02. Dezember 2018 / 07:29 Uhr

FC Bayern: Völler attackiert Breitner wegen Hoeneß-Zoff – „Mitunter menschenverachtend“

FC Bayern: Völler attackiert Breitner wegen Hoeneß-Zoff – „Mitunter menschenverachtend“

Redaktion Sportbuzzer
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Im Dauerstreit zwischen Uli Hoeneß (l.) und Paul Breitner (r.) hat Rudi Völler den Bayern-Präsidenten gegen Kritik verteidigt.
Im Dauerstreit zwischen Uli Hoeneß (l.) und Paul Breitner (r.) hat Rudi Völler den Bayern-Präsidenten gegen Kritik verteidigt. © imago/Baering/Koller
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Leverkusens Sportchef Rudi Völler schaltet sich in den Streit der Bayern-Legenden Uli Hoeneß und Paul Breitner ein – und äußert Sympathien für Klub-Boss Hoeneß. Völler-Kritik erntet der Präsident der Münchner dagegen für seine heftige Medienschelte.

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Im schwelenden Streit zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner ist Weltmeister Rudi Völler dem Präsidenten des FC Bayern München beigesprungen und hat Hoeneß explizit verteidigt. Der Boss des Rekordmeisters hatte die Bayern-Legende Breitner kürzlich von der Ehrentribüne der Allianz-Arena verbannt und erklärt, er habe nach seinem Gefängnisaufenthalt mit seinem einstigen besten Freund gebrochen. Völler hat nun in einem Interview mit der Bild am Sonntag Verständnis für diese Entscheidung gezeigt und gleichzeitig Breitner scharf attackiert.

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„Ich bin in diesem Fall auf der Seite von Uli Hoeneß“, erklärte der Sportchef von Bayer 04 Leverkusen der BamS. „Bei aller Wertschätzung für seine Leistungen als Spieler hat Paul Breitner in den 80er-, 90er-Jahren als Zeitungskolumnist so viele Leute verletzt – das war mitunter menschenverachtend.“ Als Franz Beckenbauer in den 1980er-Jahren etwa Bundestrainer wurde, bezeichnete Breitner seinen einstigen Mannschaftskollegen als „Totengräber des deutschen Fußballs“ und sorgte so für massive Unruhe. Längst nicht seine einzige Entgleisung.

Verständnis für Hoeneß, „wenn er Paul nicht als moralische Instanz akzeptiert“

Völler könne Hoeneß durchaus verstehen, „wenn er gerade den Paul nicht als moralische Instanz akzeptiert“, sagte der 58-Jährige, der Deutschland 2002 als Teamchef zur Vizeweltmeisterschaft führte. Ein Vorgehen wie beim FC Bayern, wo es einen höchst öffentlichen Streit zweier Vereinslegenden gibt, sei in Leverkusen bei allem Verständnis allerdings „sicher nicht“ möglich, ergänzte der Bayer-Boss.

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Kritik an Hoeneß und Rummenigge: Medienschelte „keine Meisterleistung“

Kritik von Völler muss Uli Hoeneß sich jedoch wegen der Medienschelte der Bayern-Bosse gefallen lassen, die im Oktober die Schlagzeilen beherrschte. „Dass die keine Meisterleistung gewesen ist, weiß Kalle (Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, d. Red.) doch selbst, das würden sie in dieser Form sicher nicht mehr machen“, erklärte Völler.

Hoeneß hat Fankritik 'sehr' getroffen

Dass die Bayern-Bosse aktiv über einen Ausstieg aus der Bundesliga nachdenken würden (auch, um eine europäische Super League anzustreben), empfindet Völler als Scherz. „Da kann ich nicht drüber lachen. Ich bin national und international sehr eng vernetzt. Glauben Sie wirklich, dass der FC Bayern ernsthaft über einen Ausstieg aus der Bundesliga nachgedacht hat? Wer das meint, dem ist nicht mehr zu helfen.“


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