28. Januar 2018 / 20:16 Uhr

Turbine Potsdam feiert wieder! Hallencup-Erfolg nach Final-Neuauflage gegen Sporting Lissabon

Turbine Potsdam feiert wieder! Hallencup-Erfolg nach Final-Neuauflage gegen Sporting Lissabon

Christoph Brandhorst
Turbine feiert die Titelverteidigung beim eigenen Hallencup.
Turbine feiert die Titelverteidigung beim eigenen Hallencup. © Jan Kuppert
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6. Internationaler AOK-Turbine-Hallencup: Gastgeber drehen im entscheidenden Moment auf und verteidigen den Titel.

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Melissa Kössler war am Sonntagnachmittag die erste, die den silbernen Siegerpokal vor den jubelnden Fans von Turbine Potsdam in die Höhe stemmen durfte. Die 17-jährige Angreiferin, die seit diesem Winter fest zum Aufgebot des Frauenfußball-Bundesligisten zählt, durfte gleich bei ihrem ersten Turbine-Hallencup die Trophäe in den Händen halten. Die Gastgeberinnen verteidigten bei der sechsten Auflage ihres eigenen Turniers in der Potsdamer MBS-Arena erfolgreich den Titel durch einen 4:1-Finalerfolg gegen Sporting Clube de Portugal aus Lissabon.

„Es ist geil, hier dabei zu sein“, sagte Melissa Kössler. „Das ist ein gutes Gefühl und zum Ende waren wir auch besser eingespielt.“ Die Nachwuchshoffnung krönte ihre persönliche Leistung mit einem Treffer im Endspiel. Nach einem holprigen Start am Sonnabend mit einer Auftaktniederlage gegen Glasgow City (1:2) und auch am Sonntag mit zwei Remis zum Abschluss der Gruppenphase steigerten sich die Turbinen genau zum richtigen Zeitpunkt.

Turbine-Hallencup: Tag 2 in Bildern


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Im Halbfinale gegen Sparta Prag boten sich beide Teams einen packenden Kampf. Erst hatten die Tschechinnen die Riesenchance zur Führung, dann traf Potsdams Eseosa Aigbogun auf der anderen Seite und ließ die rund 1800 Zuschauer in der Arena zum ersten Mal jubeln. Laura Lindner und Marina Georgieva stellten den 3:0-Endstand her. „Das war eigentlich das vorweggenommene Finale“, befand Turbine-Ehrenpräsident Bernd Schröder. Ein Trost für Sparta: Andrea Stasková war die erfolgreichste Torschützin (7 Treffer) und wurde auch zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Das erste Semifinale hatte zuvor erst im Neunmeterschießen einen Sieger gefunden. Tatiana Pinto schoss Lissabon gegen St. Pölten aus Österreich ins Finale. Ausgerechnet Spielertrainerin Fanny Vago hatte ihren Schuss ans Lattenkreuz gesetzt – der Turniersieger von 2016 war raus. „Im Neunmeterschießen stehen die Chancen eben 50:50“, sagte Fanny Vago. „Aber die Atmosphäre ist trotzdem schön, wir freuen uns das ganz Jahr auf dieses Turnier hier“, fügte sie hinzu.

Turbine-Hallencup: Tag 1 in Bildern


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In der Neuauflage des Endspiels von 2017 ließ das Team von Coach Matthias Rudolph gegen die Portugiesinnen nichts anbrennen. Laura Lindner mit einem Doppelpack, Melissa Kössler und Caroline Siems trafen beim 4:1-Sieg und brachten die Halle zum Beben. Da hatte das zwischenzeitliche 1:3 durch Fátima Pintos Neunmeter nur noch statistischen Wert. Als die Uhr runter tickte, hielt es keinen mehr auf den Sitzen. „Zum Ende hin wurde es immer besser. Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Sieg geklappt hat“, freute sich Matchwinnerin Laura Lindner nach dem letzten Abpfiff des langen Hallenfußball-Marathons.

