07. Oktober 2018 / 10:53 Uhr

Unterschiedliche Gefühlslagen: Dynamo Dresden und Magdeburg haben viel zu tun

Unterschiedliche Gefühlslagen: Dynamo Dresden und Magdeburg haben viel zu tun

dpa
Die Gefühlslage der beiden Trainer Jens Härtel und Maik Walpurgis war nach dem 2:2-Remis im Ost-Klassiker zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden höchst unterschiedlich. 
Die Gefühlslage der beiden Trainer Jens Härtel und Maik Walpurgis war nach dem 2:2-Remis im Ost-Klassiker zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden höchst unterschiedlich.  © dpa
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Während Magdeburgs Trainer Jens Härtel den nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn feierte und dabei die Moral seines Teams lobte, fühlte sich das 2:2-Unentschieden im Ost-Klassiker für Dynamo Dresdens Coach Maik Walpurgis wie eine Niederlage an. 

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Magdeburg/Dresden. Die Emotionen gingen nach der Punkteteilung im Elbe-Klassiker zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden weit auseinander. Während Magdeburgs Trainer Jens Härtel die Moral und den Willen seines Teams nach dem 2:2 (0:2) im ersten Zweitliga-Duell der beiden alten Rivalen hervorhob, zeigte sich sein Gegenüber Maik Walpurgis nach dem Abpfiff enttäuscht über die gefühlte Niederlage.

Und so sehnt sich Dynamo, das weiterhin im Mittelfeld der Tabelle verweilt, die Länderspielpause fast schon frustriert herbei. In der hat Walpurgis zwei Wochen Zeit, intensiv an seinem Konzept zu arbeiten. „Der Gegner hat uns ein paar Aufträge für die kommenden Wochen mitgegeben“, erklärte der 44-Jährige und sprach über einzelne Spielphasen, die es zu verbessern gilt.

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Für kommenden Freitag hat Walpurgis ein Testspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach angesetzt, denn neben jeder Trainingseinheit sei auch jedes Testspiel vonnöten, um an vielen Details arbeiten zu können. Die 90 Minuten beim Drittligisten will er auch nutzen, um nach Möglichkeit seinem gesamten Kader Spielpraxis zu verschaffen, was in den vergangenen Wochen schlichtweg nicht möglich gewesen sei.

„Wir versuchen immer auch für die Spieler, die weniger gespielt haben, ein hohes Trainingsniveau anzubieten, uns auch ganz intensiv um diese zu kümmern. Das ist im Moment für den ein oder anderen nicht ganz so schön, aber so ist es auch manchmal im Fußball und man muss dann einfach auf den Moment hinarbeiten und zupacken, wenn es die Chance gibt“, erklärte Walpurgis. Zudem möchte er seine Schützlinge auf verschiedenen Positionen testen. Im zentralen Mittelfeld muss der Fußball-Lehrer Ersatz für Patrick Ebert finden. Der 31-Jährige muss im nächsten Ost-Duell gegen Erzgebirge Aue aufgrund seiner fünften Gelben Karte aussetzen.

Weniger angetan über die Länderspielpause dürfte man sich in der Börde zeigen. Der FCM hat einen Lauf, auch wenn es bisher nur zu einem Sieg gereicht hat und die Tabellensituation anderes vermuten lässt. Seit fünf Partien ist die Härtel-Elf ungeschlagen, konnte sich aber mit neun Zählern bisher nicht vom Tabellenkeller absetzen und ist inzwischen auf Platz 15 abgerutscht. „Wir müssen hier zu Hause langsam gewinnen. Wir spielen hier vor 23 000 Bekloppten, da muss man einfach sein letztes Hemd für die Fans geben“, forderte Dennis Erdmann.

Mehr zum Spiel 1.FC Magdeburg - SG Dynamo Dresden (2:2)

Der Last-Minute-Punktgewinn gegen Dresden fühlte sich zumindest wie ein Sieg an und so gilt es für Magdeburgs 49 Jahre alten Coach, die Laune und Form seines Teams weiter hochzuhalten. Zwei Testspiele hat Härtel für die Länderspielpause angesetzt. Am Donnerstag trifft der Zweitligist auswärts auf den Bundesligisten VfL Wolfsburg, nur einen Tag später empfängt der FCM den Nord-Landesligisten MSV Börde.

So unterschiedlich beide Vereine auch in die Länderspielpause starten, so einig zeigten sich nach dem 73 Aufeinandertreffen beider Rivalen alle. Denn die Partie in der ausverkauften MDCC-Arena war aufgrund ihrer Dramaturgie und der Anhänger beider Teams ein stimmungsvolles und friedliches Fußball-Fest. „Das war eine großartige Werbung für den Ost-Fußball, der hier von der Kulisse getragen wurde und sehr emotional war“, schwärmte Walpurgis stellvertretend für alle Beteiligten.

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