12. Januar 2018 / 12:06 Uhr

Unverhoffter Vorbereitungsknüller für den Blumenthaler SV

Unverhoffter Vorbereitungsknüller für den Blumenthaler SV

Redaktion Sportbuzzer
Peter Moussalli
"Wann kann man schon mal in so einem Stadion spielen?", meint Peter Moussalli vom Blumenthaler SV. © Christian Kosak
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Bremen-Ligist und der SC Paderborn II simulieren in der Benteler-Arena das DFB-Pokal-Viertelfinale

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Der Blumenthaler SV ist völlig unverhofft zu einem Vorbereitungsknüller gekommen. Der Nordbremer Fußball-Bremen-Ligist bestreitet am Sonntag, 28. Januar, 15 Uhr, eine Partie beim Oberligisten SC Paderborn II, die unter besonderer Beobachtung steht. Sie ist nämlich die technische Generalprobe für das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem Drittligisten SC Paderborn und dem FC Bayern München.

Eine Generalprobe, die nötig ist, weil Drittliga-Stadien nicht dafür ausgerüstet sind, um mit der Videoassistenz-Zentrale in Köln zu kommunizieren. So werden beim Viertelfinale am Dienstag, 6. Februar, die Videoschiedsrichter in einem Übertragungswagen am Stadion sitzen. Eine Lösung, die der DFB „mobile Video-Assistent-Technik“ nennt. Und damit die Technik für das Duell zwischen Underdog Paderborn und dem deutschen Rekordmeister steht, wird mithilfe des SC Paderborn II und Blumenthaler SV simuliert. Unter professionellen Bedingungen, wenn auch nicht vor vollen Rängen. Während der Videoassistent zum Einsatz kommt, wird es die Torlinientechnik nicht geben, sie kommt im DFB-Pokal nur in Bundesliga-Stadien zum Einsatz.

Dass der Blumenthaler SV nun als Testverein in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, hat er dem Kontakt zu Paderborns Oberliga-Trainer zu verdanken. Denn der heißt Michél Kniat und war bekanntermaßen drei Jahre für den Nordbremer Bremen-Ligisten tätig. In der Sommerpause hatte er kurzfristig das Angebot des SC Paderborn II angenommen, den Kontakt
nach Blumenthal aber nicht abreißen lassen.

Nun rief „Mitch“ Kniat am Mittwoch seinen Freund und BSV-Teamchef Peter Moussalli mit der Frage an, ob die Nordbremer die vom DFB geforderte Generalprobe bestreiten würden. Eine Frage, für die es nach umgehender Absprache mit Neu-Trainer Malte Jaskosch ein schnelles Ja als Antwort gab. „Ist doch geil, wann kann man schon mal in so einem Stadion spielen?“, meint Moussalli. Dass der SC Paderborn II und der Blumenthaler SV überhaupt in den Genuss kommen, die große Bühne mit dem DFB-Equipment betreten zu dürfen, liegt an der Terminnot der Drittliga-Elf. Ein Notfall, der den Blumenthalern einen tiefen Einblick in die moderne Schiedsrichtertätigkeit gewähren wird. Elfmeter oder nicht? Dieser Frage beantwortet der Schiedsrichter in der Bremen-Liga mit seinem Gespann schließlich alleinverantwortlich. Am 28. Januar entscheiden dann über die Szenen mit Beteiligung von Tim Pendzich und Co. eben auch die Videoassistenten aus einem Van mit.

Da der Auftritt des BSV in der 15 000 Zuschauer fassenden Benteler-Arena für ein ungewohnt großes mediales Interesse sorgen dürfte, gilt es, sich sportlich ordentlich zu verkaufen. Das war dem BSV in der Wintervorbereitung 2017/18 auf dem Kunstrasen in Paderborn nicht gelungen. Da unterlag die damals vom „Mitch“ Kniat trainierte Mannschaft Paderborn II mit 0:7. „Kurz zuvor hatten wir 2:1 gegen den Regionalligisten Wiedenbrück gewonnen und wollten die Aufgabe mal eben so erledigen“, erinnert sich Moussalli. Ein Einstellungsproblem wird es
diesmal nicht geben. Schließlich simuliert Paderborn II ja an diesem Tag Paderborn I und der Blumenthaler SV – wenn man so will – den FC Bayern.

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