Harald Sather Verbandschef Harald Sather sorgt sich um den Zustand der Plätze im Landkreis Leipzig. © Andreas Röse
Harald Sather

Unterschiedliche Platzgrößen ok, beklagenswerte Zustände eher nicht

Der Fußballverband Muldental/Leipziger Land sorgt sich eher um den Zustand statt um die Größe so manchen Platzes.

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Leipzig. Gern wird von so und so vielen Fußballfeldern gesprochen, wenn es darum geht, Flächengrößen zu beschreiben. Doch wie groß ist eigentlich ein Fußballfeld? Unterschiedliche Maße sind möglich. Das zeigt auch das Beispiel des Fuchshainer SV. Das kleinste Feld nach den Regeln des DFB ist 90 mal 45 Meter breit, das größtmögliche darf bis zu 120 mal 90 Meter groß sein. Dazwischen gibt es viel Spielraum. Ein Platz kann also 120 Meter lang und nur 45 Meter breit sein, so dass die Spieler einen weiten Weg zum Torwart, aber nur wenig Platz an den Außenbahnen haben. Auch ein fast quadratisches Fußballfeld ist theoretisch möglich. Es muss lediglich beibehalten werden, dass die Torlinie kürzer ist als die Seitenlinie.

Kleinerer Platz, andere Taktik

Auf internationaler Ebene allerdings gelten andere Richtlinien. UEFA und FIFA haben sich auf ein einheitliches Maß geeinigt: 105 Meter mal 68 Meter. Danach sollte man sich wohl richten, wenn es heißt, dass etwa im Regenwald „mehr als ein halbes Fußballfeld pro Sekunde“ abgeholzt wird.

Auch im Landkreis Leipzig gibt es große und kleine, schmale und breite Fußballfelder. „Man muss sich mit den örtlichen Gegebenheiten anfreunden“, sagt Ingo Dießner vom Bornaer SV. Sein Verein ist dafür ein gutes Beispiel. Für den Kunstrasenplatz am Stadion stand nicht viel Raum zur Verfügung, „er hat die Mindestmaße, sowohl in der Länge als auch in der Breite, kleiner dürfte er nicht sein“.

Sicher habe dies Auswirkungen auf die Taktik. Die Abwehr steht enger, der Gegner ist schneller da, über die Mitte ist ein Angriff kaum möglich. Für Jubel würde dies nicht bei allen Sportlern sorgen. „Doch man muss es halt nehmen, wie es kommt und sich darauf einstellen“, sagt der Vereinschef, der seit Jahren als Trainer arbeitet.

Wettkampfstätten teilweise in traurigem Zustand

Fußballplätze unterschiedlicher Größe hat es schon immer gegeben und das wird auch so bleiben, meint Harald Sather, Präsident des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land. Im Volkssportbereich sei dies sicher weniger problematisch. Ab Landesklasse aufwärts jedoch hält er es für nicht so einfach, wenn die Mannschaft auf einem normal großen Feld trainiert und das Punktspiel dann auf einem Platz absolvieren muss, dervon den üblichen Maßen stark abweicht. Dennoch: Es sei regelkonform.

Zu seinem Verband gehören 73 Fußballvereine aus den Regionen Grimma, Wurzen, Borna, Geithain und Döbeln. Die Qualität der Sportstätten habe sich seiner Meinung nach in den vergangenen Jahren leider nicht verbessert. „Nach der Wende wurde vieles gemacht, aber derzeit hat so manche Kommune wenig Geld. Da wird schnell bei Sport und Kultur gespart“, bedauert Sather.

Oft würde das Engagement im Sport an Einzelpersonen hängen. Wenn der Bürgermeister ein Herz für den Fußball hat, gehe es auch meist den Vereinen der Stadt recht gut. Genauso gebe es in dieser Hinsicht negative Beispiele „und dann leidet automatisch auch die Nachwuchsarbeit“. Die Fußballvereine könnten bauliche Veränderungen nicht aus eigener Kraft stemmen. Deshalb sei so manche Wettkampfstätte im Landkreis heute in einem eher traurigen Zustand, „da kann man nicht mehr von einem Fußballrasen reden, eher von einer Wiese“, kritisiert der Verbandschef. Unabhängig von der Größe.

Region/Leipzig Kreis Muldental/Leipziger Land Bornaer SV 91

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