08. September 2018 / 23:56 Uhr

Schiedsrichter-Eklat um Serena Williams: Naomi Osaka gewinnt sensationell US Open

Schiedsrichter-Eklat um Serena Williams: Naomi Osaka gewinnt sensationell US Open

Redaktion Sportbuzzer
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Naomi Osaka (rechts) hat die US Open gewonnen – auch weil sich Serena Williams mit dem Schiedsrichter zoffte.
Naomi Osaka (rechts) hat die US Open gewonnen – auch weil sich Serena Williams mit dem Schiedsrichter zoffte. © imago/UPI Photo
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Riesen-Ärger im Damen-Finale der US Open: Serena Williams legt sich im Endspiel gegen die Japanerin Naomi Osaka mit dem Schiedsrichter an. Ihr werden Punkte abgezogen und sie verliert das Match gegen die sensationelle Siegerin.

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In einem denkwürdigen US-Open-Endspiel hat Naomi Osaka für den ersten japanischen Grand-Slam-Titel der Tennisgeschichte gesorgt und Serena Williams für einen Eklat. Beim 6:2, 6:4-Sieg der 20-jährigen Osaka am Samstag in New York verlor Williams kampflos das Spiel zum 3:5 im zweiten Satz, nachdem sie den Schiedsrichter Carlos Ramos als Dieb bezeichnet hatte.

Der Portugiese verwarnte die 36-Jährige zunächst wegen angeblichen Coachings von der Tribüne. Schon danach verlangte Williams eine Entschuldigung. Nach ihrem Aufschlagverlust zum 3:2 zertrümmerte sie ihren Schläger und wurde wegen der zweiten Verwarnung mit einem Punktabzug bestraft. Als sie sich beim nächsten Seitenwechsel immer noch nicht beruhigen konnte und Ramos als Dieb titulierte, bestrafte er sie mit dem Spielabzug. Nach der Partie gab die langjährige Nummer eins ihm nicht die Hand.

Osaka erhält für den Sieg 3,8 Millionen Dollar

Williams verpasste durch die Niederlage in der 1:19 Stunde langen und oft hochklassigen Partie ihren siebten Erfolg bei den US Open und wie schon zuletzt beim verlorenen Wimbledon-Finale gegen Angelique Kerber ihren insgesamt 24. Grand-Slam-Titel. Damit hat die Amerikanerin bei den vier größten Turnieren weiterhin einen Erfolg weniger als Rekordhalterin Margaret Court aus Australien. Die 20-jährige Osaka erhält für ihren Triumph 3,8 Millionen Dollar.

Das ist das Herren-Finale

Vor den fast 24.000 Fans im Arthur-Ashe-Stadion, dessen Dach wegen Regens geschlossen war, verlief die Partie zunächst ähnlich einseitig wie das erste Duell vor knapp einem halben Jahr in Indian Wells, wo Osaka ihren bislang einzigen Turniersieg feierte. Dort war Williams nach ihrer Schwangerschaft noch nicht wieder in alter Form.

Schiedsrichterdrama um Serena Williams: „Punkt gestohlen“

Nach dem klar verlorenen ersten Satz gelang ihr mit dem nun erwachten Kampfgeist in der sehenswerten, schnellen Partie im zweiten Satz endlich das erste Break zum 3:1. Doch prompt verlor Williams ihren eigenen Aufschlag und zertrümmerte ihren Schläger. Als Ramos sie daraufhin erneut verwarnte, brüllte sie ihn an. „Ich betrüge nicht, Sie schulden mir eine Entschuldigung.“ Nach dem nächsten Ausfall verhängte er die nächste Strafe. „Sie haben mir einen Punkt gestohlen“, schimpfte sie und weinte.

Nach der dritten Verwarnung kam sogar Oberschiedsrichter Brian Earley auf den Platz, es gab Buhrufe. Williams verkürzte auf 4:5, wenig später machte die Weltranglisten-19. Osaka ihren Triumph perfekt, der in dem Tohuwabohu um Serena Williams fast ein wenig unterging.


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