Sudweyhes Jonas Lüdeke (grün) avancierte mit seinem Lupfer-Tor zum Matchwinner. © Udo Meissner

Überraschung zum Auftakt

Dem TuS Sudweyhe gelingt beim Eröffnungsspiel des Württemberg-Cups ein 1:0-Coup gegen den TB Uphusen

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Die Europameisterschaft ist vor wenigen Tagen zu Ende gegangen, und der eine oder andere Fußballfan fragt sich nun, was er mit all der neu gewonnenen Freizeit anstellen soll. Doch der TSV Ristedt hat dafür gesorgt, dass man auch in der Sommerpause nicht auf den Sport verzichten muss: Am Dienstag ging der erste Spieltag der Gruppe A bei der 17. Ausgabe des Württemberg-Cups über die Bühne. Und wie bei der EM sorgten auch hier die kleinen Mannschaften für Überraschungen. Der Bezirksligist TuS Sudweyhe bezwang den TB Uphusen überraschend mit 1:0. In der zweiten Partie schlug sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst lange wacker gegen den favorisierten Bremer SV, unterlag am Ende jedoch mit 0:4.

TB Uphusen - TuS Sudweyhe 0:1 (0:1). Die Partie begann wie erwartet: Die Sudweyher überließen dem Oberligisten das Spielgerät und konzentrierten sich vornehmlich auf die Defensive – eine Taktik, die aufging. Die Uphuser wussten nicht so recht, was sie mit dem vielen Ballbesitz anfangen sollten und schoben das Leder hin und her, ohne dabei gefährlich zu werden. Das lag vor allem daran, dass die Sudweyher es verstanden, das Zentrum dichtzumachen. Bis zur 15. Minute verzeichnete keines der beiden Teams eine nennenswerte Chance. Doch dann schlug Sudweyhes Jonas Lüdeke zu: Er eroberte den Ball 35 Meter vor dem gegnerischen Kasten, sah, dass der Torhüter zu weit vorne stand und lupfte das Leder aus gut 25 Metern ins Tor – 1:0. „Das war kein Torwartfehler. Jasin Jashari hat von uns die Vorgabe bekommen, so weit vorne zu stehen. Der Fehler lag im Mittelfeld“, erklärte Uphusens Coach Benedetto Muzzicato.

Trotz der Führung im Rücken konzentrierten sich die Sudweyher weiter auf die Verteidigung, spielten Mann gegen Mann. Bei Ballgewinn versuchten sie schnell umzuschalten, um die Abwehr der Uphuser zu überrumpeln. Kurz vor der Halbzeit verpasste Ayoub Rochd den Ausgleich (35.). „Meine Mannschaft hat besonders in den ersten 35. Minuten die Vorgaben gut umgesetzt“, meinte Sudweyhes Trainer Uwe Behrens. Der musste in der zweiten Halbzeit mit ansehen, wie die Uphuser zunehmend stärker wurden und immer öfter bis in Strafraumnähe vordrangen. Seine Mannschaft fand hingegen nur noch selten den Weg über die Mittellinie.

Trotz drückender Überlegenheit in den Schlussminuten schaffte es Uphusen nicht mehr, das Leder im Netz unterzubringen. „Wir sind auf einem guten Weg. Es war klar, dass wir irgendwann hinten reingedrängt werden“, zeigte sich Sudweyhes Uwe Behrens weitgehend zufrieden mit der Leistung seines Teams. Lediglich das Umschaltspiel habe ihn hier und da gestört – zu langsam sei es gewesen.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - Bremer SV 0:4 (0:1). „Am Ende fiel das Ergebnis vielleicht ein oder zwei Tore zu hoch aus. Der Sieg ist aber völlig verdient. Trotzdem hat mein Team eine gute Leistung gezeigt“, meinte TSG-Trainer Dirk Hofmann nach der Partie. Besonders in der ersten Hälfte bot seine Mannschaft dem haushohen Favoriten die Stirn. Der Bremer SV übernahm zwar von Beginn an die Initiative, ließ den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren und drückte die TSG tief in die eigene Hälfte. Jedoch verteidigte der Bezirksliga-Aufsteiger mit viel Einsatz, schmiss sich zur Not in den Ball. So kam der Bremer SV, der den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp verpasst hatte, nur selten gefährlich vor das Tor. Bis zur 33. Minute: Philipp Rockahr lief die linke Seite entlang, schlug einen scharfen Pass in die Mitte. Dort lauerte bereits Eumhedi Faouzi, der nur noch den Schlappen hinhielt und die Bremer quasi mit dem Pausenpfiff in Führung brachte.

In der zweiten Halbzeit schwanden bei den Spielern der TSG sichtbar die Kräfte. Sie schafften es nur noch selten, für Entlastung zu sorgen. Der Bremer SV wusste das zu nutzen und stellte durch Sebastian Kurkiewicz (59.), Philipp Schiller (65.) sowie Fritjof Rathjen (69.) den 4:0-Endstand her. „Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst hat das echt gut gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben sie stark verteidigt“, lobte Klaus Gelsdorf, Trainer des Bremer SV, den Bezirksliga-Aufsteiger.

Region/Bremen TUS Sudweyhe (Herren) TB Uphusen (Herren)

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