Sagen ihre Meinung zum Videobeweis (v.l.): Toni Dietrich, Marie Heinz, Michael Reichert und Robert Reinhardt. Sagen ihre Meinung zum Videobeweis (v.l.): Toni Dietrich, Marie Heinz, Michael Reichert und Robert Reinhardt. © MAZ-Archiv
Sagen ihre Meinung zum Videobeweis (v.l.): Toni Dietrich, Marie Heinz, Michael Reichert und Robert Reinhardt.

Umfrage zum Videobeweis im Fußball: Sinnvoll oder überflüssig?

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: In der Fußball-Bundesliga wird in dieser Saison erstmals der Videobeweis eingesetzt – der MAZ-Sportbuzzer fragt in Oberhavel nach, wie die neue Technik ankommt.

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Toni Dietrich, Mittelfeldspieler beim FC 98 Hennigsdorf: „Eigentlich ist Fußball eine Sportart, die aus Tatsachenentscheidungen besteht. Aber inzwischen geht es beim Profi-Fußball um Millionensummen, zum Beispiel bei Ab- und Aufstiegen, da ist es wohl dann fairer. Generell ist das Spiel halt schneller geworden und die Spieler deutlich cleverer, sie können so auch einiges steuern. Von daher ist es eine gute Hilfe für die Schiedsrichter. Ob es sich langfristig durchsetzt, wird vor allem davon abhängen, wie schnell die Entscheidungen gefällt werden. Zu lange sollte es nicht dauern.“

Marie Heinz, Stürmerin beim Frauen-Zweitligisten SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf: „Irgendwie kann ich mich damit noch nicht anfreunden. Man hat das Gefühl, die Spiele bestehen nur noch aus den Videoentscheidungen. Ich persönlich empfinde diese Eingriffe als Zerstörung der Spielatmosphäre. Zudem dauern die Spiele mitunter zehn Minuten länger, aufgrund der andauernden Unterbrechungen. Da sollte man dann vielleicht überlegen, eine effektive Spielzeit einzuführen. Vor allem bin ich gespannt, was los ist, wenn die Saison in die entscheidende Phase einbiegt.“

Michael Reichert, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Fußballkreis Oberhavel/Barnim: „Absolut sinnvoll, da es gerechter zugeht. Bestes Beispiel war ja jetzt die Szene im Bundesligaspiel zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund. Zunächst dachte man, das Gelb genügen würde, in der Wiederholung sah man dann erst, welch rüdes Foulspiel es doch war. Daher ist Rot im Nachgang berechtigt, zumal der betroffene Spieler auch verletzt wurde. Ich denke, dass sich die Technik durchsetzen wird, schon weil es der Deutsche Fußball-Bund auf jeden Fall will und fördert.“

Robert Reinhardt, Fußball-Schiedsrichter auf Landesebene: „Um den ganz großen Druck von den Schiedsrichtern zu nehmen, ist es eine gute Lösung. Grobe Fehler können dadurch minimiert werden. Vor allem bei Handspielen ist es sehr hilfreich, das ist inzwischen wahnsinnig schwer zu entscheiden. Allerdings finde ich, dass zum Beispiel beim Eishockey das Eingreifen des Video-Schiedsrichters viel klarer definiert ist. Dort ist ganz klar geregelt, wann er einzugreifen hat und wann nicht. Da hakt es noch beim Fußball, das ist zu viel Ermessenssache, wie ich finde.“

Die Fußballsaison 2016/17 ist abgelaufen, doch es gab auch diese Saison wieder jede Menge Sprüche, die hängen geblieben sind. Hier findet ihr die besten!

Region/Brandenburg Kreis Oberhavel/Barnim B.W. Hohen Neuendorf FC 98 Hennigsdorf FSV Forst Borgsdorf Landesliga Brandenburg Nord (Herren) Kreisoberliga Kreis Oberhavel/Barnim (Herren)

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