12. Mai 2018 / 21:20 Uhr

Die U23 wollte einfach Spaß haben

Die U23 wollte einfach Spaß haben

Stefan Freye
Sven Hübscher
Der SV Werder Bremen II kann sich mit einem 2:1-Sieg aus der 3. Liga verabscheiden. © FR
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Werder verabschiedet sich mit einem 2:1-Sieg aus der 3. Liga

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Jetzt lässt sich von einer kleinen Serie sprechen: Weil die Kicker von Werders U23 das Heimspiel gegen den SV Meppen mit 2:1 (1:0) gewannen, gehen sie mit drei ungeschlagenen Spielen in die Sommerpause. In die Regionalliga Nord absteigen müssen sie trotzdem, und daran ist eine andere Serie schuld. Zwischenzeitlich hatten die Bremer ja 28 Spiele in der 3. Liga nicht gewinnen können.

Der Misserfolg spielte nach der abschließenden Partie allerdings keine Rolle, stand er doch bereits seit Wochen fest. „Wir haben unser heutiges Ziel, das Spiel zu gewinnen, erreicht“, meinte Werder-Coach Sven Hübscher – und zeigte sich „mit der Leistung zufrieden“. Das konnte er auch sein, schließlich investierte seine Mannschaft noch einmal eine ordentliche Leistung ins vorerst letzte Spiel in dieser Liga. Gleichwohl wurde man nie so ganz das Gefühl los, das Geschehen auf Platz 11 passe sich den sommerlichen Temperaturen an. Das war irgendwie auch verständlich, hatten doch beide Teams nichts Wesentliches mehr zu gewinnen.

So gesehen hätte wohl auch nichts dagegen gesprochen, wenn dem Gast noch der Ausgleich gelungen wäre. Die Chance dazu hatte er besessen. In der Schlussminute war nämlich der eingewechselte Torben Deters im Bremer Strafraum zum Abschluss gekommen und hatte mit seinem noch von Dominic Volkmer abgefälschten Schuss nur den Pfosten getroffen. Andererseits waren die Bremer unter Strich schon das aktivere Team gewesen. Bereits in der Anfangsphase tauchten sie deshalb auch ein paar Mal gefährlich vor dem Meppener Tor auf. Und nachdem SVM-Torjäger Marco Girth die erste Gästechance per Hacke vergeben hatte (6.), nutzte Justin Eilers seine Möglichkeit. Eine schöne Kombination über Philipp Eggersglüß und Idrissa Toure hatte den Stürmer in der Mitte freigespielt, und aus zwölf Metern schloss dieser zum 1:0 ab.

Ein Treffer, der dem zuletzt so gebeutelten Eilers gut tat: „Ich bin froh, dass ich in den letzten Spielen meinen Teil dazu beitragen konnte, uns vernünftig zu verabschieden.“ Zudem bemerkte der Torschütze, dass vermutlich auch eine gewisse Lockerheit den Erfolg seines Teams eingeleitet hatte. „Wir sind nochmal rausgegangen, wollten einfach Spaß haben und das Spiel gewinnen“, so Eilers.

Einfach Spaß haben, so leicht geht das manchmal. Dabei bezog sich der Hinweis aber nicht nur auf die Offensive. Den Grundstein zum Heimsieg legte schließlich die Bremer Abwehr. Zwar besaß der SV Meppen nach dem Rückstand die ein oder andere Möglichkeit. Aber da er sich noch deutlich häufiger die Zähne an der Werder-Defensive ausbiss, musste schon ein Standard zum Treffer des SVM herhalten: Nachdem Volkmer den Meppener Mike Bähre gelegt hatte, trat Girth zum Strafstoß an und verwandelte sicher zum 1:1. Also musste Altmeister Rafael Kazior doch noch einmal ran: Eine Viertelstunde vor dem Ende erzielte er sein neuntes Saisontor und sorgte für den Heimerfolg.

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