10. Februar 2019 / 18:36 Uhr

Turbine Potsdam siegt in Sand und trifft im Pokal auf Wolfsburg (mit Galerie)

Turbine Potsdam siegt in Sand und trifft im Pokal auf Wolfsburg (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Ausgelassener Jubel bei Turbine Potsdam nach dem Tor zum 3:2-Erfolg.
Ausgelassener Jubel bei Turbine Potsdam nach dem Tor zum 3:2-Erfolg. © Jan Kuppert
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Sarah Zadrazil schießt Potsdamer Bundesliga-Fußballerinnen zum 3:2-Auswärtssieg im Nachholspiel gegen den SC Sand. Im DFB-Pokal-Viertelfinale gab es für die Turbinen ein ganz schweres Los.

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Es war eine aufregende Woche für Sarah Zadrazil. Österreichs Fußballerin des Jahres jettete erst nach Paris, posierte auf Selfies, die sie auf ihrem Instagram-Kanal verbreitete, mit PSG-Stars wie dem Brasilianer Neymar, Nationalspieler Julian Draxler oder dem französischen Weltmeister Kylian Mbappé.

Schwerstarbeit statt Glamour war dann am Sonntag zum Punktspielstart im Jahr 2019 für die Mittelfeldspielerin und ihre Teamkolleginnen vom 1. FFC Turbine Potsdam angesagt. Mit dem SC Sand lieferten sich die Brandenburgerinnen im Nachholspiel einen Schlagabtausch, bei dem Sarah Zadrazil am Ende das letzte Wort hatte.

Durch ihren 3:2-Siegtreffer in der 83. Minute springt Turbine in der Tabelle wieder an Essen vorbei auf Rang drei. „Am Ende war der Sieg verdient, weil wir auch spielerisch die bessere Mannschaft waren“, bilanzierte Trainer Matthias Rudolph, der im Tor die wiedergenesene Lisa Schmitz aufstellte, aber auf Gina Chmielinski, Amanda Ilestedt (beide muskuläre Probleme), Lena Petermann (Fußverletzung) und kurzfristig auch auf Bianca Schmidt (krank) verzichten musste.

Turbine Potsdam gewinnt im ersten Pflichtspiel des Jahres 2019 mit 3:2 beim SC Sand.

Vize-Kapitänin Felicitas Rauch hatte zum 1:1 getroffen, Melissa Kössler (r.) jubelt mit ihr. Zur Galerie
Vize-Kapitänin Felicitas Rauch hatte zum 1:1 getroffen, Melissa Kössler (r.) jubelt mit ihr. © Jan Kuppert
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Für den frühen Rückstand sollte das keine Erklärung sein. Nur zwei Minuten waren rum, da traf Jasmin Sehan per Traumschuss zum 1:0 für Sand. Vielmehr waren es die Verhältnisse, die den Gästen zu schaffen machten. „Es waren ganz schwierige Bedingungen“, so Rudolph, „es herrschte extremer Wind, später kam Regen dazu, es war fast irregulär.“

Beirren ließen sich seine Mädels durch all das nicht. „Es hat uns ausgezeichnet, dass wir nach dem Gegentor ruhig geblieben sind. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, sind oft über die Flügel durchgekommen, haben gut kombiniert“, berichtet der Turbine-Coach. Jedenfalls so gut es eben möglich war im Willstätter Orsay-Stadion vor nur 268 Zuschauern. Der Lohn war der 1:1-Ausgleich durch Felicitas Rauch (27.).

Rudolph: "Müssen das eigentlich nach Hause bringen"

„Nach der Pause haben wir dominiert“, so Rudolph. Lara Prasnikar schoss aus der zweiten Reihe das 2:1 (51.). „Wenn du ganz oben dabei sein willst, musst du das dann eigentlich nach Hause bringen.“ Aber so einfach war es nicht: Sand schlug noch einmal zurück, glich nur acht Minuten später durch Milena Nikolic erneut aus (59.).

„Die Moral hat bei uns dann gestimmt“, freute sich Matthias Rudolph über die Reaktion seiner Mannschaft. „Obwohl uns so ein bisschen die Zeit davongelaufen ist, sind wir ruhig geblieben, haben weiter kombiniert und nicht nur lange Bälle geschlagen.“ Da stand dann in der 83. Minute also Sarah Zadrazil und verwertete eine Eingabe zum umjubelten 3:2. Dass Hoffenheim im zweiten Spiel des Tages Frankfurt 0:1 unterlag, spielte den Turbinen in die Karten. Rudolph: „Darauf haben wir nicht geschaut, wir mussten ja unser Ding machen.“

Seriensieger wartet im Viertelfinale

Auf der Rückreise nach Potsdam richtete sich die Aufmerksamkeit der Turbine-Fußballerinnen auf das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund. Dort zog der Brandenburger Handball-Profi Fabian Böhm, der sogar in Potsdam geboren wurde, unter Aufsicht von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Paarungen für das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen.

Und für die Turbinen kam es ganz dicke: Sie treffen am 13. März auf den VfL Wolfsburg, müssen auch noch auswärts antreten, dabei hatte sich Trainer Matthias Rudolph endlich mal ein Pokal-Heimspiel gewünscht. Die VfL-Frauen sind der Seriensieger des Wettbewerbs, konnten den Cup zuletzt viermal in Folge gewinnen.

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