Naby Deco Keita (l) und Emil Forsberg im Duell mit Istanbuls Atiba Hutchinson Naby Deco Keita (l) und Emil Forsberg im Duell mit Istanbuls Atiba Hutchinson. © dpa
Naby Deco Keita (l) und Emil Forsberg im Duell mit Istanbuls Atiba Hutchinson

Übermotivierter Keita – Hasenhüttl: „Kein guter Zug, ihn zu bringen“

Naby Keita sollte gegen Besiktas mit seiner Spielweise dafür sorgen, dass das Stadion etwas leiser wird. Mit seinen Fouls bewirkte der Guineer in Diensten von RB Leipzig allerdings genau das Gegenteil.

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Istanbul. Naby Keita – er ist und bleibt der Unruheherd in allen Bereichen bei RB Leipzig, positiv als auch negativ. An guten Tagen bringt er die besten Gegner zur Verzweiflung, spielt den entscheidenden Pass in die Tiefe, sorgt für geniale Momente. Auf solch eine Leistung hatte Ralph Hasenhüttl auch am Dienstagabend in Istanbul gehofft. „Er wird mit Ball am Fuß für die ein oder andere Szene für uns sorgen, damit es hier etwas leiser wird im Stadion“, sagte der RB-Coach im Vorfeld.

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Foulen wenn's nicht läuft

Das Gegenteil war der Fall, denn Keita fand von Anfang an keine Bindung zum Spiel. Das ging anderen RB-Fußballern in der ersten Halbzeit genauso. Das Problem des 22-Jährigen: Wenn es nicht läuft, wehrt er sich gerne mit Fouls an der Grenze des vertretbaren. Auch im Hexenkessel von Besiktas. Keine gute Idee, denn solche Aktionen provozierten die gellenden Pfeifkonzerte im Istanbuler Stadion. „Naby war heute nicht gut. Naby war heute nicht da. Dementsprechend war es kein guter Zug von mir, ihn hier zu bringen“, sagte Hasenhüttl.

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Der Guineer fehlte in den letzten beiden Bundesligapartien wegen einer Rotsperre, konnte wegen seiner Oberschenkelprobleme vor der Partie nur wenig trainieren. Bereits nach einer Viertelstunde hatte er drei Fouls und eine Gelbe Karte auf seinem Konto, bekam sich nicht unter Kontrolle. Die Frage, wie sehr ihn Keitas übermotiviertes Verhalten ärgerte, ließ der Trainer nach der 0:2-Niederlage unbeantwortet. Doch seine Geste, ihn bereits nach einer halben Stunde auswechseln zu wollen, benötigt vielleicht keine Worte.

Hoffnung auf den genialen Moment

Weil Timo Werner allerdings wegen Kreislauf- und Atemproblemen zeitig vom Platz musste, durfte Keita immerhin eine Stunde spielen. Hasenhüttl erklärte im Nachhinein, dass er das Risiko mit dem gelb-rot gefährdeten Guineer so lange weiter gegangen sei, weil er sich in der Offensive noch den berühmten genialen Moment von ihm erhoffte.

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In der Bundesliga muss der Mittelfeldstar nun am Sonntag in Köln noch sein drittes Spiel wegen einer Rotsperre absitzen. Wenigstens sah er in Istanbul nicht noch Gelb-Rot – sonst hätte er beim nächsten Heimspiel gegen Porto in der Königsklasse gefehlt. Dann müssen die Leipziger unbedingt punkten, um nicht schon nach drei Spieltagen kaum noch Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals zu haben.

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) Champions League Fussball Bundesliga Besiktas JK Istanbul-RB Leipzig (26/09/2017 20:45)

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