10. August 2018 / 15:11 Uhr

TV Oyten und TSV Bassen: Weiterentwicklung am Limit

TV Oyten und TSV Bassen: Weiterentwicklung am Limit

Florian Kastens und Jörn Kowski
Von einem Spitzenteam der Bezirksliga zum anderen: Dennis Wiedekamp soll beim TV Oyten das machen, was er zuletzt beim TSV Bassen gemacht hat: das Team führen.
Von einem Spitzenteam der Bezirksliga zum anderen: Dennis Wiedekamp soll beim TV Oyten das machen, was er zuletzt beim TSV Bassen gemacht hat: das Team führen. © Björn Hake
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Die beiden Bezirksligisten zählen zu den Spitzenteams, doch die Meisterschaft ist nicht das Ziel

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Im Sport gilt es schon beinahe als geflügeltes Wort: Weiterentwicklung. Doch was bedeutet Weiterentwicklung für Mannschaften, die in einer Liga bereits ganz oben mitgemischt haben? Im Grunde muss das der Aufstieg sein, oder? Nicht für den TV Oyten, bei dem das Wort „Meisterschaft“ nicht zu vernehmen ist.

Trainer Axel Sammrey geht in sein viertes Jahr beim TVO, will sich aber auf ein konkretes Saisonziel nicht festnageln lassen: „Ich halte die Liga für stärker als im Vorjahr und könnte mir gut vorstellen, dass es eine Zweiklassengesellschaft wird. Da es für mich keine Übermannschaft gibt, werden einige Teams wie Hambergen oder der starke Aufsteiger aus Heeslingen sowie die beiden Absteiger aus Ottersberg und Etelsen vorne mitspielen. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer das Maximale erreichen möchte.“

Kontinuität auf dem Trainerposten, erneut neues Blut im Kader. Als Verstärkungen beschreibt Sammrey die erfahrenen Kräfte Ömer Aktas, Ferdi Bezek und Dennis Wiedekamp, die tragende Rollen einnehmen sollen. „Bei Dennis ist das von Beginn an der Fall. Er wird uns als Leader im Abwehrzentrum oder auf der Sechs helfen. Ömer und Ferdi sollten ebenfalls in der Lage sein, die Mannschaft zu führen, dafür brauchen sie aber zunächst ein entsprechendes Fitness-Level und Spielpraxis.“

Es gilt, den Verlust von Leistungsträger Arthur Bossert (Rotenburger SV) aufzufangen. „Sein Abgang schmerzt richtig. Über seine sportliche Qualität brauchen wir nicht zu reden. Da hoffe ich, dass er nach der Station Rotenburg gar noch den nächsten Schritt macht. Aber gerade als Typ war er enorm wichtig für das Team“, lobt der Trainer den 21-fachen Torschützen der Vorsaison. Noch erfolgreicher als Bossert war im Vorjahr einmal mehr Pascal Döpke – 35 Tore. Und erneut hat Döpke jeglichen Lockrufen anderer Vereine widerstanden und „seinem“ TVO die Treue gehalten.

Axel Sammrey geht voller Vorfreude in die neue Saison: „Die Liga hat schon ihren Reiz. Durch die vielen Derbys wird der Zuschauerzuspruch sicher steigen. Da möchten wir unseren Fans in Oyten etwas bieten und müssen von Beginn an voll da sein. Ich hoffe, dass wir schnell unseren Rhythmus finden, denn der Auftakt ist mit der Wundertüte Osterholz, zwei Auswärtsderbys in Langwedel und Bassen sowie dazwischen Lilienthal durchaus kompliziert. Trotzdem müssen wir das lösen. Ein guter Start wäre enorm wichtig.“

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Im Sport gilt es schon beinahe als geflügeltes Wort: Weiterentwicklung. Doch was bedeutet Weiterentwicklung für Mannschaften, die in einer Liga bereits ganz oben mitgemischt haben? Im Grunde muss das der Aufstieg sein, oder? Nicht für den TSV Bassen, bei dem das Wort „Meisterschaft“ ebenfalls nicht zu vernehmen ist.

Mit einem der jüngsten Kader aller Bezirksligisten startet Bassen in die neue Saison. Das Durchschnittsalter beträgt nur etwas mehr als 22 Jahre. Das liegt vor allem an den Abgängen einiger erfahrener Akteure. Für Trainer Uwe Bischoff stellt das jedoch kein Handicap dar. "Ich bin in Bassen, um junge Spieler auszubilden und ihnen einen weiteren Schritt in der Karriere zu ermöglichen", sieht Bischoff seine Aufgaben klar definiert. Fest steht aber auch: Die Grün-Roten wollen nicht im Mittelmaß versinken und die Spielzeit nicht verschenken. "Die Verjüngung des Kaders hat nun begonnen, der Anspruch an jeden Einzelnen muss sein, die bestmögliche Leistung jederzeit abrufen zu können. Das wird bei allen Spielern ein Höchstmaß an Konzentration und eigenem Willen voraussetzen", stellt Bischoff klar.

Mit Johannes Diezel aus der zweiten Mannschaft rückt der letztjährige Torschützenkönig der 1. Kreisklasse in die erste Garde auf. Einige Erwartungen stellt Uwe Bischoff auch an die jungen Neuzugänge Jonas Lübeck, zuvor Ottersberg, sowie Noel Lohmann und Lucas Schüler, die vom JFV Verden/Brunsbrock gekommen sind. "Alle sind schon fußballerisch gut ausgebildet, sollen aber lernen, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Dies sehe ich als einen der Schlüsselpunkte in dieser Spielzeit an. Nur wenn wir es schaffen, mannschaftliche Geschlossenheit zu erzielen, macht Fußball auch Spaß und die Ergebnisse stimmen", sagt Bischoff. Diesbezüglich denkt der Übungsleiter auch an die Fans: "Den
Bassener Ultras wollen wir bei unseren Spielen eine mitreißende Art Angriffsfußball bieten. Wenn wir es schaffen, dass die Zuschauer sich mit uns identifizieren, haben wir schon einen Teilerfolg sicher. Die Ergebnisse kommen dann von ganz alleine", ist Bischoff überzeugt.

Eine Baustelle sieht der Coach in seiner Defensive: "Wir wollen weniger Gegentreffer kassieren und in der Abwehr stabiler stehen. Wenn wir das schaffen, mache ich mir kaum Sorgen, schließlich sind wir in der Offensive immer für einige Tore gut. Wenn man die Statistiken betrachtet, liegen wir immer zwischen Platz drei und vier, nur bei den Gegentoren sind wir schlechter."

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