12. September 2018 / 18:05 Uhr

Turbine Potsdam-Kapitänin Svenja Huth: „Ich bin für meine Mädels da“

Turbine Potsdam-Kapitänin Svenja Huth: „Ich bin für meine Mädels da“

Christoph Brandhorst
Im DFB-Pokalspiel gegen den SV Meppen hat Svenja Huth (r.) erstmals die Kapitänsbinde bei Turbine Potsdam getragen.
Im DFB-Pokalspiel gegen den SV Meppen hat Svenja Huth (r.) erstmals die Kapitänsbinde bei Turbine Potsdam getragen. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Turbine Potsdam startet am Sonntag gegen Hoffenheim in die neue Bundesliga-Saison. Nationalspielerin Svenja Huth wird dann als Kapitänin die neue Chefin auf dem Platz sein.

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Matthias Rudolph hat sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen. Nach dem Abgang von Lia Wälti zu Arsenal London musste eine Nachfolgerin für das Kapitänsamt bei Turbine Potsdam bestimmt werden. Doch bis zum Pflichtspielstart im DFB-Pokal gegen den SV Meppen (6:0) ließ sich der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten aus der Landeshauptstadt nicht in die Karten blicken. Nun ist klar: Svenja Huth ist die neue Chefin auf dem Platz.

„Der Trainer hat mich vor dem Pokalspiel gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, das zu machen“, erzählt die Angreiferin, die 2016 in Rio mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft Olympiasiegerin wurde. „Er hat mir Bedenkzeit gegeben – aber ich musste gar nicht lange überlegen.“ Seit drei Jahren geht die quirlige Angreiferin an der Havel auf Torejagd. 2015 kam sie vom langjährigen Rivalen 1. FFC Frankfurt nach Potsdam. „Jetzt hier Kapitänin zu sein, ist eine große Ehre und das i-Tüpfelchen für mich. Ich muss mich bei den Trainern bedanken, dass sie mir dieses Vertrauen schenken“, sagt die 39-fache DFB-Auswahlspielerin, die ihre Aufgabe nun darin sieht, als Ansprechpartnerin für Trainerteam und Spielerinnen zu fungieren. „Meine Mädels sollen wissen, dass ich jederzeit für sie da bin“, stellt Svenja Huth klar. Unterstützt wird sie von Felicitas Rauch. Das 22-jährige Turbine-Eigengewächs ist neue Vize-Kapitänin. Aber auch andere erfahrene Spielerinnen wie Torhüterin Lisa Schmitz, Johanna Elsig oder Rahel Kiwic würden Verantwortung übernehmen. Auf dem Platz ändere sich für die 27-Jährige, die in Alzenau bei Frankfurt am Main geboren wurde, hingegen wenig. „Ich werde weiter versuchen, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir erfolgreich sind“, so Svenja Huth.

​Svenja Huth: "Wir wissen auch um unsere Qualitäten"

Matthias Rudolph begründet seine Kapitänswahl so: „Svenja bringt für den Verein schon über Jahre konstant sehr gute Leistungen. Sie geht im Training und im Spiel voran.“ Zudem sei sie mit ihrer Art für viele junge Spielerinnen ein Vorbild dafür, wie man sich als Leistungssportlerin verhält, betont der Potsdamer Trainer.

Das obere Tabellendrittel haben die Turbinen nach Platz vier in der Vorsaison wieder anvisiert. „Wolfsburg und Bayern sind aufgrund ihrer Kader die Top-Favoriten“, weiß auch Svenja Huth und schiebt hinterher: „Aber wir wissen auch um unsere Qualitäten.“ Diese wollen die Brandenburgerinnen am Sonntag (11 Uhr) beim Saisonstart bei der TSG 1899 Hoffenheim gleich abrufen. Bei der neuen Turbine-Spielführerin kribbelt es schon. „Die Vorfreude ist unglaublich groß. Die Vorbereitung war lang, aber den Schweiß und die Anstrengungen haben wir jetzt hinter uns. Es wird Zeit, dass es wieder losgeht“, sagt die Stürmerin mit leuchtenden Augen.

​Huth: "Wollen mehr Siege einfahren"

Der Vorjahresachte Hoffenheim sei als Auftaktgegner sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Im ersten Spiel weiß man nie einhundertprozentig, wo man steht“, sagt Svenja Huth. „Wir brauchen eine konzentrierte Leistung.“ Für den Verlauf der Saison sei ein guter Start in der Bundesliga von großer Bedeutung. Das habe man im vorigen Jahr gesehen, als der sechsfache Deutsche Meister in der gesamten Hinrunde ohne Niederlage blieb, aber durch eine Unentschieden-Serie wichtige Punkte liegen ließ. „Diesmal“, sagt Svenja Huth, „wollen wir mehr Siege einfahren.“

Turbines Pokalerfolg in Meppen in Bildern

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