21. August 2005: Ugurtan Cepni (r.) gegen Bastian Schweinsteiger. © dpa

Ugurtan Cepni: 2005 gegen den FC Bayern, 2016 gegen den SC Freiburg

DFB-Pokal: Der 33-Jährige vom SV Babelsberg 03 und freut sich auf sein zweites Spiel im DFB-Pokal.

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„Nicht jeder Fußballer erhält die Chance, sich einmal im DFB-Pokal zu beweisen. Ich freue mich auf meine zweite Gelegenheit“, sagt Ugurtan Cepni. Am Sonnabend (15.30 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) empfängt er mit seinem SV Babelsberg 03 in der ersten Hauptrunde den Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg. „Das ist schön für den Verein, die Fans und jeden einzelnen Spieler – aufgeregt bin ich aber nicht mehr.“

Vor knapp elf Jahren sah das noch anders aus. Damals trug er das Trikot des MSV Neuruppin, qualifizierte sich mit dem Club auch für den DFB-Pokal und zog dort das große Los: Rekordmeister FC Bayern München. „Das war natürlich ein super Erlebnis“, erinnert sich „Ceppo“. „Wir dachten eigentlich, dass sie nicht mit voller Kapelle antreten, haben uns aber natürlich trotzdem auf das Spiel, welches im Olympiastadion ausgetragen wurde, gefreut.“ 33 189 Zuschauer kamen am 21. August 2005 in die Heimspielstätte von Hertha BSC und sahen einen 4:0-Erfolg des Rekordmeisters. Trainer Felix Magath ließ unter anderem Oliver Kahn, Bixente Lizarazu, Bastian Schweinsteiger, Ze Roberto und Sebastian Deisler auflaufen. „Ich habe damals noch deutlich offensiver gespielt und es mit Willy Sagnol zu tun gehabt“, erinnert sich der Linksverteidiger, der inzwischen in der dritten Saison beim SV Babelsberg 03 spielt und mit seiner Frau Filiz einen zehn Monate alten Sohn hat.

Cepnis Vater kickt im Trikot von Ze Roberto

Nach der Partie gegen die Münchner Weltstars ergatterte Cepni damals das Trikot vom brasilianischen Zauberfuß Ze Roberto. Die Eroberung liegt jetzt bei seinem Vater Remzi, der früher selbst als Fußballer in der Oberliga aktiv war und unter anderem für Rapide Wedding auflief. „Er trifft sich immer noch jeden Sonntag mit ehemaligen Mitspielern zum Hallenfußball. Dort trägt er das Trikot, aber auch andere von mir, regelmäßig“, plaudert Ugurtan Cepni.

Auf ganz so große Namen wie vor elf Jahren treffen er und seine Mitspieler am Sonnabend zwar nicht, aber die Vorfreude ist dennoch riesig. „Wir haben nichts zu verlieren, wollen selbstbewusst auftreten und die Partie so angehen, als wenn es ein normales Ligaspiel wäre“, gibt Cepni, der mit 33 Jahren der erfahrenste Kicker in Reihen der Potsdamer ist, die Marschroute für das Duell mit dem Team aus dem Breisgau aus. „Vielleicht erwischen sie einen schlechten und wir einen richtig guten Tag – ich glaube an unsere Chance“, zeigt sich der 1,75 Meter große Akteur selbstbewusst.

Torwartfrage scheint offen

Sein Trainer Cem Efe, für den es als Coach die Premiere im DFB-Pokal ist, will die Begegnung „genießen und als Highlight mitnehmen“. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Ein Wechsel auf der Torhüterposition, auf der Marvin Gladrow in den ersten Saison-Spielen einige Gegentore verschuldete, ist denkbar. Die Umstellung des Systems auf ein 4-4-2 ist ebenso eine Möglichkeit.

„Wir wollen an unserem Spielstil festhalten und den Zuschauern guten Fußball zeigen“, sagt Ugurtan Cepni und hofft, das eine der jährlich vorkommenden Sensationen dieses Mal vom SV Babelsberg 03 kommt und er die Chance auf ein weiteres Pokal-Kapitel erhält.

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