemeinde, der vor zwölf Monaten noch auf Augenhöhe schien, ist gefühlt mittlerweile Lichtjahre von den Schwarz-Weißen entfernt. „Von den Spielernamen ist das sicherlich so“, sagt Schilling. „Und es ist auch ganz sicher nicht unser Anspruch, ganz oben mitzuspielen.“Wer Schilling auch nur ein bisschen kennt, weiß, wie sehr das am Selbstverständnis des ehrgeizigen Trainers nagt.

Ein bisschen muss es sich anfühlen, als ob er wieder bei Null startet. „Das ist definitiv so“, bestätigt Schilling. Aber nerven tut ihn das nicht. „Die letzte Saison hat mich abgenervt. Und zwar tierisch.“ Da arbeite er lieber wieder mit unfertigen, jungen Spielern, statt noch einmal so ein Jahr wie in der letzten Spielzeit mitmachen zu müssen. „Wenn fertige Spieler Ansprüche haben, aber nichts auf die Kette kriegen – das kann ich überhaupt nicht ab.“Insofern sei die neue Kadersituation überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil. Besonders die jungen Spieler haben bisher prima mitgezogen, zeigen sich motiviert und lernwillig. Ganz besonders Innenverteidiger Steffen Brünjes, der aus der eigenen A-Jugend kam, sowie der aus der U19 der JSG Gnarrenburg gekommene Neuzugang Luca Mischnick hätten sich in der Vorbereitung in den Vordergrund gespielt. „Aber sie müssen natürlich auch noch viel lernen“, so Schilling.Ob der TSV auch weiterhin ein Inbegriff für ballorientiertes Pressing bleiben wird, lässt sich Schilling neuerdings offen: „Man muss abwarten, wohin der Weg führt. Vor fünf Jahren hatten wir die Möglichkeit, das System in der Kreisliga zu verinnerlichen. Viele der jungen Spieler müssen das jetzt aber in der Bezirksliga hinkriegen. Das ist nicht so leicht.“ Mit Felix Hampel, Gian-Luka Muskee, Paskal Monsees oder auch Lasse Fehrmann verfügen die Wallhöfener auch weiterhin über gehobene Bezirksliga-Qualität.

Und dann sind da ja auch noch die Routiniers Alexander Kück, Sergej Baitler, Thorsten Klindworth und der spielende Co-Trainer Sönke Schröder. „Sie alle sind absolute Leistungsträger, in die ich totales Vertrauen habe“, sagt der TSV-Coach. „Aber sie müssen ihre Qualität natürlich auch zeigen und sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft stellen.“ Soll heißen: Schilling möchte definitiv nicht wieder in dieselbe Situation geraten, wie in den vergangenen Monaten, als er laut eigener Aussage beim Trio Prigge, Gerschkowitsch, Kaluza leichte Abnutzungserscheinungen ausgemacht hatte.Der Wallhöfen-Trainer weiß, dass er sich auf einem schmalen Grat bewegt. Es könnte gut laufen, wie damals, als der Aufsteiger mit seinem erfrischenden Offensivfußball die Liga eroberte. Es kann aber auch eng werden, richtig eng. „Ich weiß nicht, wo wir stehen. Die Vorbereitung war zu kurz, um alles zu verinnerlichen.“ Man sei gut gestartet und habe dann auch gut aufgehört. Dazwischen war vieles Stückwerk. Mit vielen individuellen Fehlern. Schilling: „Die nächsten Wochen werden jetzt zeigen, ob das an der hohen Intensität lag, oder ob wir einfach nicht besser sind.“

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