11. Oktober 2018 / 11:59 Uhr

TSV Weyhe-Lahausen II: Neben der Spur

TSV Weyhe-Lahausen II: Neben der Spur

Thorin Mentrup
Der TSV Weyhe-Lahausen II (schwarz-weißes Trikot) muss sich in dieser Saison mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen.
Der TSV Weyhe-Lahausen II (schwarz-weißes Trikot) muss sich in dieser Saison mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. © Michael Braunschädel
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Große personelle Probleme führen dazu, dass sich das Team aus der 1. Kreisklasse Diepholz im Tabellenkeller wiederfindet

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Im neunten Jahr trainiert Qui Ly bereits die zweite Fußballherrenmannschaft des TSV Weyhe-Lahausen. Momentan befindet er sich mit seiner Elf in einer der schwierigsten Phasen dieser Zeit. Sportlich läuft es nicht für das Team aus der 1. Kreisklasse Diepholz: Nach der 3:4-Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen die Zweitvertretung des TV Stuhr belegt es mit nur zwei Siegen aus neun Spielen den drittletzten Tabellenplatz. Eine Erkenntnis ist in den vergangenen Wochen und Monaten bei Qui Ly gereift: "Wir müssen gegen den Abstieg kämpfen."

Diese Situation ist den Lahausern nahezu unbekannt. Im Sommer wären sie in die Kreisliga aufgestiegen, wenn nicht die eigene Erste dort schon beheimatet wäre. Vom Fast-Kreisligisten zum Abstiegskandidaten in wenigen Monaten: Es ist eine krasse Wandlung der sportlichen Situation des TSV. Doch sie hat Gründe, die vor allem personeller Natur sind. Für Ly kommt viel zusammen: "Wir hatten im Sommer viele Abgänge, darunter waren etliche Führungsspieler und erfahrene Akteure, und dazu haben wir viele Verletzte. Im Vergleich zum letzten Jahr ist uns eine ganze Achse weggebrochen." Diese Achse, das waren Spieler wie Peter Tylla und Nils Hindahl, die sich vor dieser Saison dem TSV Bramstedt angeschlossen haben, aber auch Moritz Anton, der seit dem Winter zu einem festen Bestandteil der ersten Herrenmannschaft geworden ist. Mit Florian Mömkes, Ole Neumann und Jan-Hendrik Weitkamp haben sich zudem mehrere Spieler in Richtung Alte Herren verabschiedet. Torben Liebich, ein weiterer Stammspieler der vergangenen Saison, steht darüber hinaus aus beruflichen Gründen quasi nicht mehr zur Verfügung.

"Wir wussten schon vor der Saison, dass es schwierig wird, diese ganzen Abgänge zu ersetzen", waren Lys Erwartungen vor dieser Spielzeit ohnehin schon etwas gedämpft. Doch die ersten Spieltage ließen die Laune im Lahauser Lager noch weiter sinken: Abwehrchef Dejan Horvat verletzte sich bereits früh in der Saison, dasselbe galt für Sechser Christopher Böttjer und für Zehner Sebastian Mömkes. "Da fehlt mir dann fast eine komplette Elf im Vergleich zur letzten Saison", macht Ly, der sogar schon selbst auf dem Platz stehen musste, deutlich, wie schwer der derzeitige personelle Aderlass wiegt. "Das können wir im Moment nicht auffangen. Die Neuzugänge haben es natürlich auch schwer. Für sie wäre es einfacher, wenn sie in eine funktionierende Mannschaft gekommen wären." So richtig greift beim TSV momentan kein Rad in das andere. Ohne eine zentrale Achse fehlt trotz der Unterstützung durch die anderen Herrenmannschaften und die A-Jugend die Stabilität im Spiel der Lahauser.

Deshalb läuft der TSV den Ergebnissen der vergangenen Jahre hinterher. Seit dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse im Jahr 2015 gehörte er immer zur Spitzengruppe. Ein fünfter und zwei vierte Ränge waren die starken Endplatzierungen. Zum Vergleich: Der TV Stuhr II stieg im selben Jahr auf wie die Ly-Elf und wurde danach zweimal Achter und einmal Elfter. Nun liegt der TVS vor dem TSV, nach dem gewonnenen direkten Vergleich sechs Punkte. Die Lahauser ließen in dieser Partie eine große Chance aus, sich ins Mittelfeld vorzuschieben. "Uns fehlt einfach auch ein Stück weit das Glück", sieht Ly einen weiteren Grund für die schwierige Situation. Am Stuhr-Spiel kann er das gut festmachen: Durch ein Eigentor geriet seine Elf ins Hintertreffen. Daran hatten die Lahauser zu knabbern. "Jeder Rückschlag tut momentan besonders weh. Die Situation ist ungewohnt für die Jungs. Auch deshalb haben sie so zu kämpfen."

Den Einsatz kann Ly seiner Mannschaft freilich nicht absprechen. "Die Jungs versuchen wirklich alles." Akteure wie Dennis Spiegel wachsen immer mehr in die Führungsrolle hinein. "Dennis gehörte auch im letzten Jahr schon zu den wichtigen Spielern, aber er übernimmt jetzt noch mehr Aufgaben", lobt Ly den achtfachen Torschützen. Doch auch wenn sich die Lahauser nicht hängen lassen, ist die Hoffnung auf ein sorgenfreies Jahr bereits dahin: "Bis zum Winter werden wir definitiv gegen den Abstieg spielen", vermutet Ly. Dann hofft er auf Besserung – im Hinblick auf die personelle Situation ebenso wie auf die Ergebnisse.

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