07. Juni 2018 / 11:06 Uhr

TV Jahn Delmenhorst: Sowohl die erste als auch zweite Mannschaft mit erst spätem Klassenerhalt

TV Jahn Delmenhorst: Sowohl die erste als auch zweite Mannschaft mit erst spätem Klassenerhalt

Michael Kerzel
Durch einige Siege in der Schlussphase der Saison sowie Schützenhilfe des TuS Heidkrug hielt der TV Jahn noch die Klasse.
Durch einige Siege in der Schlussphase der Saison sowie Schützenhilfe des TuS Heidkrug hielt der TV Jahn noch die Klasse. © Ingo Moellers
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Trotz finaler Niederlage bleiben beide Mannschaften in ihren Ligen

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Wie es im oberen Bereich der Tabelle aussieht, wissen die Fußballer des TV Jahn Delmenhorst nur vom Hörensagen. Die mittlerweile vierte Saison in Folge kämpften die Violetten in der Kreisliga bis zum Schluss gegen den Abstieg – und jedes Mal feierten sie den Klassenerhalt. In der 1. Kreisklasse musste die erste Mannschaft vom Blücherweg seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nie antreten. „Unabsteigbar“ prangte auf T-Shirts, die Fußball-Abteilungsleiter Marco Castiglione nach dem finalen Spieltag vergangenes Wochenende an die Spieler verteilte.

Wieder hatten die Violetten das Abstiegsgespenst vertrieben. Passend dazu schaffte es auch die Reserve, in der 1. Kreisklasse zu bleiben. Beide Teams verloren zwar zum Abschluss, beide bekamen jedoch Schützenhilfe. „Das Saisonziel waren 40 Punkte in der Kreisliga. Man muss ehrlich sagen, dass wir das nicht geschafft haben. Sicherlich haben wir Fehler gemacht“, gibt Castiglione zu.

Wichtiger sei ihm jedoch, dass das Zusammenspiel im Verein, gerade zum Saisonende, funktioniert habe. „Wir sind natürlich froh, dass wir es geschafft haben. Es war viel Druck drin, die Trainer hatten viele schlaflose Nächte, das muss man erst mal aushalten“, sagt der Fußball-Chef der Violetten. Die angespannte Situation habe Spieler und Verantwortliche mannschaftsübergreifend zusammengeschweißt. Beispielsweise musste die zweite A-Jugend während der Saison aufgelöst werden, ging dann jedoch zu Teilen in die zweite Herren über und trug dort zum Klassenerhalt bei. „Die 2. Kreisklasse wäre jetzt nicht so schlimm gewesen. Wichtig ist die tolle Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat. Zu Weihnachten hatte sie ganze fünf Punkte auf dem Konto und war eigentlich schon weg“, so Castiglione.

Freilich sind die Ansprüche beim TV Jahn andere, als immer nur gegen den Abstieg zu kämpfen. Immerhin spielten die Violetten bis zur Saison 2013/14 noch in der Bezirksliga, stiegen dort jedoch mit nur zehn Punkten sang- und klanglos als Letzter ab und hielten in der Folgesaison die Kreisliga nur deshalb, weil der TV Falkenburg freiwillig abstieg. „Rückblickend ist natürlich einiges schiefgelaufen“, gibt Castiglione zu. Bereits im September – die Jahner starteten mit vier Niederlagen in die Saison, wurden unter anderem mit 5:1 vom TuS Heidkrug und 9:1 vom TSV Ippener auseinandergenommen – gingen Mannschaft und Trainer Andreas Busch getrennte Wege. „Es war dann offensichtlich, dass es nicht gepasst hat“, blickt Castiglione zurück. Dabei hatte Jahn in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt, zudem war die Euphorie groß, weil gleich sechs Bezirksliga-erfahrene Spieler von SV TurAbdin kamen. „Vielleicht haben sich die anderen hinter diesen Spielern etwas versteckt“, mutmaßt Castiglione. Zudem hatte Jahn die ganze Saison über ein großes Torwartproblem. Im Endspurt stand der reaktivierte Mario Lucka zwischen den Pfosten. Zudem fielen mit Daniel Eckert (im ersten Spiel) und Alioune Youm (direkt nach der Winterpause) die Männer aus, die fürs Toreschießen zuständig sind. „Wir hatten zudem die ganze Saison über viele angeschlagene Spieler, die sich durchgeschleppt haben“, berichtet Castiglione.

Im kommenden Jahr will Jahn endlich mal eine ruhige Saison spielen. „Wir hatten einen Flickenteppich in Bezug auf den Kader. Den haben wir nun weitestgehend bereinigt und wieder vor allem echte Jahner dabei. Dazu bin ich von Arend Arends als Trainer voll überzeugt. Er hat einen klaren Plan und kann den in dieser Vorbereitung richtig einstudieren“, meint Castiglione. In Angriff nehmen will er in den kommenden Wochen auch besagtes Torwartproblem, einige der A-Jugendlichen aus dem Landesligakader sollen in den Kader rücken. Und alles schlecht war ja auch nicht: „Letztlich haben wir die Klasse gehalten, sind zusammengewachsen und haben uns weiterentwickelt.“

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