14. Mai 2018 / 14:54 Uhr

TuS Schwachhausen ist Frauen-Verbandsliga-Meister!

TuS Schwachhausen ist Frauen-Verbandsliga-Meister!

Redaktion Sportbuzzer
Einen Schritt schneller: Charlotte Spude (links), hier gegen Weyhes Sarah-May Evers, gewinnt nicht nur diesem Zweikampf, sondern auch die Verbandsliga-Meisterschaft.
Einen Schritt schneller: Charlotte Spude (links), hier gegen Weyhes Sarah-May Evers, gewinnt nicht nur diesem Zweikampf, sondern auch die Verbandsliga-Meisterschaft. © Jonas Kako
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Im entscheidenden Spiel setzt sich das Team mit 5:3 (4:0) gegen den SC Weyhe durch

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Die Ausgangsposition für die Fußball-Frauen des TuS Schwachhausen war klar. Im finalen und entscheidenden Saisonspiel beim ärgsten Konkurrenten SC Weyhe durften die Schwachhauserinnen alles, nur nicht verlieren. Aber es passt zur Einstellung des von Benjamin Eta trainierten Teams, dass es sich auf dieser komfortablen Konstellation nicht ausruhte. Das Gegenteil war der Fall. Denn die Schwachhauserinnen suchten den Weg nach vorne, führten gegen die Weyherinnen schon zur Pause mit 4:0 und feierten am Ende einen 5:3-Erfolg, um den in der zweiten Halbzeit zwar noch einmal etwas gezittert werden musste, unterm Strich aber absolut verdient war.

Sektduschen und Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Nach dem Abpfiff sammelte sich das gesamte Weyher Team auf dem Feld. Manche hatten sich hingesetzt, andere standen derweil. Auch die verletzte Torjägerin Sophia Achilles humpelte auf Krücken gestützt zu ihren Teamkameradinnen. Trainer Rolf Schwenke ging zu seinen Fußballerinnen und klatschte ab. "Wir sind natürlich traurig und enttäuscht, weil wir gerne die Relegation gespielt hätten", fasste Schwenke, der mit Frank Bertram die Weyherinnen trainiert, die Gemütslage unmittelbar nach der Niederlage zusammen. "Eigentlich haben wir es im Hinspiel gegen Schwachhausen (0:2, d. Red.) verloren."

Dabei hatten es die Frauen des SC Weyhe selbst in der Hand. Mit einem Sieg hätte der SCW – wie schon in der vorherigen Spielzeit – die Möglichkeit gehabt, um den Aufstieg in die Regionalliga Nord zu spielen. Entsprechend hoch war der Druck auf die Spielerinnen und das Trainergespann. "Wir sind schon angespannt, aber zeigen das nach außen nicht. Wir wollen ruhig und selbstbewusst wirken", gewährte Schwenke kurz nach dem Anpfiff der Partie einen Einblick in sein Seelenleben. Allerdings wirkte sein Team vor allem in den ersten 45 Minuten nicht selbstbewusst. Immer wieder unterliefen ihnen Fehler, die die Gäste aus Schwachhausen zu Torchancen einluden. "Die Zuordnung hat in der ersten Hälfte nicht geklappt. Wir haben ihnen zu viele Räume gegeben und kamen überhaupt nicht in unser Spiel", fasste Schwenke zusammen.

Sicherheit oder mehr Druck

So auch bei den Gegentoren: Immer wieder sah sich Weyhes Schlussfrau Celina Ludes mit einer Eins-gegen-eins-Situation konfrontiert. Doch Charlotte Spude (15./40.) und Merle Liebs (33.) behielten einen kühlen Kopf und ließen Ludes keine Chance. Ihr war es allerdings auch zu verdanken, dass die Weyherinnen nicht noch weiter ins Hintertreffen
gerieten. Mehrmals rettete Ludes in höchster Not, als die Schwachhauser Angreiferinnen allein auf das Tor liefen (19./32.). Auch sie konnte sie den 0:4-Rückstand nicht verhindern. Zuvor hatte Vanessa Lorenz mit einer Flanke in den Gefahrenbereich noch Liebs' zweites Tor vorbereitet (44.).

Das Trainergespann um Schwenke und Bertram schien allerdings in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben. "Wir hatten die Wahl: Entweder wir spielen auf Sicherheit und fangen uns kein Tor mehr oder wir attackieren und üben vorne mehr Druck aus." Und Letzteres nahmen sich die Weyherinnen offenbar zu Herzen. Nach einem verunglückten Pass der Schwachhauser Abwehr bekam Catharina Stelljes den Ball und ließ der Torfrau der Gäste keine Chance (70.). "Nach dem Anschluss war der Glaube wieder da", machte sich Schwenke Hoffnung auf eine Aufholjagd, die allerdings zu spät gestartet war. Nina Obst und Stelljes machten es zwar mit ihren Toren (75./80.) noch einmal spannend,
allerdings spielten die Schwachhausenerinnen auf Konter und machten kurz vor Schluss den Deckel drauf (86.).

Als Landesmeister stehen für den TuS Schwachhausen neben dem LOTTO-Pokal Finale am kommenden Montag auch noch die Relegationsspiele zur Regionalliga Nord auf dem Spielplan. Hierbei trifft der TuS auf den TSC Wellingsbüttel aus Hamburg. Das Hinspiel findet am 27. Mai um 14:00 Uhr in Hamburg statt. Das Rückspiel an der Konrad-Adenauer-Allee steigt am 3. Juni, ebenfalls um 14:00 Uhr. Der Sieger aus Hin- und Rückspiel steigt in die Regionalliga auf, da aus Schleswig-Holstein kein Verein für die Relegation gemeldet hat. Den zweiten Aufsteiger in die Regionalliga Nord stellt der Niedersächsische Fußballverband direkt.

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