19. November 2017 / 20:27 Uhr

Tur Abdin mit Unentschieden nach hitziger Schlussphase

Tur Abdin mit Unentschieden nach hitziger Schlussphase

Michael Kerzel
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Tur Abdin und der GVO Oldenburg trennten die Punkte. © Ingo Moellers
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Gegen die Remis-Könige der Liga, den GVO Oldenburg, kommen die Delmenhorster nur zu einem 1:1

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88 Minuten lang passierte auf dem Rasen im Stadion an der Düsternortstraße fast gar nichts, doch dann folgten turbulente Minuten, die die Zuschauer zumindest etwas für das bis dahin sehr zähe Spiel entschädigten, in dem sich die Fußball-Mannschaften des SV Tur Abdin Delmenhorst und vom GVO Oldenburg in der Bezirksliga die Punkte beim 1:1 (0:0) teilten. "In der ersten Halbzeit haben wir es eigentlich ganz gut gemacht, aber die zweite Hälfte war katastrophal", fasste Abdins Trainer Christian Kaya die Begegnung zusammen. Und doch hätten seine Mannen beinahe den Sieg davon getragen.

Kurz vor Schluss hatte sich GVO-Verteidiger Lasse Uber an der linken Strafraumkante von Daniel Akyol düpieren lassen und den Abdiner gefoult. Schiedsrichter Tim Otten entschied folgerichtig auf Elfmeter. Mit diesem scheiterte Manuel Celik zunächst an Schlussmann Lasse Dworczak, den Nachschuss schob er jedoch überlegt ins Netz – 1:0 (88.). Es war die erste richtige Torchance der Delmenhorster im zweiten Durchgang. Auf der Gegenseite hatten die Oldenburger allerdings auch kaum Gelegenheiten. Eigentlich war es bis zum Elfmetertreffer ein typisches 0:0-Spiel auf niedrigem Niveau.

Doch trotz der glücklichen Führung kurz vor dem Ende reichte es nicht zu drei Punkten für die Kaya-Mannen. GVO schlug einen langen Ball, der etwa 50 Meter durch die Luft flog, in den Abdin-Strafraum. Die Verteidigung der Delmenhorster konnte sich jedoch nicht einigen, sodass der eingewechselte Hendrik Ramke völlig frei vor Ehsan Ehsani Tabar stand und überlegt der Ausgleich erzielte (90.). "Das kann einfach nicht sein. Ich verstehe nicht, wie beim Stand von 1:0 in der letzten Minute ein langer Ball hinter der Abwehr landen kann. Da müssen wir hinten einfach dicht machen", ärgerte sich Kaya. In einer Partie ohne Torchancen stand es plötzlich 1:1. Und Schluss war noch nicht. Plötzlich drückten beide Teams aufs Tempo, was in einer Freistoßchance rund 20 Meter vor dem GVO-Strafraum resultierte – doch Dworczak konnte den Schlenzer über die Mauer abfangen.  Kurz danach wurde es noch hitzig in einer bis auf ein Szene – Manuel Celik hatte für eine rüde Grätsche im Mittelfeld die gelbe Karte gesehen und war damit gut bedient – sehr fairen Partie. Akyol war nach einer harten Grätsche am Boden liegen geblieben, es kam zu einer Rudelbildung. In diese hinein pfiff Otten jedoch ab, sodass sich die Akteure beruhigen konnten. Einen Sieger hatte diese Begegnung nicht verdient.

Die Oldenburger sind es gewohnt, die Punkte zu teilen: Sieben Unentschieden sammelte GVO in 14 Partien, darunter sechs in den vergangenen neun Begegnungen. Zudem sind die Oldenburger nicht für Spektakel bekannt. In Spielen mit GVO-Beteiligung fallen ligaweit die wenigsten Tore. Nur die beiden Spitzenteams VfL Wildeshausen und SV Brake kassieren weniger Gegentore, doch auch nur Eintracht Oldenburg ist seinerseits ungefährlicher.

Auch gegen Abdin sicherte GVO in erster Linie das eigene Tor. Vor einer Fünferkette agierten drei eher defensive Mittelfeldspieler, die versuchten, die beiden Spitzen mit Bällen in die Tiefe zu schicken. Einmal in 90 Minuten klappte das, doch Jonas Brüggemann scheiterte im Eins-gegen-ein an einer starken Fußparade von Ehsani Tabar (13.). In den ersten 45 Minuten kontrollierte die Kaya-Elf die Partie sonst weitestgehend. Gefährlich wurden die Abdiner zweimal über außen. Nach eine Flanke von Manuel Celik traf Joseph Kaya den Ball bei einer Volleyabnahme nicht richtig, einmal nahm Manuel Celik eine Flanke von Kaya volley, schoss jedoch genau auf Dworczak. Durch das Unentschieden bleibt Abdin auf Platz vier und zuhause ungeschlagen.

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. © Ingo Moellers
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