07. September 2018 / 16:48 Uhr

Turbine Potsdams Lena Petermann: „Trete hier in große Fußstapfen“

Turbine Potsdams Lena Petermann: „Trete hier in große Fußstapfen“

Christoph Brandhorst
Lena Petermann (r.) will beim 1. FFC Turbine Potsdam voll durchstarten.
Lena Petermann (r.) will beim 1. FFC Turbine Potsdam voll durchstarten. © Christoph Brandhorst
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DFB-Pokal Frauen: Der 1. FFC Turbine Potsdam tritt am Sonntag bei Zweitligist SV Meppen an.

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Lena Petermann ist angekommen in Potsdam. Nach einigen Wochen im Hotel hat die Fußballerin vom 1. FFC Turbine endlich ihre eigene Wohnung bezogen. „In den eigenen vier Wänden fühlt man sich doch wohler“, sagt der Neuzugang vom SC Freiburg. Auch sportlich geht es vorwärts. Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel hatte die Nationalspielerin zum Start beim Bundesligisten aus der Landeshauptstadt ausgebremst. „Jetzt freue ich mich darauf, auch im Fußball voll durchzustarten.“

Vielleicht schon am Sonntag, wenn Turbine um 14 Uhr beim Zweitligisten SV Meppen die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal bestreitet und für die Potsdamerinnen damit die Pflichtspiele beginnen. „Sie hat in dieser Woche voll mittrainiert, wir lassen uns offen, ob sie schon am Sonntag zum Einsatz kommt“, sagt Trainer Matthias Rudolph. Dieser sieht Lena Petermann als Ersatz für die nach London abgewanderte Tabea Kemme. Besonders großen Druck verspürt die 24-Jährige dadurch nicht. „Den hat man ja im Leistungssport immer“, sagt sie, „wichtig ist, dass man sich nicht verrück machen lässt, man braucht Gelassenheit und Lockerheit.“ Aber die Stürmerin weiß auch: „Tabea Kemme hat diesen Verein geprägt. Ich trete hier in große Fußstapfen.“

​Petermann: "Das Trainingspensum ist höher als in Freiburg"

Lena Petermann ist ein echtes Nordlicht. Geboren in Cuxhaven an der Nordseeküste, begann sie beim TSV Otterndorf mit dem Kicken und spielte später für zwei Jahre in den USA für die University of Central Florida. Dann ging sie zum Hamburger SV – bis dort die Frauenfußball-Abteilung aufgelöst wurde. „Zuletzt war ich vier Jahre in Freiburg, habe dort viel dazugelernt“, sagt die Torjägerin. „Jetzt habe ich gemerkt, dass ich eine neue Herausforderung brauche.“ Die sucht sie nun erstmals bei einem reinen Frauenfußballverein. Das sei schon ein Unterschied zu ihren vorherigen Stationen, hat die Neu-Potsdamerin in ihren ersten Wochen an der Havel festgestellt. „Man erfährt hier mehr Wertschätzung, die Aufmerksamkeit liegt mehr auf uns Frauen“, erzählt Lena Petermann, die bei ihren ersten Testspieleinsätzen für Turbine schon ins Staunen kam. „Zu solchen Spielen kamen in Freiburg vielleicht 50, 60 Zuschauer – hier waren es gleich 500.“

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Auch die Intensität ist eine andere. „Das Trainingspensum hier ist schon etwas höher als in Freiburg“, hat die 1,75 Meter-Frau festgestellt, die sich im Sommer nicht von ungefähr für Potsdam entschieden hat. „Turbine ist seit vielen Jahren eine gute Adresse. Mit 13, 14 Jahren habe ich mir hier alles schon mal angeguckt.“ Der Schritt aufs Sportinternat stand damals im Raum. „Ich habe es dann nicht getan, habe aber seitdem einen Bezug zum Verein“, so Petermann. Noch ein Vorteil: „Ich bin ein bisschen näher an zu Hause. Eltern und Freunde können mich öfter mal besuchen kommen.“

Matthias Rudolph: "Wollen so weit wie möglich kommen"

Erstmal geht es aber für Lena Petermann in den Nordwesten des Landes. Dort wartet mit Zweitligist Meppen die erste Pokalhürde. In der Vorsaison war im Cup-Wettbewerb im Halbfinale gegen den FC Bayern (1:3) Endstation. „Wir wollen so weit wie möglich kommen“, sagt Turbine-Coach Matthias Rudolph und fügt hinzu: „Am besten noch ein Stückchen weiter als in der letzten Saison.“

Derweil wurde das Heimspiel der Potsdamerinnen gegen den FC Bayern München wegen einer geplanten Liveübertragung auf Sport1 und DFB-TV verlegt. Die für den 21. Oktober angesetzte Liga-Partie wird statt 16 Uhr nun bereits um 15 Uhr angepfiffen.

In Bildern: Neue Flitzer für Turbine Potsdam.


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