Tabularasa im VfB Kader Tabularasa im VfB Kader ©
Tabularasa im VfB Kader

Umbruch beim VfB Lübeck!

Sievers, Maletzki und Co - halbe Mannschaft weg!

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Samstag um 14 Uhr auf der Lohmühle, VfB gegen Weiche Flensburg - es wird das große Abschiedsspiel. Denn es gibt warme Wort, feste Händedrücke und bunte Blumen für mindestens sieben (!) Spieler aus dem aktuellen Kader, die den VfB am Saisonende verlassen. Und die Zahl könnte sogar zweistellig werden. Der VfB plant den großen Umbruch.

Jonas Toboll und Marcello Meyer, die beide eine Ausbildung bei der Polizei beginnen, waren als Abgänge schon bekannt. Jetzt gibt es neue Namen: Maurice Maletzki, Panajiotis Haritos, Marc Lindenberg und Standbykeeper Eric Schlomm, deren Verträge auslaufen, verlassen den VfB. Dazu kommt Jan-André Sievers, dessen Kontrakt eigentlich noch bis 2018 läuft.

Zum Fall Sievers: Sportvorstand Wolf Müller erklärte dem LN-Sportbuzzer: "Wir haben mit allen Verantwortlichen diskutiert, er hat unsere Erwartungen zuletzt nicht mehr erfüllt. Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen, wenn er sich einen neuen Verein sucht." Heißt: Man würde Sievers ablösefrei ziehen lassen, beim VfB könnte er sonst nur noch in der Zweiten spielen. Müller: "Wir planen in der Liga nicht mit ihm, das weiß er" Alles andere sei die Entscheidung von U21-Trainer Serkan Rinal. Dass es auch intern Probleme mit dem gebürtigen Frankfurter gegeben habe, will Müller nicht bestätigen. Sievers, der schon 2008 ein Sechs-Monats-Intermezzo auf der Lohmühle gegeben hat, spielte bisher 75 Mal im Grün-Weißen Trikot.

Maurice Maletzki kam 2015 aus Havelse zum VfB. Schon am Ende der letzten Saison gab es Anzeichen für einen Abschied, dann blühte der Linksfuß unter Trainer Rolf Landerl wieder auf. Das Wintertrainingslager verpasste er allerdings wegen eines hartnäckigen Infekts - danach kam er nicht wieder richtig ins Rollen. Als es nun um Gespräche um einen neuen Vertrag ging, konnte kein Konsens erzielt werden. Maletzki (25) möchte gern ganz auf die Karte Fußball setzen, jetzt jobbt er noch zusätzlich - daran wollte der VfB nichts ändern.

Marc Lindenberg hatte eigentlich mal große Fußballträume. Der erst 21-Jährige wechselte bereits 2007 vom Lübecker SC zum "großen" HSV in den Nachwuchs, schaffte den Sprung aber nie zu den Profis. Und auch in der Regionalligamannschaft brachte er es nur auf zwei Minikurzeinsätze. Im Winter 2016 "flüchtete" er nach Lübeck. Auf 20 Einsätze brachte es der Innenverteidiger - vollauf überzeugen konnte er nicht. Müller: "Er müsste mehr spielen, bräuchte Praxis, um sein Regionalligapotential zu zeigen. Ich wünsche ihm, dass dies in einem anderen KLub gelingen kann."

Panajiotis Haritos wurde bei Hansa Rostock "grundausgebildet", kam im Sommer 2016 zum VfB. Der 21-Jährige hatte einen Megastart. Drei Tore im zweiten Punktspiel beim 4:0 gegen Egestorf, ein Tor beim 2:0 gleich danach gegen Havelse. Das war am 10. August 2016 - und das war's dann auch. Seitdem ist er torlos. Müller: "Er hat famos begonnen, war dann auch verletzt - und dann fehlte immer auch das Fortune." Die Wege trennen sich - auch aus taktischen Gründen. Müller: "Unser Trainer will nur mit einer Spitze spielen. Wir haben Noel, Richter und neu Leon Dippert. Das reicht,mehr Stürmer brauchen wir nicht."

Eric Schlomm ist dagegen ein Spezialfall. Er ist die gute Seele als dritter Keeper, ist während seiner Ausbildung bei der Bahn zwischen München und Lübeck gependelt. Im Tor stand er nie bei einem Punktspiel, seine großen Stunden schlugen bei den Hallenevents. Schlomm ist der zweitdienstälteste VfBer im Kader. Er kam 2003 vom LSC an die Lohmühle - angelockt von seinem Freund Henrik Sirmais, der bereits seit 2002 ein Grün-Weißer ist. Auch Sirmais' Vertrag läuft aus, man steht in Verhandlungen. Ausgang: noch unklar.

Gleiches gilt für Aleksandar Nogovic und Junior Ebot-Etchi. Bei Kubilay Büyükdemir und Cemal Sezer sieht es so aus, als suchten beide die Chance in den großen Fußball hineinzukommen, eher bei einem anderen Klub. Und dann sind da noch die beiden mit dem W-Nachnamen. Kevin Weggen ist derzeit an den FC Schönberg ausgeliehen, hat noch einen Vertrag beim VfB bis 2018, scheint aber mit einem Wechsel zum Wuppertaler SV zu liebäugeln, wie nicht nur Hinweise auf seinem Facebook-Profil nahelegen. Dennis Wehrendt schließlich könnte ebenfalls ein Abgänger sein. Er hat ein Vertragsangebot des VfB vorliegen, soll aber auch von Weiche-Flensburg umworben sein. Ein kurfristiges Gespräch mit der sportlichen Leitung an der Lohmühle soll nun Klarheit bringen.

Region/Lübeck Kreis Lübeck VfB Lübeck

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige