DSC_5399 Delmenhorster Jubel. © Ingo Moellers
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Tur Abdin: Die Defensive ragt heraus

Im Heimspiel gegen die Reserve des VfB Oldenburg können die Delmenhorster mit 2:1 gewinnen und so ihren dritten Tabellenrang verteidigen

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Das Spiel gewonnen, den dritten Tabellenplatz verteidigt und dazu noch die Vorgaben gut umgesetzt – Christian Kaya konnte mit dem Auftritt seiner Elf wirklich zufrieden sein. Mit 2:1 (0:0) hat der SV Tur Abdin vor heimischen Publikum verdient gegen die Reserve vom VfB Oldenburg gewonnen und bleibt damit auch weiterhin ärgster Verfolger des Spitzenduos der Fußball-Bezirksliga. An diesem herbstlichen Sonntagnachmittag stimmte bei Abdin einfach das Gesamtpaket: In der Defensive unterliefen der Kaya-Elf kaum Fehler, zudem zeigte sie mehr Laufbereitschaft und gewann eine Vielzahl der Zweikämpfe. Offensiv waren die Gastgeber zielstrebiger und sie hatten Andreas Lorer im Sturm, der mit seinen zwei Treffern am Ende den Unterschied ausmachte. "Andreas ist einfach der Wahnsinn. Er schießt Tore, die nicht jeder macht. Außerdem kämpft und läuft er viel", lobte Kaya seinen Angreifer. 

Überhaupt hatte der Coach wenig an der Leistung seiner Mannschaft auszusetzen. Warum auch? Die Abdiner wirkten gegen die Regionalliga-Reserve des VfB von Beginn an hellwach. Und genau darüber hatte Kaya mit seinem Team zuletzt intensiv gesprochen. Denn beim Heimspiel gegen den FC Rastede vor zwei Wochen verschliefen die Aramäer den ersten Durchgang komplett und hatten Glück, dass der FC daraus nicht richtig Profit schlagen konnte. Kaya: "Wir haben das beim Training ausführlich besprochen. Diesmal waren wir von Anfang an da." Nichtsdestotrotz hatten die Gäste aus Oldenburg in der ersten Hälfte leichte Vorteile. Jedoch schafften sie es nicht, diese in etwas Zählbares umzumünzen. Die Chance dazu hatten sie aber allemal: Jonathan Matondo vollbrachte das Kunststück, den Ball aus sechs Metern am Abdin-Kasten vorbeizuschießen (7.).

Es war die einzig wirklich brenzlige Situation, die der Gastgeber überstehen musste. Ansonsten bissen sich die Oldenburger die Zähne an der Abdin-Abwehrreihe aus. "Wir haben die erste Hälfte vielleicht etwas mehr dominiert, aber wir hatten kaum zwingende Chancen. Abdin war einfach bissiger", analysierte VfB-Coach Marco Elia nach dem Abpfiff. Offensiv lahmte es in Hälfte eins allerdings auch bei den Gastgebern. In den ersten 45 Minuten spielten sie sich lediglich eine nennenswerte Chance heraus: Einen Freistoß klärten die VfBler nicht richtig, an der Grundlinie schnappte sich Michael Sen den Ball und flankte ihn in die Mitte auf Daniel Karli, der das Leder allerdings über das gegnerische Gehäuse beförderte. Keineswegs sahen die rund 120 Zuschauer eine schlechte erste Hälfte, es fehlten eben nur die ganz großen Chancen.

Die gab es dafür gleich nach der Pause. Nach einer Ecke hielt Matondo den Fuß rein, Abdin-Torhüter Eshan Eshani Tabar kratze den Ball mit einer ganz starken Parade noch von der Linie (49.). Praktisch im Gegenzug flankte Verteidiger George Celik aus dem Halbfeld auf Andreas Lorer, den Ball per Direktabnahme in das lange Eck zum 1:0 für Abdin nagelte (52.). Elia: "Wir haben stark begonnen, kassieren in dieser Phase dann aber den Rückstand. Danach hat bei uns nichts mehr gestimmt, mein Team hat keine passende Reaktion gezeigt." Tatsächlich ließen die Oldenburger in der Folgezeit die Köpfe hängen, was Abdin geschickt ausnutzte. Die Kaya-Elf kontrollierte die Partie weitestgehend, verpasste es aber, den Deckel frühzeitig draufzumachen.

So hatte der VfL durch eine Chance von Christopher Kant (61.) nochmals am Ausgleich geschnuppert, ehe Lorer dann doch für die Vorentscheidung sorgte. Der zuvor eingewechselte Eugen Plushnikow eroberte den Ball, passte auf die rechte Außenbahn zu Lukas Mutlu, dessen Hereingabe genau vor den Füßen von Lorer landete – 2:0 (74.). Offensichtlich hatten sich die Oldenburger nun mit der Niederlage abgefunden, zumindest blieb ein letztes Aufbäumen aus. Erst in der finalen Minute der Nachspielzeit erzielten sie noch den Anschluss. Im eigenen Strafraum schafften es die Abdiner nicht, den Ball zu klären. Letztlich fälschte Bastian Asmus den dritten Schussversuch von Kant entscheidend ab, sodass Tabar nicht mehr parieren konnte. Und trotz des späten und unnötigen Gegentores war Kaya mehr als zufrieden mit seiner Elf: "Unsere Defensive hat das Spiel heute gewonnen. Wir waren sehr aufmerksam, haben den Ball nicht einfach herausgedroschen, sondern vernünftig aufgebaut."

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems Bezirksliga Bezirk Weser-Ems 2 (Herren) SV Brake-VFL Stenum (16/10/2016 17:00) SV Turabdin Delmenhorst (Herren) VfB Oldenburg II (Herren)

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