Mit der Vorstellung war schließlich auch der Trainer zufrieden: „Wir haben uns kontinuierlich gesteigert“, sagte Matthias Rudolph. Vor allem mit Halbfinale und Finale könne man aus Turbine-Sicht sehr zufrieden sein, da habe sein Team „echt gut gespielt“. Und Melissa Kössler? Die hat der Coach ganz bewusst für den Hallencup nominiert. „Sie hat sich im letzten halben Jahr toll entwickelt. Die Kulisse hier war neu für sie, da soll sie sich dran gewöhnen. Sie hat eine ordentliche Leistung gezeigt“, lobte Rudolph die 17-Jährige, die bei ihrer Hallencup-Premiere prompt den ersten Titel einheimste. Das Bad in der Jubelmenge hatte sie sich dabei redlich verdient.

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Turnierstatistik

Gruppe A

  • Turbine Potsdam – Glasgow City 1:2
  • SKN St. Pölten – Gintra Universitetas 4:0
  • Gintra Universitetas – Turbine Potsdam 0:1
  • Glasgow City – SKN St. Pölten 0:5
  • Turbine Potsdam – SKN St. Pölten 1:0
  • Glasgow City – Gintra Universitetas 1:0
  • Glasgow City – Turbine Potsdam 1:3
  • Gintra Universitetas – SKN St. Pölten 0:2
  • Turbine Potsdam – Gintra Universitetas 1:1
  • SKN St. Pölten – Glasgow City FC 4:1
  • SKN St. Pölten – Turbine Potsdam 1:1
  • Gintra Universitetas – Glasgow City FC 3:3
  1. SKN St. Pölten 16:3 Tore, 13 Punkte
  2. Turbine Potsdam 8:5 Tore, 11 Punkte
  3. Glasgow City FC 5:13 Tore, 7 Punkte
  4. Gintra Universitetas 1:9 Tore, 2 Punkte

Gruppe B

  • Sporting Clube de Portugal – AC Sparta Prag 0:4
  • MTK Hungaria – Gornik Leczna 1:0
  • Gornik Leczna – Sporting Clube de Portugal 4:0
  • AC Sparta Prag – MTK Hungaria 2:1
  • Sporting Clube de Portugal – MTK Hungaria 3:0
  • AC Sparta Prag – Gornik Leczna 1:1
  • AC Sparta Prag – Sporting Clube de Portugal 5:0
  • Gornik Leczna – MTK Hungaria 2:3
  • Sporting Clube de Portugal – Gornik Leczna 1:0
  • MTK Hungaria – AC Sparta Prag 0:5
  • MTK Hungaria – Sporting Clube de Portugal 2:3
  • Gornik Leczna – AC Sparta Prag 2:2
  1. AC Sparta Prag 19:4 Tore, 14 Punkte
  2. Sporting Clube de Portugal 7:15 Tore, 9 Punkte
  3. MTK Hungaria 7:15 Tore, 6 Punkte
  4. Gornik Leczna 9:8 Tore, 5 Punkte

Zwischenrunde

Glasgow City FC – Gornik Leczna 2:1

Gintra Universitetas – MTK Hungaria 1:0

Halbfinale

St. Pölten – Sporting Clube de Portugal 5:6 n.N.

Turbine Potsdam – AC Sparta Prag 3:0

Spiel um Platz 7

Gornik Leczna – MTK Hungaria 5:0

Spiel um Platz 5

Glasgow City FC – Gintra Universitetas 5:2

Spiel um Platz 3

St. Pölten – AC Sparta Prag 2:0

Finale

Turbine Potsdam – Sporting Clube de Portugal 4:1

Beste Torschützin

Andrea Stasková (Sparta Prag, 7 Treffer)

Beste Spielerin

Andrea Stasková (Sparta Prag)

Beste Torhüterin

Klaudia Kowalska (Gornik Leczna)

Aufgebot Turbine Potsdam

Lisa Schmitz, Vanessa Fischer – Caroline Siems, Lia Wälti, Gina Chmielinski, Laura Lindner, Melissa Kössler, Eseosa Aigbogun, Jennifer Cramer, Lara Prasnikar, Marina Georgieva, Lidija Kulis (nur am ersten Turniertag)

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