19. Juni 2018 / 19:09 Uhr

Fehler vom Spielausschuss? TSV Wennigsen und Germania Egestorf/Langreder III könnten auch aufsteigen

Fehler vom Spielausschuss? TSV Wennigsen und Germania Egestorf/Langreder III könnten auch aufsteigen

Christoph Hage
Der TSV Wennigsen pocht auf sein Aufstiegsrecht - und hat wohl Erfolg.
Der TSV Wennigsen pocht auf sein Aufstiegsrecht - und hat wohl Erfolg. © Thomas Bork
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Selten war die Frage "Wer steigt auf?" so schwer zu beantworten, wie in diesem Sommer. Fakt ist: Lohnde, Uetze II, Steinhude, Mecklenheide II, Grasdorf II und der TSV Horst sind durch. Nun könnten aber auch der TSV Wennigsen und der 1. FC Germania Egestorf/Langreder III von einem Fehler des Spielausschusses profitieren - und ebenfalls aufsteigen.

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Am Ende machte es für die betroffenen Vereine keinen großen Unterschied mehr – die Freude über den geschafften Aufstieg überwog, der Frust war vergessen. Der Lohnder SC 96, SV Uetze 08 II, SC Steinhude, TuS Mecklenheide II, Germania Grasdorf II und TSV Horst durften am späten Montagabend feiern – alle sechs Vereine spielen in der Saison 2018/2019 eine Liga höher. Und doch herrschte vielerorts noch Verwirrung, was nicht zuletzt am SC Empelde lag. Offenbar hat der Vizemeister der 1. Kreisklasse 4 nicht mehr gemeldet.

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Um 21.10 Uhr folgt die Erlösung

Thomas Manthey war am finalen Spieltag der Aufstiegsrunde zur Kreisliga durch die Hölle gegangen. Mit zwei Reisebussen waren die Lohnder nach Benthe gereist, die Aufstiegs-T-Shirts vorbereitet, Waldemar Dinges und Sascha Ebermann waren extra früher von einem Junggesellenabschied aus Kroatien zurückgekehrt. Und eine halbe Stunde vor dem Anpfiff bekam der LSC-Trainer von Spielausschussmitglied Henning Wolters die Aussage um die Ohren „Ihr braucht danach nicht zu feiern“. Für Manthey brach eine Welt zusammen. Zehn Minuten später stand er vor seiner Mannschaft und musste sie auf das Spiel gegen den SC Völksen vorbereiten. „Das war so, als wenn man einem kleinen Kind das Eis wegnimmt und es genüsslich vor seinen Augen isst“, sagt der LSC-Trainer. Und seinen Eltern nichts davon erzählen darf. Während der Partie – Lohnde entschied auch das dritte Duell der Runde für sich (1:0) – kreisten die Gedanken: Was tun? „Zehn Minuten vor dem Ende habe ich dann zu meinem Co-Trainer gesagt, dass wir uns das nicht nehmen lassen.“ Die Spieler und der Anhang erfuhren erst nach dem Abpfiff von der Ungewissheit, die Feier ging daher mit angezogener Handbremse vonstatten. Tags darauf folgte um 21.10 Uhr die Erlösung. Der Text der ersten Nachricht: „Kreisligist!“ Bis spät in die Nacht wurde der dritte Aufstieg in den vergangenen fünf Jahren gefeiert.

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Fehler des Spielausschusses?

Lange war vermutet worden, dass die Lohnder den Platz des SC Empelde einnehmen würden – auf diesen pocht allerdings der TSV Wennigsen, Tabellendritter, sowohl in der Aufstiegsrunde hinter dem 1. FC Burgdorf als auch in der Liga hinter den Empeldern. „Wir haben es rechtlich vom NFV prüfen lassen, weil wir unserer Meinung nach der rechtmäßige Aufsteiger sind nach der Nichtmeldung des SC Empelde“, sagt Wennigsens Abteilungsleiter Daniel Steinmüller. Paragraf 34 der NFV-Spielordnung verhalf bereits dem TSV Ingeln-Oesselse und den SF Aligse zum nachträglichen Klassenerhalt – und spricht nun offenbar auch für die Wennigser. Der Spielausschuss soll einen Fehler bereits eingestanden haben und nun sowohl die Lohnder, denen ein Aufstieg als Erster in Aussicht gestellt worden war, als auch die Wennigser aufsteigen lassen. In diesem Fall würde eine Kreisliga-Staffel in der nächsten Saison mit 17 Teams an den Start gehen. Eine Bestätigung von Thorsten Schuschel gab es allerdings nicht. Der Vorsitzende des Spielausschusses war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Egestorfs Dritte in den Seilen

Der Wennigser Aufstieg hätte auch für die Runde zur 1. Kreisklasse Folgen, in der durch die Fusion der SG Bredenbeck und des Holtenser SV ohnehin ein zusätzlicher Platz frei geworden war. Bislang haben nur der SC Steinhude als Sieger der Runde sowie der Zweite SV Uetze 08 II Gewissheit, dass sie eine Liga höher dürfen. Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder III hängt abermals in den Seilen, könnte aber ebenfalls profitieren. „Alles, was ich offiziell weiß, ist, dass Uetze und Steinhude aufgestiegen sind“, zeigte sich Trainer Michael Wildung überrascht.

Die Aufstiegsrunde zur 2. Kreisklasse war unter dem Strich überflüssig: Mecklenheides und Grasdorfs Reserve sowie der TSV Horst sind aufgestiegen. Was die neue Entwicklung für die Vizemeister und die Tabellendritten der 4. Kreisklasse bedeutet, ist unklar.

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